Wir sind ja laufend auf der Suche nach Zubehör, mit dem ihr Eure Fatties noch besser, praktischer, cooler oder einfach FATter machen könnt.
Normalerweise fällt einem hier ein Gepäckträger ein, Taschen, vielleicht eine Reisetasche oder auch Pogies. Heute haben wir mal was ganz anderes herausgepickt, ein Teil aus der Fahrsicherheitskiste und eine interessante Transportlösung. Was der Fork Cork* und die Sticky Fingers, beides von Miles Wide Industries, für uns FATBiker tun können gibt’s hier!

Fork Cork: pack die Badehose ein!

Kleiner Korken, große Wirkung?

Darauf, was der Fork Cork ist, kommt man eigentlich von selbst. Ein Korken. Für die Gabel. Naja, das war jetzt wenig überraschen, aber es ist im Grunde eine ziemlich smarte Idee: denn so wird das Steuerrohr der Gabel zum Stauraum. Die Anwendung ist so einfach wie einem Kind den Lutscher zu klauen: Gabelschaft innen sauber machen, mit einem beliebigen Inhalt befüllen, Fork Cork einsetzen und festziehen.

Einstecken…

Der Korken hält den Inhalt zuverlässig im Steuerrohr – und Schmutz draußen. Wir haben ein kleines Flickset in unsere Manitou gestopft. Alternativ kann man auch ein kleines Verbandsset, Geld, einfaches Werkzeug, einen Regenschutz oder eben eine Badehose in den Gabelschaft pressen. Das ist praktisch.

…festschrauben.

Cool, aber…

…wirklich Platz ist eben nicht in so einem Steuerrohr. Schon gar nicht, wenn es kaum länger als besagter Lutscher ist. Wer in Lycra gepellt auf sein XC Race Bike steigt mag im Steuerrohr wertvollen Platz finden um Dinge zu verstauen, die sonst die Aerodynamik zerstören würden.

Unsere Testladung

FATBiker hüllen sich nach unserer Erfahrung aber eher in Baggy Pants, sind mit Rucksack oder sogar Packtaschen unterwegs. So ausgerüstete FATBiker dürften hier eher begrenzten Mehrwert sehen.
Der Fantasie sind jedoch keine Grenzen gesetzt und wer z.B. immer einen Notgroschen oder für alle Fälle ein Flickzeug dabei haben will, wird mit dem Fork Cork* Spaß haben. Auch eine super Idee: eine LED Lampe als Notlicht im Steuerrohr, falls man mal wieder im Dunkeln aus dem Tippie des Häuptlings (oder, etwas weniger spektakulär aber dafür wahrscheinlicher: aus der Stammkneipe) kommt.

So passt das Ganze gerade so rein.

Auch, wenn eine Extremtour mit Überfallrisiko ansteht kann man so zumindest das Allernötigste irgendwie verstecken. Aber Achtung: da die Gabel von oben mehr schlecht als recht abgedichtet ist, kann sich von oben eindringendes Wasser im Gabelschaft sammeln. Wir empfehlen eine wasserdichte Verpackung!

Sticky Fingers: Bremsfinger 2.0

Keine neue Idee, aber geiler Kram!

Hand hoch, wer von Euch ist Anfang der 90er schon gebikt? Damals waren „Lever Grip“ DAS Ding! Kleine Überzüge aus Schaumgummi, welche man über die Bremshebel gezogen hat. In einer Zeit vor Lock-On Griffen und super breiten Lenkern waren die Lever Grips so etwas wie eine Lebensversicherung auf knackigen Trails bei Regen: wenigstens der Bremsfinger blieb so in Position.

Passt an alle gängigen Bremshebel. Zur Not: abschneiden!

Moderne Lever Grips heißen Sticky Fingers, sind aus Gummi und nach ergonomischen Gesichtspunkten gestaltet: Griffmulden für die Finger und eine der Biegung von Bremshebeln angepasste Grundform sind definitiv eine neue Evolutionsstufe. Und das Beste: es gibt sie – wie damals – in zig Farben! Die Montage ist dabei simpel: etwas Waschbenzin oder Bremsenreiniger auf die Bremshebel und die Sticky Fingers ein einem Zug aufziehen. Fertig.

Macht seinem Namen alle Ehre!

Too sticky to mount? Schlüpfrig dank Bremsenreiniger!

Die Sticky Fingers sind … sticky! Das weiche Gummi fühlt sich klasse an und haftet selbst nass noch gut an Handschuhen oder nackten Händen. Wir unterstellen mal, dass FATBiker überdurchschnittlich oft im Regen unterwegs sind. Die Sticky Fingers verringern hier die Gefahr, vom Bremshebel abzurutschen, deutlich. Und bringen so eindeutig mehr Sicherheit mit sich. Dazu schützen sie bei einem Crash die Bremshebel vor unschönen Kratzern. Im Falle unserer edlen Magura MT Trail Carbon Hebel, an denen die Sticky Fingers final gelandet sind, ein nicht zu unterschätzender Vorteil!

Safer Braking.

Und es gibt noch einen Mehrwert: im Winter isolieren die Sticky Fingers die Bremshebel. Wer z.B. mit nassen Handschuhen schon mal an den Bremshebeln fest gefroren ist oder ab und an mit Pogies ohne Handschuhe fährt, wird das sehr zu schätzen wissen!

Was bleibt?

Den Fork Cork halten wir für eine smarte Idee, die am FATBike jedoch nicht so recht ihre volle Wirkung entfalten kann. Das Handling ist gut, auch wenn wir dringend empfehlen, die innenliegenden Gewinde einzufetten. Wer schon immer auf der Suche nach dem letzten Quäntchen Stauraum war, findet hier die Antwort auf seine/ihre Fragen und kann diese hier kaufen*.
Die Sticky Fingers finden wir sau cool und werden noch ein paar mehr Bikes damit aufrüsten. Gerade der Schutzfaktor für die Hebel ist nicht zu unterschätzen, aber auch der weiche Griff und eben die bombensichere Positionierung des Bremsfingers sind echte Vorteile. Wir sind mal gespannt, wie sich das Material auf Dauer verhält und ob es lange elastisch und „sticky“ bleibt. Bis dahin: Zeigefinger drauf und Daumen hoch!

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