Neben den großen amerikanischen Marken wie Trek oder Specialized, die auch FATBikes im Portfolio haben, existieren natürlich auch kleinere Hersteller mit spezifischerem Angebot, vor allem auch in Richtung FATBike. Wir stellen euch die aktuellen Modelle der Big Five, oder besser der FAT Five aus den USA vor. Surly, Fatback, 9:ZERO:7, Salsa und Borealis sind zwar nicht die einzigen FATBike Hersteller aus USA, aber sind sind ganz sicher fünf der Bedeutendsten.

Surly Stahl-FATBike in Action (Quelle: surlybikes.com)
Surly Stahl-FATBike in Action (Quelle: surlybikes.com)

Surly Pugsley

Womit fangen wir an, klar, mit DEM FATBike. Kaum ein anderes Modell hat den FATBike-Markt so beeinflusst und geprägt wie das Surly Pugsley, eines der ersten kommerziellen FATBikes überhaupt rollt noch immer über den Weltmarkt. Nach wie vor baut Surly auf filigrane Stahlrahmen, die auch das Pugsley zum ultimativen Expeditionsbike für den Offroad-Einsatz machen.

Eins der Ur-FATBikes: Surly Pugsley (Quelle: surlybikes.com)
Eins der Ur-FATBikes: Surly Pugsley (Quelle: surlybikes.com)

Trotz des nur 142x12mm schmalen Ausfallende nimmt der asymmetrische Hinterbau Reifen bis zu 4,8 Zoll Breite auf, an der Stahl-Starrgabel passen mit 135x10mm Aufnahme bis zu 4,3 Zoll. Das Komplettbike kommt mit mechanischen AVID Scheibenbremsen und 11-fach SHIMANO SLX Antrieb. Serienmäßig rollt das Surly Pugsley auf 4,3″ Edna aus eigenem Hause.

Surly Pugsley auf Expedition (Quelle: surlybikes.com)
Surly Pugsley auf Expedition (Quelle: surlybikes.com)

Surly Ice Cream Truck

Mit etwas modernerer Geometrie für höhere Trailtauglichkeit steht bei Surly auch weiterhin der Ice Cream Truck zur Wahl, wie auch das Pugsley ebenfalls mit filigranem Stahlrahmen. Was für die Geometrie gilt, gilt auch für die Breite der Ausfallenden, die am ICT, wie Surly den Ice Cream Truck gern abkürzt, in ebenfalls moderneren Abmessungen umgesetzt sind.

Lebt auf breitem Fuß, der Ice Cream Truck von Surly (Quelle: surlybikes.com)
Lebt auf breitem Fuß, der Ice Cream Truck von Surly (Quelle: surlybikes.com)

197x12mm am Hinterrad, 150x15mm an der Stahl-Starrgabel. Das ermöglicht dann 4,8 Zoll Surly Bud & Lou Reifen für schweren Geländeeinsatz. Gebremst wird hydraulisch auf Tektro und mit der 12-fach SHIMANO SLX liegt auch mehr Spielraum in der Übersetzungsbandbreite an.

Zahlreiche nützliche Befestigungsösen am Stahl-Esel (Quelle: surlybikes.com)
Zahlreiche nützliche Befestigungsösen am Stahl-Esel (Quelle: surlybikes.com)

Surly Wednesday

Ein klein wenig schlanker und auch kürzer ist das Surly Wednesday. 177mm Hinterbau und serienmäßig 3,8 Zoll Surly Edna Reifen machen das ebenfalls trailtaugliche Surly FATBike etwas flinker. Durch den SRAM Antrieb erhält das Bike zusätzlich einen anderen Charakter.

Kein Sonntags-Kind, das Wednesday von Surly (Quelle: surlybikes.com)
Kein Sonntags-Kind, das Wednesday von Surly (Quelle: surlybikes.com)

Die Tektro Scheibenbremsen verzögern hydraulisch. Mit dem 69° Lenkwinkel und einem 73,5° Sitzwinkel dürften straffe Anstiege ebenso easy über die Pedale laufen wir steile Abfahrten.

Surly Wednesday mit 12-fach SRAM SX Eagle (Quelle: surlybikes.com)
Surly Wednesday mit 12-fach SRAM SX Eagle (Quelle: surlybikes.com)

Surly Big FAT Dummy

Big FAT Dummy ist sicher nicht unbedingt der Spitzname, mit dem dich deine Kumpels zum nächsten Bier rufen sollen. Dabei transportiert das FATBike in Überlänge auf seinem Gepäckträger eine Bierration für mindestens ein halbes Jahr, und zwar durch jedes Gelände. Mit einer Reifenfreiheit von bis zu 5,25 Zoll wühlt sich das Big FAT Dummy über sämtliche Hindernisse.

Der ultimative Expeditionspackesel (Quelle: surlybikes.com)
Der ultimative Expeditionspackesel (Quelle: surlybikes.com)

Ob zum einfachen Gütertransprot oder auf dem Weg zum Trailbuilding, Platz für Gepäck ist immer genug. Mit der 2×11 SRAM GX-Gruppe wird geschaltet, verzögert auf SRAM Level T. Ab Werk rollt der Dicke auf 4,3 Zoll Surly Edna.

Big Fat Dummy macht JEDES Abenteuer mit! (Quelle: surlybikes.com)
Big Fat Dummy macht JEDES Abenteuer mit! (Quelle: surlybikes.com)

Fatback Corvus

Rahmen sowie Gabel aus Carbon und mit 12-fach SRAM Antrieb ausgestattet war das Fatback Corvus 2018 vom Outside Magazine bereits zum FATBike des Jahres gewählt worden. Und auch heute noch macht das Corvus eine gute Figur. 69° Lenkwinkel und 73° Sitzwinkel sprechen für eine ausgeglichene Tourengeometrie mit Trailpotential.

Ein Klassiker von Fatback, das Corvus (Quelle: fatbackbikes.com)
Ein Klassiker von Fatback, das Corvus (Quelle: fatbackbikes.com)

Auch 5 Zoll Reifen sind kein Problem für das Corvus. Die FLT-Version setzt zumindest in Sachen Gewicht sogar nochmal einen drauf, denn dessen Rahmen wiegt nochmals 220g Weniger als das Standard-Modell. Beide Ausführungen sind mit unterschiedlichen Builds erhältlich, je nachdem, was der Geldbeutel hergibt.

Genauso klassisch wie das Corvus, nur leichter, das Corvus FLT (Quelle: fatbackbikes.com)
Genauso klassisch wie das Corvus, nur leichter, das Corvus FLT (Quelle: fatbackbikes.com)

Fatback Skookum

Mit dem Shookum geht Fatback an der Front gefedert an den Start, und zwar mit keiner geringeren als der Manitou Mastodon. Dazu ein 67,5° flacher Lenkwinkel und steiler 74° Sitzwinkel, aggressiver Garant für maximalen Fahrspaß im Trail.

Das Skookum ist hungrig nach mehr Trails (Quelle: fatbackbikes.com)
Das Skookum ist hungrig nach mehr Trails (Quelle: fatbackbikes.com)

Analog zum Corvus bietet Fatback auch das Skookum als FLT Variante an, mit noch leichterem Rahmen für noch mehr Speed und Kontrolle. Die jeweils erhältlichen Built-Kits sind ansonsten größtenteils identisch, bis auf den Preis, der auf Grund des hochwertigeren Rahmen beim Skookum FLT auch etwas höher ausfällt.

Das Skookum FLT ist noch hungriger nach mehr Trails (Quelle: fatbackbikes.com)
Das Skookum FLT ist noch hungriger nach mehr Trails (Quelle: fatbackbikes.com)

Fatback Rhino FLT

Das Fatback Rhino FLT bewegt sich geometrisch und hinsichtlich Einsatzgebiet irgendwo zwischen Corvus und Skookum von selbigem Hersteller. Gegenüber dem Vorgängermodell hat Fatback das Rhino FLT um fast 1kg abgespeckt. Je nach Gusto darf der Kunde zwischen Aluminium Starrgabel und Manitou Mastodon wählen.

Eine echter Dickhäuter, das Rhino FLT von Fatback (Quelle: fatbackbikes.com)
Eine echter Dickhäuter, das Rhino FLT von Fatback (Quelle: fatbackbikes.com)

Und auch bezüglich Antrieb hat der Kunde die Qual der Wahl. Es werden SRAM SX, NX und GX Setups angeboten. Die Preisrange ist entsprechend groß. Mit dem 69iger Lenkwinkel und einem steilen 74° Sitzwinkel sind Fahrspaß und Steigfähigkeit garantiert.

Fatback Rhino FLT in blau (Quelle: fatbackbikes.com)
Fatback Rhino FLT in blau (Quelle: fatbackbikes.com)

Was bleibt?!

Eine hochrangige Liste von FATBikes der ersten Stunde aus den USA, und die Erwartung auf den Teil zwei unserer Reihe der FAT five, mit den Protagonisten aus dem Hause Salsa, 9:Zero:7 und Borealis. Stay tuned, FatBoys, and Girls, and everyone between!

One Response

  1. Lukas

    Wenn Fatback doch nur einen europäischen Vertrieb auf die Reihe bekäme. Das Corvus ist DAS Traum-Fatbike für mich.

    Antworten

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