FATBike Transalp Etappe 2: Dalaas – Klosters

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Start:

Dalaas Zentrum

Ziel:

Klosters Dorf

Kilometer:

48,35 km

Höhenmeter:

2243 hm

Tourzeit:

8:00:26 Stunden

FATBike Transalp Etappe 2

Highs

– Ultimativer FATBike Test vom Schlappiner Joch

– Kein Zwischenfall, kein Plattfuss

– So langsam haben wir wieder Gefühl in den Fingern. Zum Glück.

Lows

– Dauerregen

– Starker Schneefall

– Gewitter

– 3°c unter Null

Fahrbericht

FATBike Transalp

Die zweite Etappe hat uns die dreckige Seite von Transalp gezeigt. Schon beim Frühstück hat es draußen aus Kübeln gelascht. Die Gute Nachricht: das Wetter war wenigstens stabil. Es hat einfach den ganzen Tag geregnet. Mal mehr, selten weniger. Aber immer. Bis auf einmal, aber dazu später.

FATBike Transalp

Zuerst haben wir uns mal über den Kristbergsattel “warm” gefahren. Gut, das ist restlos übertrieben: oben auf dem Kristberg waren noch knappe 7 Grad. Und das im strömenden Regen. Als wir in Schruns am Bahnhof standen wars schon frisch am Haaransatz. Spaß geht irgendwie anders. Unsere Fatties haben dabei souverän und zuverlässig Asphalt und Schotter gemeistert und uns smooth rauf und wieder runter getragen.

FATBike Transalp

Das schöne an der heutigen Etappe ist, dass es im Prinzip nur zwei Mal bergauf geht. Der zweite Anstieg, von Schruns zum Schlappiner Joch, sind geballte 1500 Höhenmeter am Stück. Die Auffahrt ist dabei alles andere als spektakulär. Vielleicht waren wir umringt von herrlicher Natur.

FATBike Transalp

Dank der Wolken, die so tief hingen, dass wir sie quasi anfassen konnten, haben wir davon nichts mitbekommen. In Gargellen sind wir dem Regen für eine Stunde entkommen, als wir uns im Restaurant Tiaja mit Pasta vollgestopft haben.

FATBike Transalp

Die Pause war auch bitter nötig, denn wir waren komplett klatschnass. Aus den Schuhen kam bei jedem Schritt ein Schwall Wasser. Gepaart mit ca. 5-6 Grad wünscht man sich so einen Bernhardiner mit Schnappsfass, um sie aufzuwärmen. Ob nun aufwärmen am Bernhardiner oder am Schnapps… Ach, egal! Hauptsache warm!

FATBike Transalp

Da leider kein Bernhardiner kam, ging es von Gargellen aus auf Asphalt und Schotter weiter bis unterhalb des Schlappiner Jochs. Auch hier war der Regen neben den FatBoys unser treuester Begleiter. Schon weit unterhalb des Jochs haben wir die magische 0°C Grad Grenze unterschritten. Dort hat uns dann auch der Regen verlassen und dem Schnee Platz gemacht.

FATBike Transalp

Von da an durften wir dann in feinstem Schneegestöber die FatBoys rauf zum Schlappiner Joch schleppen. Was eine derbe Plackerei auf den schneeglatten Felsen! Das ist bisher die einzige Stelle, an der wir den Fatties keine Vorteile gegenüber anderen Bikes abringen konnten. 13,7 Kilogramm wollen einfach getragen werden! Allerdings kommen die Reifen auch beim schieben besser über Hindernisse. Diesen Mehrwert kann man aber direkt vergessen…

FATBike Transalp

Am Joch hat uns die Natur dann das volle Programm kredenzt… Heftiger Schneefall, der Wind hat uns die Falten aus dem Gesicht geblasen und minus 3 Grad lassen sich schlecht schön reden. Und als kleines Schmankerl hat uns genau am Schlappiner Joch auch noch ein Gewitter überrascht. Also alles zum heulen? Ach was! Um es kurz zu machen: ABSOLUT GEIL! Einen bessere FATBike Test hätten wir uns nicht wünschen können!!!

FATBike Transalp

Also haben wir mit unseren Tiefkühlfingern unsere Lenker gepackt, uns eine einigermaßen sinnvolle Route Richtung Tal gesucht und die Fatties von der Leine gelassen! Und sagen wir es mal so: auf der Falllinie und mit einem Gewitter im Genick geht mit dem FatBoy einiges voran! Okay, wir haben das vielleicht schon das eine oder andere Mal erwähnt. Aber diese Traktion… Selbst auf frischem Schnee, nassen Steinen und in knöcheltiefem Schlamm verbeißen sich die FATBike Reifen in alles, was sie zwischen ihre gierigen Stollen bekommen. Vor einer Kurve hart anbremsen, einlenken, Hinterrad lupfen, dann rumzirkeln. Auch, wenn uns wirklich sau kalt war und wir bis auf den letzten Faden nass waren: DAS war echter Bikespaß!

FATBike Transalp

Apropos nass. Heute waren wir exakt 8 Stunden unterwegs und davon praktisch 8 Stunden nass, zuzüglich abendlicher Dusche. Und zwar bis auf die Knochen. Die Durchschnittstemperatur lag bei 7°C Grad und das Minimum bei frostigen minus 3. Näher werden wir Ende Juni nicht an echte Winterbedingungen herankommen. Aber da der FATBike Härtetest nun erfolgt ist, darf ab morgen wieder besseres Wetter werden. Die Chancen stehen ganz gut! Viel schlechter geht ja auch fast nicht.

FATBike Transalp

In Klosters gab es dann die ersehnte Dusche und das eiskalte Bier, einen FATten Hamburger und eine Dose Red Bull.

Feierabend!

Als kleines Highlight noch unser kleiner Zusammenschnitt vom Tag als Video.

5 Responses

  1. Mario

    Vielen Dank für den “Erlebnisbericht”! Beeindruckende Bilder, die ihr hier liefert. Einen Fotografen “im Gepäck” zu haben, hat auf jeden Fall Vorteile 🙂 Auch wenn der das Wetter nicht besser macht, so fängt er aber die Stimmung super gut ein. Trotz der Bedingungen gebt ihr mit den Fatties ein klasse Bild ab. Kleiner Trost: weiter südlich wird’s wärmer. Drücke euch die Daumen für besseres Wetter und immer genügend Luft in den Reifen!!
    Gruß
    Mario

    Antworten
    • GrossMatt

      Hi Mario,

      danke für das Lob. Wir geben uns Mühe! Heute war das Wetter wesentlich besser, nur der Wunsch mit der Luft im Reifen hat nicht 100% funktioniert – einmal habe ich wieder “Umgebungsdruck” geschafft 😉

      Grüße

      Matt

  2. Christoph

    Respekt Jungs! Ich mußte den ganzen Tag an Euch denken! Wow, da habt ihr ja voll alles abbekommen. Das Euch das Schlappiner Joch runter gefällt wußte ich. Wie ihr geschrieben habt. Der ultimative Fatbike-Mistwetter-Testtrail.
    Ab morgen bitte etwas milderes Klima, da geht es noch höher hinaus.

    Christoph

    Antworten
    • GrossMatt

      Hi Christoph,

      danke für Deine Anteilnahme ;). Mann, das war aber auch ein Brocken gestern. Egal, wir sind durch und heute war es schon wieder herrliche. Tourbericht folgt!

      Grüße

      Matt

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