FATBike Streetrace: Abenteuer im Großstadt-Dschungel!

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FATBike Streetrace: Abenteuer Berliner Velothon mit dem “ Ku’dammracer“

Für einen von beiden wohl eine Begegnung der "Dritten Art"...

Für einen von beiden wohl eine Begegnung der „Dritten Art“…

Dass wir FATBiker eine Leidenschaft für ausgefallene Dinge (nein, nicht unsere Haare…) haben, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Und dass einige von uns sich immer wieder einen Spaß daraus machen, alt eingesessene Bikeveranstaltungen zu „highjacken“ und ahnungslosen Normalbikern einen gehörigen Schrecken einzujagen dürfte auch inzwischen bekannt sein.

Unsere heutige Story schlägt genau in diese Kerbe! Ulli ist soetwas wie ein FATBike Urgestein und begleitet uns praktisch seit dem ersten Tage. Zwei mal durften wir bereits FATBike Kreationen aus seinen Händen bei uns vorstellen. Doch diesmal hat Ulli noch einen drauf gesetzt!

Der Berliner Velothon ist ein City-Race, bei dem man für gewöhnlich mit einem Rennrad antritt. Nur würden wir dann ganz sicher nicht hier darüber schreiben. Ulli hat es damit getan:

Ullis "etwas" anderes Rennrad! (Quelle: Uli K.)

Ullis „etwas“ anderes Rennrad! (Quelle: Uli K.)

Wir sind vom FATBike Streetrace begeistert und haben mit Uli über knallharte Vorbereitung, Konzentration beim Rennen und den süßen Geschmack des Erfolges gesprochen!

Das Interview

Los Uli, erzähl mal! Wie hast Du Dich und Dein Bike auf das FATBike Streetrace vorbereitet?

Nachdem ich schon letztes Jahr viel Spaß mit meinem Army mit Lefty hatte wurde im Dezember die Idee eines FATRacers geboren. Das Spezialized FatBoy Expert mit seiner 80mm Geometrie wurde angeschafft und erst mal zerlegt. Nach Nextie Felgen und Hope Naben wurde eine Shimano XTR Bremse und 2×10 Schaltung montiert. FSA Carbon Parts rundeten das Ganze ab. So habe ich mich dann zum Velothon angemeldet. Der tägliche Arbeitsweg mit 26 Kilometern und die Geländefahrten mit dem Army FatBoy waren schon eine große Hilfe, so dass auch die Beine mitspielten nicht nur der Kopf.

Doppelt lecker: Specialized FatBoy "Army" und "Streetfighter" (Quelle: Uli K.)

Evil Twins: Uli’s FatBoys (Quelle: Uli K.)

 

Und welche Reifen hast Du für das FATBike Streetrace ausgewählt?

Nach langem warten habe ich kurz vor dem Berliner Velothon die leichten 4.8er Schwalbe Jumbo Jims bekommen und mit 100ml No Tubes Milch aufgezogen. Die ersten Proberunden im Berliner Stadtgebiet waren tip top. 30-35 km/h im Schnitt – da ist was zu machen.

Wie haben die andere Racer reagiert?

Die 60 Kilometer Stadtrunde (zusammen mit 11.500 Rennbikern) bin ich schon öfters mit dem Rennrad gefahren. Da hatte ich noch aus dem letzten Jahr eine gute Zeit zu Buche stehen, so dass ich mich in dem schnellen Startblock B platzieren durfte. Die Blicke der dort wartenden Rennradfahrer waren von erfreut, verwundert bis „wat will der den hier“. Schon lustig. Start frei!

Fährt vorn: Uli (Quelle: Uli K.)

Fährt vorn: Uli (Quelle: Uli K.)

Und weiter? Wie lief das Rennen?

Nach etwa 10 Kilometern kamen schon die ersten Respektsbekundungen der Rennradfahrer. Der „Ku’dammracer“ lag mit einem 30er bis 35er Schnitt gut im Rennen. Die Schwalbe Jumbos heulten die ganze Zeit bei einem Luftdruck von 0,8 Bar über den Asphalt. Die Havelchaussee im Grunewald runter waren es auch schon mal 45 auf dem Tacho. Auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof hatte ich mit Gegenwind zu kämpfen der gegen die Nexties drückte. Durch Kreuzberg und Moabit auf den letzten Kilometern wurde dann noch mal so richtig reingetreten, so dass der eine oder andere Rennradfahrer durch das nahende Abrollgeräusch freiwillig etwas Platz machte.

Wie läuft das bei dem Rennen so? Ist das knallharte Rennatmosphäre oder gibt es auch mal ein nettes Gespräch?

„Da war doch schon das Ein oder Andere, z.B. von einem netten Damen Race Team die auf dem Tempelhofer Feld: „Wollen wir den Dicken als Windabweiser nehmen?“ Aber im Großen und ganzen war viel lächeln und belächelt werden angesagt.“

Ergebnis?

Jubel bei der Zieldurchfahrt: 60 Kilometer in 2 Stunden mit 30er Schnitt. Ein Biker im Ziel sagte: „Fäääter Hammer!“. Ein anderer, den ich überholt hatte: „Wo ist der Motor?“. Also, alles im allem war es ein klasse Abenteuer mit dem Ku’dammracer .

Siegerpose! Verdient! (Quelle: Uli K.)

Siegerpose! Verdient! (Quelle: Uli K.)

Respekt! FATte Leistung! Was ist Dein nächster Plan?

Vielleicht kann man ja für das Jahr 2016 ein FAT-Bike.de Team mit Matt, Dan, Uli und anderen FAT-Begeisterten zusammenstellen!

Logisch, das klingt nach einem FATten Plan fürs nächste FATBike Streetrace!!!!

 

5 Responses

  1. Uli

    Hi Richard

    Mit dem Rennrad bin ich die 60 km mit einem 36er Schnitt gefahren . War natürlich Schneller im Ziel und hatte nicht so viele Schweißperlen auf der Stirn wie mit dem Kudammracer.

    Gruß Uli

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  2. Richard

    mich würde interessieren, welche Zeit du das Jahr zuvor mit dem Rennrad geschafft hast – also als direkter Vergleich zum Fatbike.

    Grüße!

    Antworten
  3. Uli

    Hallo Hauke

    Das hat schon Spaß gemacht ,vor allem die Gesichter der Mitstreiter waren schon ……..:))))))

    Das Bike hat ein Renngewicht von 12 kg . Vor allem die Schlauchlosen Schwalbe Jumbo Jims 4,8 haben zur Gewichtsreduzierung erheblich beigetragen.

    Gruß Uli

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  4. Hauke

    Super Uli!! Aber mit so einem geilen Fatty kann man ja nur gewinnen. Was wiegt das denn in Deiner Konfiguration?

    Begeistert

    Hauke

    Antworten

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