Iditarod Trail Invitational 1000? Schonmal gehört? Zugegeben, muss man nicht. Aber wenn man Abenteuer mag und FATBikes liebt, dann sollte man! Außer, man ist Flori Reiterberger. Denn dann MUSS man das Iditarod Trail Invitational Rennen kennen. Denn dann will man den 1.000 Meilen Wahnsinn mitten in Alaska mitmachen. Wahnsinn? Wahnsinn!

Das Iditarod Trail Invitational 1000 Rennen – des Wahnsinns FATte Beute.

The long road. (Quelle: iditarodtrailinvitational.com)

Iditarod – the world’s longest winter ultra-marathon. Nicht weniger bescheiden prangt es auf der Homepage dieser krassen Veranstaltung. Ein kurzer Blick auf die Fakten und man verspürt schon beim Lesen ein gewisses Zucken: der seit 2002 teilweise entlang des legendären Iditarod Trails ausgetragene Ultra-Marathon verbindet die Hauptstadt Anchorage mit dem Örtchen Nome. Die dabei zu bezwingende Strecke beträgt 150, 350 oder sogar saftige 1.000 Meilen (1.600km) auf denen bis auf ein paar Checkpoints wenig Abwechslung geboten wird. Und das bei Temperaturen, die oft und gern südlich der -50°C liegen. Na, Lust bekommen?

Flori, bitte kommen!

Wintertraining. (Foto: F. Reiterberger)

Ja, zumindest einer HAT Lust bekommen: Flori Reiterberger, das sympathische Urgestein aus Bayern, über dessen fulminanten Einstand beim Yukon Arctic Ultra („YAU“) wir einst berichtet haben. Nun ist es ja nicht so, dass das „YAU“ nicht die Beschreibung „Wahnsinn“ verdient hätte. Aber wer Flori kennt – und die Teilnehmer unserer erst letzte Woche ausgetragenen TwinTop Tour können das sicher bestätigen – weiß, dass sein Gehirn das gehörte Wort „Wahnsinn“ in „Abenteuer“ übersetzt. Aber was verrückt klingt, ist nur die halbe Wahrheit. Denn Flori ist ein absolut aufgeräumter und bedachter Typ. Und so ist der Abenteurer auch schon wieder auf dem Weg nach Alaska. Mit im Gepäck ist sein YAU Siegerbike von Maxx, der Jagamoasta, eine Menge Ausrüstung und was man eben so braucht um Bedingungen zu überleben, in denen selbst Wölfe und Schneefüchse lieber zu Hause bleiben.

Unterwegs im kleinen Kreis

Auch Training. Mit -5°C aber leider zu warm. (Foto: F. Reiterberger)

Allerdings geht es nicht nur Wölfen so – auch der mit weitem Abstand größte Teil der Menschheit bleibt dem Iditarod fern. So werden in 2019 gerade mal 16 Starter erwartet, die 1.600 Dollar Startgeld berappen um sich auf die volle Renndistanz zu begeben. Und nur 10 davon starten auf einem Bike. Der Rest läuft. Offen gesagt: wir haben auch keine Ahnung, was nun schlimmer ist… Egal. In diesem illustren Kreis der Extremsportler steht dann auch der Sieg weniger im Vordergrund – aufgrund der extrem dünnen Abdeckung der Strecke mit Streckenposten oder gar Notfallversorgung steht das gemeinsaem Er- und Überleben im Vordergrund.

Flori beim YAU… (Copyright: derekcrowe.photo/MYAU)

Wir haben im Vorfeld ein Interview mit Flori geführt, welches wir in Kürze hier veröffentlichen werden. Und soviel können wir verraten: Prädikat „Äußerst Interessant“! Also, dran bleiben und mitfiebern! Ein Live Tracking der Starter ist übrigens ab dem 24.02. hier möglich.

Was bleibt?

Selfi: Flori und sein Jagamoasta. (Quelle: Flori)

Unserer bereits angesichts der Strapazen des Yukon Arctic Ultra ausgedrückten tiefen Ehrfurcht ist ja eigentlich kaum noch was hinzuzufügen. Nun ist das Iditarod Trail Invention 1000 aber nochmal eine ganz andere Hausnummer. Daher wünschen wir Flori vor allem viel Glück mit dem Wetter, Nervenstärke, zuverlässiges Equipment und den unbeugsamen Willen, den es braucht, um diese Tortur zu überstehen. Und auch, wenn wir irgendwie gern selbst dabei wären sind wir ganz froh, dass Spektakel vom heimischen Kamin aus verfügen zu können.
Sobald Flori wieder in Deutschland ist werden wir uns umgehend zum Interview mit ihm treffen. Und wir hoffen, dass ihr genau so gespannt auf seine Berichte seid, wie wir es sind!

Bis dahin könnt ihr ihm jederzeit auf Facebook folgen.

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