Bereits zwei Modelljahre des Rocky Mountain FATBikes durften wir in der Vergangenheit schon unter die Füße nehmen, nun war es Zeit für den Test des Blizzard 2017, das mit kanadischen Wurzeln nicht nur unsere Herzen höher schlagen lässt.

Kultiges Commitment: Das Blizzard 2017

Der Rahmen des Blizzard 2017* ist nach wie vor unverändert, aber mit einer breiten Auswahl an Ausstattungsvarianten mit sinnvollen Komponenten-Mixes. Wir haben uns das Blizzard 2017 -30° mit Alu-Rahmen zum Test geschnappt, und zwar direkt bei Rocky vor Ort im North Shore.

Dan begutachtet einen Prototypen, den Joe ihm in die Hand drückt. Freigegeben!

Dan begutachtet einen Prototypen, den Joe ihm in die Hand drückt. Freigegeben!

Der Rocky Mountain Chefentwickler Joe führte uns zusammen mit Dre durch die heiligen Hallen der Kultmarke und gab uns interessante Einblicke in die Entstehung und den Prozess der Weiterentwicklung eines Rocky Mountain Bikes, den selbstverständlich auch das Blizzard 2017 durchlaufen ist. Bewusst wählt Rocky den Sitz des Headquarters in Wurfweite zu den berühmten North Shore Trails, denn dort können Prototypen schnell und effizient praktisch getestet und dann weiter verbessert werden.

Die Ruhe vor dem Sturm. Nochmal sammeln, dann geht's Vollgas auf den Trail.

Die Ruhe vor dem Sturm. Nochmal sammeln, dann geht’s Vollgas auf den Trail.

Genug der Vorrede, jetzt gehts mit Blizzard 2017 ans Eingemachte

Und genau dieses Testgelände, nämlich die Trails im North Shore, sind wir mit dem Blizzard 2017 runter gebügelt, und haben für euch versucht dessen Lieblingsdisziplinen und die kleinen Macken zu erfahren. Soviel vorweg: aus dem recht behäbigen Rocky Mountain Blizzard des ersten Modelljahres ist mit dem Blizzard 2017 ein agileres und einsatzfreudiges FATBike erwachsen.

Rockface mit dem Blizzard 2017, läuft

Rockface mit dem Blizzard 2017, läuft

Das -30° des Blizzard 2017 kommt mit Aluminium Starrgabel, an der sich zahlreiche Befestigungsösen für Taschen und Träger befinden. Diese ist steif und führt zu direktem Lenkgefühl. Schwarze Muster der First Nations zieren den Rahmen in der Farbe, naja, wir nennen es mal light rainforest green, eine offizielle Bezeichnung vom Hersteller ist uns bisher nicht bekannt.

Passt sich ein, wie das Urviech in den Urwald

Passt sich ein, wie ein Urvieh in den Urwald

Aus den Erfahrungen des ersten Modells aus dem Jahr 2015 hat Rocky gelernt und verpasste dem Blizzard 2017 Maxxis FATBike Reifen anstatt den schwerfälligen VeeTire Bulldozer. Satte 4,8 Zoll liegen nun an, mit dicken 6mm hohen Stollen. Das garantiert Traktion und Grip in jeder Kurvenlage und bietet auch beim Verzögern mit der Sram DB1 Scheibenbremse mehr als genug Halt.

Danke der breiten 4,8er Reifen auch auf Schnee easy to handle

Danke der breiten 4,8er Reifen auch auf Schnee easy to handle

Reifen und Fahrer könnten aber noch etwas mehr Bremsleistung vertragen, wobei die Bremse selbst auf den technischen Trails im North Shore mithalten konnte, solange es langsam und mit dicken Armen für viel Handkraft über Rockfaces und Skinnies geht.

Blizzard 2017 in Action auf dem Boogieman

Blizzard 2017 in Action auf dem Boogieman

Sortenrein, so funktioniert’s auch mit dem Schalten

Die Kraftübertragung auf die Reifen erfolgt über eine KMC-Kette, angetrieben mit Sram NX Kurbeln. Die 1×11 Schaltung, ebenfalls Sram NX, bringt genügend Bandbreite für Up- und Downhill, allerdings fehlt für schnelle Abfahrten oder auch ziehende Forstwege Drehmoment, denn mit dem winzigen 28T Kettenblatt ist bei 30 km/h fast schon Schluss. Löblich ist tatsächlich die Sortenreinheit, denn selbst das Innenlager und die Kassette sind von Sram verbaut, keine Mogelpackung also. Löblich ist der optimale Q-Faktor, das ist eine wesentliche Verbesserung zu den Vorjahresmodellen, bei denen noch breitere RaceFace Innenlagerachsen verbaut wurden.

Optimaler Abstand zwischen Kurbel und Kettenstrebe am Blizzard 2017

Optimaler Abstand zwischen Kurbel und Kettenstrebe am Blizzard 2017

Auch die Laufräder sind hochwertig aufgebaut und sogar ab Werk tubeless ready. SunRingle MuleFüt Felgen in 80mm Breite, WTB Speichen, Rocky Mountain Vorderradnabe – wahrscheinlich eine Novatec, und die hintere DT Swiss Nabe 350 Big Ride, eine haltbare und recht leichte Kombination.

DT Swiss Nabe und SRAM Kassette, schön durchgezogen!

DT Swiss Nabe und SRAM Kassette, schön durchgezogen!

Diverse Anbauteile sind wie auch die Vorderradnabe aus eigenem Hause. Vorbau, Lenker und Griffe kommen wie die Sattelstütze alle samt von Rocky Mountain selbst. Im North Shore hätten wir gut und gerne eine Dropper Post gebrauchen können, aus Gewichtsgründen macht die Rocky Mountain SL 30.9 aber mehr Sinn. Den Steuersatz steuert FSA bei, den Sattel kauft Rocky bei WTB zu.

An Befestigungsösen für Gepäck mangelt es nicht am Blizzard 2017

An Befestigungsösen für Gepäck mangelt es nicht am Blizzard 2017

Was bleibt?!

Das Blizzard 2017 ist die evolutionäre Fortsetzung der bisherigen Modelle des Rocky Mountain FATBikes. Für alle Eventualitäten gerüstet rollt das dick bereifte Blizzard 2017 selbstbewusst auf den härtesten Trails der Welt herum und schlägt sich hervorragend auf längeren Touren. Aus einem ursprünglich als Winterbike konzipierten FATBike wurde ein erwachsenes Ganzjahres-Fun-Gerät.
Wer Interesse am Blizzard hat findet es bei unserem Partner Alex im Shop*.

Fühlt sich am wohlsten in der Natur, wie sein Herrchen

Fühlt sich am wohlsten in der Natur, wie sein Herrchen

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