Start:

Bormio

Ziel:

Edolo

Kilometer:

69,27 km

Höhenmeter:

1.507 hm

Tourzeit:

4:56:03 Stunden

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Highs

– Endlich mal eine überschaubare Fahrzeit

– Landschaftlich wunderschöne Route

– 45 Kilometer bergab!

Lows

– Das Wetter. Regen und am Ende dünne 3 Grad am Pass.

– 100% Asphalt

 

Fahrbericht

FATBike Transalp

Die heutige fünfte (und leider auch schon vorletzte) Etappe hat die FATBike Transalp entlang der Heckmair Route von Bormio nach Edolo geführt. Dabei hatten wir diesmal nur eine Nuss zu knacken: den Passo Gavia. Wobei wir am Anfang nicht so recht glauben konnten oder wollten, dass die gesamte Etappe über Asphaltstraßen führt.

FATBike Transalp

Aber ich muss gestehen: diese Asphaltstraße hat es in sich! Nicht nur, weil es satte 25 Kilometer beziehungsweise 1600 Höhenmeter am Stück bergauf geht. Oder weil es auf der anderen Seite 45 (richtig gelesen: fünfundvierzig) Kilometer bergab geht. Im Ernst, noch ein paar Kilometer weiter bergab rollen und man ist am Mittelpunkt der Erde…
Nein, diese Straße ist wunderbar, weil sie eine klassische alte Passstraße ist. Eng an den Berg geschmiegt windet sich ein schmales Band aus oft löchrigem oder rissigem Asphalt zum Pass. Leitplanken gibt es nur selten, genauso wie Straßenmarkierungen. Auch Verkehr gibt es kaum, wenn überhaupt kommt mal ein Auto und ab und an ein Motorrad vorbei.
Egal, mit welchen Bike – diese Straße ist es einfach wert, gefahren zu werden!

FATBike Transalp

Leider hat uns das Wetter einmal mehr anständig einen eingeschenkt: Regen beim Start, dicke Wolken und Nebel auf dem Weg nach oben und am Ende schlappe 3 Grad auf dem Pass. Um dem sicheren Ende durch erfrieren zu entgehen – 45 Kilometer rollen mit nassen Klamotten ist nicht direkt geil – haben wir alles angezogen, was die Rucksäcke hergegeben haben. Verpackt wie Michelin-Männchen sind wir dann locker runter nach Edolo gerollt während Barny noch ein paar echt dicke Bilder geschossen hat…

FATBike Transalp

Da die Tour selbst eher unspektakulär war, nutze ich den Platz mal, um ein paar Worte zum Zustand von Mensch und Maschine zu verlieren!

Wie geht es uns?

FATBike Transalp

Wir wären wohl Maschinen, wenn die Strapazen und der wenige Schlaf der letzten Tage keine Spuren hinterlassen hätten. Tatsächlich geht es uns aber erstaunlich gut, es gibt kaum Verschleiß. Also Terminator und RoboCop on Tour?

Naja, nicht so ganz. 6 Stunden Schlaf pro Nacht hinterlassen Augenringe, der Horrortrip über das Schlappiner Joch hat an einigen Stellen Gefrierbrand hinterlassen und die Sonne am Scalettapass gab einen sauberen Sonnenbrand – vor allem an den Waden. Ehrlich, wer rechnet denn damit, dass man sich die Waden verbrennt wenn man bis zu den Knien im Schnee steckt… 😉

FATBike Transalp

Alles in allem geht es uns aber tatsächlich wirklich gut, mal schauen, ob es für die geplante 115 Kilometer-Tour morgen ausreicht.

Aber gut nun, WIR sind hier nur Nebensache. Daher die wichtigste Frage:

Wie geht es den FatBoys?

FATBike Transalp

Auch hier gibt es super Nachrichten! Wir gehen mit den FatBoys beim besten Willen nicht zimperlich um, treten voll rein wenns sein muss, werfen Anker bis die Bremsen qualmen und das Wetter hilft auch nicht gerade dabei, die Bikes zu schonen. Trotzdem ist zum Beispiel der Reifenverschleiß minimal. Gott sei Dank, immerhin schottern wir hier Reifen für mehr als hundert Euro das Stück runter.
Auch die Bremsen zeigen keine Auffälligkeiten, der Verschleiß ist trotz der Witterung minimal. Selbst der Lack zeigt sich standfest – bisher haben wir keine nennenswerten Kratzer oder Steinschläge. Nichts, was man mit etwas Politur nicht wieder hin bekommt.
Abgesehen von zwei Platten (immer ich…) laufen die Bikes auch unter Volllast zuverlässig.

FATBike Transalp

Allerdings stolpern wir mehr und mehr über einen Punkt: die bunte Mischung aus SRAM Schaltwerk, KMC Kette, SunRace Kassette und E13 Kettenblättern ist zwar gut gemeint, funktioniert aber leider nicht immer optimal. Vorallem wenn es schnell gehen muss liegen die Performance und der Schaltkomfort weit hinter zum Beispiel einer Shimano Deore XT Gruppe zurück. Die Schaltvorgänge dauern gefühlt eine Ewigkeit und sind oft alles andere als geschmeidig. Dazu ist die Kette sehr anfällig für Rost.

FATBike Transalp

Beim normalen Biken reicht das Zusammenspiel der Komponenten aus, unter den verschärften Bedingungen der FATBike Transalp würden wir aber beim nächstem Mal eher zumindest aufeinander abgestimmte Kette und Kassette – Shimano oder SRAM – verbauen.

Ansonsten bleiben wir bei unserer Einschätzung, dass wir die Tour mit nichts lieber gefahren wären, als mit unseren FatBoys. Ehrlich, wie lieben diese Bikes! Das leichtfüßige, präzise Handling und die endlose Traktion… Das ist es einfach!
Gerade die heutigen knapp 70 Kilometer auf Asphalt haben unseren Eindruck noch bestärkt. Ein FATBike ist in jeder Lebenslage ein zuverlässiger Begleiter.

FATBike Transalp

Wie ein FATBike auf andere Menschen wirkt, findet ihr exklusiv bei Red Bull unter www.redbull.com/fatbiketransalp

Das Wichtigste wie üblich zum Schluss: in Edolo gab es dann die ersehnte Dusche und das eiskalte Bier, leckere Pasta und eine Dose Red Bull.

Feierabend!

Einen Videozusammenschnitt haben wir heute nicht. Ihr seid sicher alle selbst schonmal auf einer Straße gefahren…

2 Responses

  1. Piet

    Passt zwar nicht zu dieser Etappe, aber schön zu hören, dass ihr euer Ziel erreicht habt. War sicher nen Mordritt heute. Gratuliere und Chapeau vor der Leistung.

    Freue mich euch wieder zusehen.

    Ciao BP

    Antworten
  2. DerMario

    Bin von den Bildern schwer beeindruckt! Ihr werdet klasse in Szene gesetzt. Nur schade, dass ihr schon wieder so eine Dusche abbekommen habt! Gute Weiterfahrt….
    Gruß
    Mario

    Antworten

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