Heute haben wir mal was ganz was leckeres auf dem Teller: B.O.R FATBike Kurbeln! Wer uns kennt weiß, dass wir wahre Asketen sind – wir trinken keinen Alkohol, essen kein Fleisch … und gerade in diesem Moment biegt sich meine Tastatur vor Lachen.

Naja, sei’s drum. Die FATBike Kurbeln von B.O.R werfen einige gewichtige Pfunde in die Waagschale. Sie sind krass leicht, krass flexibel, krass bunt und kommen aus die krasse Germany. Also, tun wir, was wir am besten können: ab in die Vollen und die B.O.R Kurbeln auf den FAT-Bike.de Teller werfen!

Lean Cusine – B.O.R FATBike Kurbel für Gewichtsbewusste!

Ziemlich hohl: die Achse aus hauchdünnem Alu

Wir beginnen einfach mal mit einer Zahl. Siebenhundertzwanzig. Schaut man sich die B.O.R FATBike Kurbel an, würde man hier wohl auf den Preis tippen. Aber dazu später mehr. 720 Gramm ist das Gewicht einer kompletten B.O.R FATBike Kurbel für 190/197mm Hinterbau, zweifach mit Kettenblättern (22/36) bestückt und inklusive Lager, sämtlicher Dicht- und Distanzringe und Schrauben. Dabei bringt es das Innenlager allein auf schmale 94 Gramm – all inclusive. Und diese Werte stammen nicht aus der blumigen Herstellerbeschreibung, sondern wurden von uns persönlich von der offiziellen FAT-Bike.de Küchenwaage abgelesen.

Lass mal besser bleiben, wenn Du leben willst…

Für eine Alukurbel sind diese Werte unfassbar gering, was wohl auch zum dezenten Hinweis “NOT FOR DOWNHILL OR ENDURO” auf der Innenseite der linken Kurbel geführt hat…

French Cusine – B.O.R FATBike Kurbel für Feinschmecker!

Für alle, die jetzt nicht so unbedingt immer nur auf’s Gewicht schauen, sondern Ästhetik und guten Geschmack schätzen (der aber natürlich immer subjektiv bleibt), war die Auswahl an FATBike Kurbeln bisher eher begrenzt. Ein wenig konnte man mit den farbig erhältlichen Race Face Kurbeln spielen, aber so RICHTIG dicke konnte man es nicht so recht krachen lassen. Nun ja… B.O.R FATBike Kurbeln können hier helfen. Zum einen wäre de die äußerst filigrane und doch solide wirkende Machart. Uns erinnern die Teile auf eine angenehme Art an die liebevoll gefrästen und bunt eloxierten Alu Parts der 90er. Die B.O.R FATBike Kurbeln haben geschmiedete, gebürstete bzw. geschliffene und gefräste Oberflächen.

Top gemacht, ohne Zweifel!

Sie sind belastungsgerecht ausgefräst und haben an allen Ecken feine Details – als wollten sie das alte Vorurteil vom grobschlächtigen FATBike mit allen Mitteln widerlegen. Dabei konnten wir akut keine Verarbeitungsmängel erkennen – nicht an der Fräsarbeit, nicht an der Eloxierung, nicht an den gelaserten Schriftzügen.

No Cusine – Made in Germany!

Ob es daran liegt, dass die Teile aus Deutschland kommen? Anzunehmen. Die Kollegen in Asien können ja wirklich viel, beim Rahmenbau ist “Made in Taiwan” inzwischen ein Zeichen von hoher Qualität. Aber wie schon bei den exzellenten Hope Kurbeln zeigt sich auch bei B.O.R: wir Europäer sind, wenn es um Perfektion im Detail geht, immer noch locker eine Armlänge voraus. So finden wir, wie eben schon bei Hope, auch bei den B.O.R FATBike Kurbeln präzise Passungen, perfekt entgratete Kanten, makellose Oberflächen und akkurate Details. Eben Made in Germany!

B.O.R – Made. In. Germany

Um so mehr wundert es uns allerdings, dass die mitgelieferten Kettenblättern teilweise matte und teilweise glänzende Oberflächen haben.

Flexibel und durchdacht

Kettenblätter, die Erste!

Aber a propos Kettenblätter. Hier schlägt B.O.R einen dicken Nagel in’s Brett und bietet eine erstaunliche Bandbreite am. Für den “kleinen Gang” stehen 20, 22, 24 und 26 Zähne zur Wahl, das große Kettenblatt kann mit 34, 36, 38 oder sogar 40 Zähnen bestückt werden. Beim Lochkreis orientiert sich B.O.R an Sram (Lochkreis 104/64BCD, 76 bei 1-fach) und interessanter Weise sind die Gewinde der Kettenblattschrauben direkt in’s große Kettenblatt geschnitten. Das Gefummel mit der extra Mutter entfällt damit. Fetzt! Als Kehrseite der Medaille bedeutet ein zerwurstetes Gewinde aber: ab in den Shop, neues Kettenblatt kaufen!

…und die Zweite! Die Gewichte können wir übrigens fast genau bestätigen.

Alle großen Kettenblätter haben einen ganzen Sack voll Steighilfen – wir haben 6 gezählt – was, laut B.O.R, für eine gute Kompatibilität mit Di Systemen von Shimano sorgen soll. Weiterhin gibt es auch eine Achsbreite für 170/177mm Hinterbauten, man kann ein- und zweifach Spider montieren, B.O.R Kurben nehmen Ergometer Spider auf, sind Dank 30mm Achse mit einer Menge Innenlager kompatibel und es gibt auch noch 4 Kurbelarmlängen: 165, 170, 172,5 und 175mm. So, und wem das jetzt alles noch nicht genug ist: bei Spider und Kurbelschrauben kann man zwischen Schwarz, Orange, Grün, Rot und Blau wählen.

Da geht sogar einem Chamäleon die Puste aus…

Übrigens: den Q-Faktor (Abstand der Außenflächen der Kurbelarme auf Höhe der Pedalgewinde) haben wir mit 210mm gemessen. Ein guter Wert, aber kein Rekord. Wir werden mal versuchen, in wie fern Kettenlinie und Baubreite auch die Verwendung der kürzeren Achse am 190er Hinterbau ermöglichen.

Bunt wie Ostereier: die Kurbelschrauben

Naja, jedenfalls sind B.O.R FATBike Kurbeln irgendwie wie eine Bierkiste, in die man in jedes der 20 Fächer eine andere Flasche packen kann. Uns gefällt das. Es lebe die Individualität!

Preisfrage!

Präzise Verarbeitung soweit das Auge reicht!

Entsprechend der unglaublichen Vielfalt an Kombinationsmöglichkeiten ist allerdings auch die Preisfrage nicht in einem Satz zu beantworten. Fangen wir einfach an: ein B.O.R Innenlager schlägt, ja nach Passung (ja, es gibt sie natürlich ALLE!) mit 85,- bis 89,- Euro zu Buche. “Basic” Kurbeln ohne Spider und Kettenblätter gibt es für 359,- Euro, 1-fach Kurbeln kosten 435,- (nur Spider) bzw. 479,- (Spider & Kettenblätter). 2-fach Kurbeln schlagen mit 435,- (nur Spider) bzw. 499,- (Spider & Kettenblätter) zu Buche. Die gewählte(n) Farbe(n) macht preislich keinen Unterschied.

Was bleibt?

Ein neuer Star am Himmel? Wir werden sehen!

Worauf wir nun noch gar kein Wort verwendet haben ist die durchdachte Logik hinter den angebotenen Innenlagern und Achsbreiten. Aus gutem Grund: die hier gezeigte Kurbel wandert direkt an eins unserer Bikes zum Dauertest. Dabei werden wir dann nicht nur auf die Haltbarkeit sondern auch im Detail auf die Kombinationsmöglichkeiten eingehen.

FATBike!!!!!

Bis dahin bleibt ein erstmal durchaus solider Eindruck. Die B.O.R FATBike Kurbeln sind unverschämt leicht, sehr fein gearbeitet und extrem flexibel in Sachen Aufbau und Farbkombination. Wenn Verschleiß und Belastbarkeit im Alltag da mithalten können, hat die B.O.R FATBike Kurbel durchaus Potential zum absoluten Knaller. Zumal der Preis von knapp unter 600 Euro für eine extrem leichte, gut gemachte und haltbare High End Kurbel incl. Innenlager und Kettenblättern absolut vertretbar wäre. Wie gesagt: wäre. Naturgemäß bleiben wir skeptisch und warten ab, was der Test bringt. Wir sind gespannt!!

One Response

  1. Hermann Rose

    Ja..moin Matt…

    Schön farbig dein aktueller..bunter..oder liegt es am Grevensteiner mit seiner seidig matten Bernsteinfarbe mit orangfarbenen Reflexen…das vor mir steht…

    Nee..aber der Part gefällt mir..und wenn ja hat Alex ihn bei sich im Shop…?

    Aber erst mal auf den Test am Bike von euch abwarten und ob auch ein Hope
    Innenlager kompatibel ist oder nur das Bor..die Frage hat sich erledig..bin deinem Link gefolgt…

    in diesem Sinne wird die Kurbel dann mein Nachtisch..grins…
    Noch ein FATten Gruß und ein Grevensteiner auf dich…

    Herman

    Antworten

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