Geil! Hammer! Mega! Es gibt eine ganze Menge Worte um Großartiges zu beschreiben. Die reichen aber alle nicht aus für unsere gerade absolvierte FATBike TwinTop Tour 2019! Denn was als kleine Ausfahrt mit ein paar anderen Verrückten gedacht war, wurde am Ende ein Event, dem nur das ultimative Superlativ gerecht wird: FAT!
Für alle, die diesmal nicht dabei sein konnten, fassen wir hier alles mal in ein paar Zeilen zusammen.

FAT sollte es sein!

Da sind (fast) alle drauf!

Als wir vor einigen Wochen den Artikel zur Tour veröffentlicht haben, gab’s danach wie immer ein kühles Blondes zur Feier. Unser selbst gestecktes Ziel war, mindestens 5 Teilnehmer zum Mitmachen zu überzeugen. Diese Messlatte wurde bereits gerissen, bevor wir ausgetrunken hatten. Beim Endstand zum Ende der Ausschreibungsfrist mussten wir uns selbst die Augen reiben: unserem Aufruf sind sage und schreibe mehr als 30 FATBiker und FATBikerinnen gefolgt! Eine Begeisterung, die über das gesamte Wochenende nicht abreißen sollte!

Erstes Gruppenfoto nach Start

Denn mal ehrlich: so eine Unmenge an dicken Pellen kriegst du selbst als selbst ernannter FATBike Redakteur nur sehr selten zu Gesicht! Da standen sie nun, mehr als 30 FATBiker vor den Toren des Sachranger Hofes. Und eine spannende Erkenntnis gab’s direkt oben drauf: auch die Sonne liebt FATBikes. Anders ist es kaum erklärbar, warum sie sich nach etlichen Wochen stoischer Abwesenheit pünktlich zum Start unserer Tour endlich gezeigt hat!

Kurze Lagebesprechung

Der Spaß war da aber sowieso schon nicht mehr zu stoppen. Treffpunkt war im Sachranger Hof, dessen leckeres Essen und super urige Bedienung man unbedingt mal selbst erleben sollte. Die meisten kannten sich ja nicht… Aber alle hatten ein gemeinsames Thema. So ging es gleich zur Sache und man hätte uns glatt für die netten Kegler aus dem Nachbardorf halten können – wenn wir nicht fast alle gängigen Deutschen und sogar einige Österreichische Dialekte mit am Tisch gehabt hätten! Dabei war gefühlt alles und jeder vertreten, einen so bunt gemischten Haufen interessanter Menschen hat man selten. So war es auch mit den Bikes – vom puristischen non-suspension Fatty bis zum High End Carbon Boliden, ohne Motor, mit Motor (sogar mit Ego Kit) ohne Gepäckträger oder sogar ein komplettes Lastenfatty. Alles war dabei.

Auf geht’s, Madeln und Buam!

Auf geht’s!!!

Dann endlich: Schlag eins. Start! Zur Priener Hütte muss du deine Fuhre gut 700 Meter senkrecht nach oben treten, zum Glück locker flockig verteilt auf ca. 8km Weg. Die Bedingungen waren optimal: der Schnee war herrlich griffig und weder pappig noch pulvrig. Irgendwann auf der Strecke kommt man dann aus dem Wald heraus und fährt durch offenes Gelände, mit gigantischer Aussicht und strahlendem Sonnenschein. Das sah dann bei uns ziemlich genau so aus:

Aber halt – es war trotz allem kein Erholungsurlaub! Denn kurz vor Erreichen der Hütte hat man noch eine richtig fiese Rampe zu bezwingen. So konnten wir uns Kaffee und Kuchen mit Maximalpuls verdienen und dem Schnee zeigen, wer der Herr bzw. die Herrin im Hause ist! Kaffee, Kuchen, Bier und Aussicht auf der Sonnenterasse der auf auf 1.410m Höhe gelegenen Hütte bezahlen aber für jede Mühe!

Der Wahnsinn in Wort und Bild

Hüttengaudi

Nach dem üppigen und äußerst leckern Abendessen stand dann direkt das nächste Highlight an. FATBike-Einzelkämpfer und Yukon Arctic Ultra Gewinner Flori (hier geht’s zur Story) hat uns einen packenden Vortrag über seine Abenteuer bei -35°C präsentiert. Dagegen wirkt die gerade beschriebene Rampe im Aufstieg direkt niedlich…

Da frierst du vom Zuhören…

Die Spannung war dafür um so größer – wie oft hat an schon mal die Chance, den Wahnsinn des „YAU“ aus erster Hand erzählt zu bekommen! So sind drei dutzend Augen- und Ohrenpaare gebannt Flori’s Ausführungen gefolgt und das eine oder andere Raunen ging durch die Menge…
Übrigens ist Flori auf dem direkten Weg zu etwas noch viel Krasserem. Wir werden kurzfristig berichten! Der anschließen geplante Feier-Abend wurde dann leider zum Feierabend, da die Hüttenruhe ab 22 Uhr galt und einem außer schlafen nicht mehr viel blieb. Für Flori endlich Zeit zum Abendessen:

Nur wenige Minuten nach dem Vortrag gab’s Abendessen… (Foto: F. Reiterberger)

Ach übrigens: Flori, von dem mancher Stadtmensch behauptet, dass er verrückt sei, hat die Nacht, ganz in YAU Manier, auf unsere Bikes aufgepasst:

Der coolste Schlafplatz. Im Wortsinn… (Foto: F. Reiterberger)

Eiskalt runtergeklettert

Abfahrt vor Traumkulisse

Große Ereignisse, so sagt man, werfen ihre Schatten unter die Augen. Damit war schnell erklärt, warum der eine oder andere am Sonntagmorgen nicht ganz so taufrisch aus der Wäsche geschaut hat. Das hat uns aber nicht davon abgehalten, bei strahlendem Sonnenschein den Weg nach unten anzutreten. Gute Laune pur, besser geht’s nicht: umgeben von sau coolen Leuten, haufenweise FATBikes, Sonne, gigantische Aussicht und eine 8km lange Talabfahrt. Kann das Leben besser sein?

Es kann!

Alles lacht, sogar die Sonne!

Denn dass es noch besser geht, haben wir bereits kurze Zeit später in Kufstein erlebt. Denn gemäß unserem Motto „TwinTop“ stand die zweite Auffahrt zum Weinbergerhaus an. Und die ist an sich schon eine Wucht! Landschaftlich extrem schön gelegen und mit einzigartigen Ausblicken auf Kufstein nimmst du die letzten Höhenmeter mit direktem Blick auf das Kaisergebirge. Die Auffahrt ist hart. Keine Frage. Der Berg schenkt dir nichts. Und schon garnicht, wenn du auf 1-2 Meter dickem Schnee fährst.

Am Ziel

Aber dann stehst du da oben, gute 800 Meter über den Dächern von Kufstein. Der Himmel blau, die Sonne warm. Um dich herum – mitten im Winter – mehr FATBikes als Ski und Schlitten. Überall wird gelacht und abgefeiert, gestern noch 30 Fremde die heute 30 Freunde sind. Dann weißt du: das ist einer dieser Momente im Leben, in denen alles passt.

Einer geht noch!

Sieht lecker aus…

Und weil ein gemeinsames Essen eine der schönsten Arten ist, um perfekte Momente mit Freunden zu feiern, haben uns Tobi, der FATBikende Hüttenwirt, und sein Team mit ihren berühmte Leckereien verwöhnt. Von den Strapazen der letzten beiden Tage keine Spur. Man konnte fast ein wenig Wehmut spüren, dass das Ende schon wieder greifbar war.

…und ist es auch!

Das Grande Finale war dann die Abfahrt. 800 Höhenmeter auf Schnee zurück in’s Tal. Und da jeder wusste, dass wir keinen Berg mehr rauf müssen, konnte man – zumindest auf den übersichtlichen Stücken, nochmal so richtig Gas geben und den Schnee genießen. Am Ende sind alle satt, glücklich und – vor allem – unverletzt im Tal angekommen.

Was bleibt?

Da guckst du…

Erstmal: ein FATFATFATtes Dankeschön an alle, die an der Organisation beteiligt waren. Insbesondere sind das Uwe, Boris und Matthias von Maxx, dank derer nicht nur die Organisation vor Ort top war sondern auch mehrere Fahrer ohne eigenes FATBike teilnehmen konnten. Aber genauso danken wir Euch allen, die Ihr dabei wart und teilweise mehrere 100km Anfahrt in Kauf genommen habt! Respekt! und ehrlich, FATBiken lebt durch Menschen wie Euch! Danke.

Fortsetzung folgt!

An einer Stelle mussten wir uns jedoch auch Kritik stellen – berechtigt, wie wir finden: wir machen sowas viel zu selten. Aber wir geloben Besserung und werden in Zukunft weitere solcher Event angehen. Ob im selben Rahmen oder anders werden wir sehen. Aber es wird einen Nachschlag geben. Unser selbst gestecktes Ziel beim nächsten Mal: dass es wieder mindestens genauso gut wird!

 

5 Responses

  1. Günter Peer

    Hallo Sportsfreunde,
    das war ein Event endlich mal richtig „FATTE“ Gespräche. Eine Tour unter Gleichgesinnten hebt den Spassfaktor enorm.
    Das Schreit ja nach mehr!
    Kleiner Wermutstropfen, die Österreichvertretung hat mit 2 Teilnehmern nicht gerade geglänzt!
    Gebts euch an Ruck, und seits das nächste mal dabei!
    Voll FAT durch den Winter,
    GÜNTER

    Antworten
  2. Tom

    Jo … ein Wochende nach meinem Geschmack. Perfektes Wetter, super Orga, interessante Gespräche mit etwas anderen Menschen … kein „Mainstream“ halt. Abschalten und die Seele baumeln lassen … das wollte ich und das hat perfekt geklappt. Danke an alle, die das möglich gemacht haben und die dazu beigetragen haben. Auf zu neuen Taten …

    Peace Tom

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  3. Matthias

    Ein großes Dankeschön an Dich MATT für deine Zeilen. Da erlebe ich das Wochenende gleich nochmal im Kopfkino. Besser hätte es nicht sein können und ich denke wir Alle hatten eine tolle Zeit auf unseren FATtis.
    Dem Flori wünsche eine extra Portion warme Kernenergie für seinen Radl-Ausflug in Alaska. Ich freu mich schon auf den Vortrag darüber.
    Bis zum nächsten X und bleibt senkrecht

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  4. Geissi

    Hallo,
    ich freue mich so für Euch, dass Ihr so einen mega tollen Event haben konntet. Bei uns in Basel, war diesen Sonntag ab 12:00 starker Sturm, auch in den Niederungen. Da hatte ich schon etwas Bedenken für Euren Anlass. So bin ich froh dass es derart toll für Euch aufging und hoffe, dass ich ein anderes Mal auch mitkommen kann.
    Respekt für Eure Leistungen, sowie die tolle Organisation,
    Fatte Grüsse Geissi

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  5. Frank

    Hey Jungs, echt stark! Wäre gern dabei gewesen, hat aber leider nicht geklappt. Nächstes mal vielleicht . Hab euren Bericht gelesen und dabei Gänsehaut bekommen….nicht wegen der Kälte sondern wegen der geilen Stimmung die ihr gehabt habt. Wenn ihr das nächste mal ein Event im Allgäu oder Umgebung plant, gebt bescheid ich kenne ein paar schöne Hütten, Strecken und Geheimtipps…
    Grip-Grip Hurra…

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