Anfang dieses Jahres ist unser guter Freund und Extremsportler Flori Reiterberger zum vermutlich krassesten Ultramarathon der Welt aufgebrochen, dem Iditarod Trail Invitational. Wir hatten damals hier darüber berichtet. Leider konnte Flori aufgrund unerwarteter gesundheitlicher Probleme das Abenteuer nicht zu Ende bringen, und leider sind wir Euch den Bericht dazu auch schuldig geblieben. Bis heute! Denn Flori hat auf seiner Website einen ausführlichen Artikel verfasst, den wir Euch natürlich nicht vorenthalten wollten und deshalb heute hier in ungekürzter Fassung veröffentlichen. Viel Spaß beim lesen dieses spannenden Berichts, wir übergeben den Stift – aber hier stammen Text und Bilder von Flori Reiterberger!

Ach und übrigens: Flori hält immer wieder spannende Diavorträge über seine Abenteuer, wie beispielsweise während unserer TwinTop Tour Anfang 2019. Der nächste Vortrag wird am 07.11.2019 um 19:30 im Pfarrsaal Eggstätt (Seeonerstraße 10, 83125 Eggstätt) stattfinden. Mehr Infos gibt’s hier.

1000 Meilen quer durch Alaska. Fernab jeglicher Zivilisation. Allein auf sich gestellt. Ehrlich gesagt reizte mich das schon seit dem Yukon Arctic Ultra 2016. Und dies im Zusammenhang mit dem ITI, dem Iditarod Trail Invitational.

The long road. (Quelle: iditarodtrailinvitational.com)

Der Iditarod Trail wurde 1908 im Zuge des Goldrauschs gebaut, um Güter und Post vom Ozean ins Landesinnere zu transportieren. Heutzutage ist der Trail primär durch das Hundeschlittenrennen bekannt, welches seit 1973 jährlich im März ausgetragen wird. Etwas eher dazu starten aber auch zwei weitere Rennen, das Iditasport, welches von Fairbanks nach Nome führt und eben das ITI, welches von Anchorage nach Nome geht. Für mich persönlich stand aber immer fest, dass, wenn ich den Trail anpacke, ich in Anchorage starten will.

Im Februar 2019 war es dann soweit. Endlich, nach gut drei Jahren träumen und planen, ging es nach Alaska. Mitte Februar ging der Flieger nach Alaska. Mit an Bord wieder das Fatbike und gut 55 Kilo Ausrüstung, die aber zum Teil im Hotel blieb. Vor Ort hatte ich noch gut eine Woche Zeit, um mich an Temperaturen und Verhältnisse anzupassen. Aber auch organisatorische Sachen waren noch zu tun. Einkaufen, Equipment überprüfen und Pakete für das Postoffice herrichten und verschicken. Speziell letzteres ist für die 1000 Meilen durchaus wichtig. Zwar kommt man immer wieder durch Ortschaften, wo man auch Lebensmittel usw. einkaufen kann, aber ein paar andere Sachen voraus zu schicken kann nicht schaden.

Dass man bei solchen Events immer wieder auf bekannte Gesichter stößt liegt auf der Hand. Mit Tobias Boss und Ronnie Carrara war ich bereits 2017 beim Rovaniemi – Arctic Winter Race am Start. Immer wieder eine Freude bekannte Gesichter zu sehen und kleine Trainingsrunden zu drehen.

Trotzdem war der Zeitplan vor dem Start straff. Einweisung zum Rennen selber, immer wieder Equipment und Bike überprüfen. Bis ins kleinste Detail. Ende Februar war es dann soweit. Mit einem Shuttlebus ging es zum Start nach Wassil, welches gut 1,5 Stunden nördlich von Anchorage liegt. Dort gab es noch einen letzten Burger, bevor es dann in Richtung Wildnis ging. Und es ging gleich mal gut los. Bereits nach 3 Meilen der erste Verfahrer. Wenn alle links abbiegen fahr ich natürlich gerade aus. Und Ronnie und Erika van Meter, auch wie Ronnie eine 350 Meilen Starterin, hinterher. Gleich ein guter Einstand. Nur noch 997 Meilen, an denen ich nach Möglichkeit nicht falsch fahren sollte.

Nach etwas Suchen fanden wir aber sehr schnell wieder zurück auf die ursprüngliche Route. Wie schon im Yukon kam mit der Nacht die Kälte. Während das ITI bei ca. -15 Grad startete wurde es in der Nacht zwischen -25 und -32 Grad kalt. Um so wichtiger, dass die ganze Ausrüstung funktioniert. Auf dem Iditarod Trail ist man weit weg von allem. Allein in dieser Nacht musste ich zweimal erste Hilfe für stark unterkühlte Racer leisten. Natürlich hilft man sich gegenseitig, aber man muss trotzdem die eigene Sicherheit immer im Auge behalten. Leider war es speziell im zweiten Fall einfach schlechte Vorbereitung. Mitten in der Wildnis festzustellen, dass der Benzin-Kocher nicht geht kann böse enden. So erreichte ich mit gut 3 Stunden Verspätung dann den ersten Checkpoint.

Gerade einmal eine Stunde Schlaf und weiter ging es bei -25 Grad. Der Vorteil bei solchen Temperaturen ist aber, dass der Trail sehr hart und griffig und somit gut zu radeln ist. Trotz der Sonne dauert es aber meist bis Mittag bis die Temperaturen dann auf -10 Grad steigen. Sobald aber Wind aufkommt, sind die Temperaturen, trotz Sonne, mal schnell bei -20 Grad. Das schöne Wetter kann also trügen.

Der Weg zum nächsten Checkpoint, Skwentna Roadhouse, war dann gut und schnell zu befahren. Der Trail war sehr griffig und hart. Am späten Nachmittag erreichte ich diesen Checkpoint. Wegen der sehr kurzen Nacht zuvor beschloss ich, hier einen etwas längeren Stopp zu machen.
Um 03:00 wecken, weiter ging es um 04:00. Zeitgleich mit mir starteten auch zwei 350-Meilen-Biker in die Nacht. Sonnenaufgang war ja erst gegen 08:00 zu erwarten. Die sternenklare Nacht aber sorgte stellenweise für eisige -37 Grad. Abgesehen von einem kleinen Dorf mitten im Nirgendwo war der nächste Stopp dann Puntila Lake.

Der Weg dahin zog sich gefühlt wie eine halbe Ewigkeit. Und da die Sonne gegen 18:00 schon wieder verschwand war die Fahrt meist im Dunkeln. Nur der Scheinwerfer und der Trail. Ich habe es mir bereits im Yukon angewöhnt bei Verpflegungsstopps neben dem Trail ein kleines Lagerfeuer zu machen. Immer wieder faszinierend, wie ein kleines Feuer bei solchen Minusgraden Wärme spendet. Nach gut 20 Stunden unterwegs erreichte ich dann Puntila Lake und die Rainypass Lodge. Noch kurz etwas essen und dann schlafen. Mit den ersten Sonnenstrahlen wollte ich weiter über den Rainypass nach Rohn. Aber es kam anders…
Als Unterkunft diente eine „Mushercabin“, welche die Hundeschlittenführer vom Iditarod Sleddograce zum Schlafen nutzen. Was ich aber beim Abstellen von meinem Bike nachts nicht bemerkte war das Schmelzwasser, das vom Dach der Hütte tropfte. Und es tropfte genau auf eine Packtasche und vereiste sie. Da diese Taschen nicht wasserdicht sind wurde auch die darin eingepackte Daunenjacke nass. Und die gut -25 Grad sorgten dann abschließend dafür, dass das Ganze zu einem festen Klumpen Eis gefroren war.

Kurz gesagt: Zwangspause… Allein das Auftauen der Packtasche dauerte gut 2 Stunden. Nochmal 2 Stunden bis ich die Daunenjacke aus der Tasche bekam. Das Trocknen der selbigen nahm nochmals 7 Stunden in Anspruch. Also Planänderung. Nochmal schlafen bis 03:00 und weiter Richtung Rainy Pass.
Als ich startete war es noch stockdunkel. Der Sonnenaufgang aber zeigte, dass ich langsam in eine Region kam, die wohl das verkörperte, wie man sich allgemein das „Wilde Alaska“ vorstellt. Abgelegene Region, mitten in von Schnee bedeckten Bergen. Beim Sonnenaufgang war es einfach atemberaubend zu sehen wie die Sonne die verschneiten Bergspitzen zum Leuchten brachte.

Was aber weniger atemberaubend war der Trail. Sehr brüchig und weich. Kurz gesagt viel schieben. Hier hatten die Läufer nun einen großen Vorteil. Aber so ist es halt nun mal.
Weiter ging der Weg in Richtung Rainypass. Manchmal auch durch ein Flussbett durch. Der Weg selber wurde aber zunehmend immer besser und so war es möglich den gesamten Anstieg zum Pass, welcher der höchste Punkt der gesamten 1000 Meilen war, zu radeln.

Der Rainy Pass selber liegt schön eingezwickt in den Bergen. Ein kurzer Stopp war also Pflicht, bevor es wieder abwärts ging. Kurz ein Tee, etwas essen, die Aussicht genießen. Hinzu kam, dass es absolut windstill war und somit die Wärme der Sonne sehr gut tat. Gestartet bin ich ja nachts bei ca. -25 Grad. Da sind 0 Grad mal eine willkommene Abwechslung, zumal der Trail zu diesem Zeitpunkt noch gut durchgefroren war. Also ideal für einen ordentlichen Downhillritt talwärts. 😉
Je weiter die Abfahrt ins Tal ging, umso atemberaubender wurde die Landschaft.

Rennen hin, Rennen her… In solchen Regionen der Welt muss man einfach Zeit verlieren, statt gewinnen. Immer wieder bot sich ein sensationeller Anblick. Rhon, der nächste Checkpoint war mitten in dieser Landschaft. Hier diente der Fluss als „Flughafen“, eine Holzhütte in der Nähe war dann die Rhoncabin. Fürs ITI wurde hier ein Zelt als Schlafplatz aufgestellt. Warmes Essen gab es ebenfalls. Genau richtig für zwei Stunden Schlaf.

Nach der kurzen Pause ging es gleich wieder weiter in Richtung Nicolei. Ich wusste, dass die Nacht lang werden würde bis zur „Bears Cabin“, wo ich den nächsten Stopp geplant hatte. Alles wird so endlos, wenn man nur den Trail im Lichtkegel sieht und sonst alles schwarz ist. Hinzu kam noch, dass das Gelände sehr hügelig wurde. Viel auf und ab. Fünf Meter das Bike raufschieben, fünf Meter runterfahren. Das Ganze gefühlt fünfzigmal hintereinander. Bei dieser Passage spürte ich zum ersten Mal ein deutliches Stechen im Knie. Als würde eine Stecknadel unter der Kniescheibe stecken.

Aber es hilft nichts. Es muss weitergehen. Gefühlt verging eine halbe Ewigkeit bis ich um 03:00 morgens die Cabin erreichte, mit mir zusammen auch ein 350 Meilen Läufer. Eine kleine Holzhütte mitten im Nirgendwo. Aber mit Holzofen zum Einheizen und Kleidung trocknen, Kochen und warm Schlafen. Wenn auch nur für weitere drei Stunden. Danach ging es schon weiter Richtung Nicolei, dem ersten größeren Dorf seit das ITI gestartet ist.

Der Weg dorthin war verhältnismäßig einfach zu fahren. Fast keine Steigungen mehr, ein hartgefrorener Trail, kein Wind, strahlender Sonnenschein. Schon fast etwas zu schön. Am frühen Nachmittag erreichte ich dann endlich Nicolei. Ein Gemeinderaum wird dort dem ITI zur Verfügung gestellt, inklusive Küche und Koch, der (ohne zu übertreiben) die genialsten Cheeseburger der Welt zubereitet hat. Nur leider war er mit meinem Hunger etwas überfordert. Nach der vierten Bestellung war er weg, und ich noch hungrig… 😉

Für mich hieß es aber auch mal etwas Schlaf aufzuholen. Gut 33 Stunden radeln, davon gesamt nur fünf Stunden Schlaf, sowie der Schlafentzug aus der Zeit davor machten sich bemerkbar. Sieben Stunden gab ich mir zur Erholung, dann sollte es weitergehen nach Mc Grath, dem ersten Ziel.

Um zwei Uhr morgens wurde ich dann wach. Der Gemeinderaum füllte sich mit immer mehr ITI-Racern. Für mich also Zeit die Sachen zu packen, zu frühstücken und weiter nach Mc Grath zu radeln. Beim Zusammenpacken kam dann auch Peter Felten hinzu. Peter war ebenfalls auf den 1000 Meilen unterwegs. Mit ihm zusammen war ich schon in Finnland unterwegs gewesen. Er kam aber (fast) im T-Shirt in den Raum. Bei einem kurzen Gespräch sagte er mir, dass es zu tauen angefangen hat. Für mich eher unvorstellbar, da ich doch bei -15 Grad am Tag angekommen bin und es jetzt mitten in der Nacht war.

Aber er hatte recht. Null Grad waren es, als ich in Nicolei um 03:00 startete. Zwar kamen immer wieder Kältelöcher, aber es wurde sehr warm. Der Trail weichte rasend schnell auf und immer häufiger war Schieben angesagt. Später Nachmittag war es , als ich im 350 Meilen Ziel ankam. In Mc Grath wurde man herzlich von dem Hausbesitzer empfangen. Endlich eine Dusche, ein vernünftiges Klo und ein angenehmes Bett. Auch eine Waschmaschine durfte man nutzen. Und die war herzlichst willkommen. Einen Tag Pause wollte ich hier machen, um mich für die nächsten 650 Meilen zu stärken. Der Weg Richtung Iditarod wird hart. Der Trail weich. Durchs Schieben merkte ich immer wieder mein Knie, obwohl ich noch nie größere Probleme hatte. Aber es wurde wieder besser.

Gut gestärkt ging es nach einem Tag Pause zusammen mit Peter weiter. Mittlerweile waren die Temperaturen fest bei gut Null Grad und der Trail weichte immer mehr auf. Zwar war dieser noch griffig, aber nach Takotna, dem nächsten Dorf nach Mc Grath, wurde es hügelig. hinzu kam, dass es nachts leicht geschneit hatte. Also keine einfachen Bedingungen um zu radeln. Immer wieder musste ich schieben. Peter nahm etwas Tempo raus. Speziell in den Downhillpassagen konnte ich mit hoher Geschwindigkeit fahren.

Mit dem Sonnenuntergang erreichte ich Ophir, eine Geisterstadt, die ihren Ursprung wie viele andere Städte in Alaska mit der Goldgräberei hatte. Hier besitzen einige Privatleute noch Minen oder Jagdhütten. Eine davon stellt für das Hundeschlittenrennen immer einen Checkpoint. Und hier wurde jeder ITI-Racer gleich eingeladen zum Essen und Schlafen. Diese Einladung nahm ich gerne an. Etwas essen, zwei Stunden schlafen und dann weiter. Ich hoffte, dass mit der Nacht der Frost wieder in den Trail zurückkehren und ein schnelleres Vorankommen ermöglichen würde.

Kurz nach mir traf auch Peter ein, fuhr aber weiter, um noch etwas Strecke bei Tageslicht zu schaffen. Gegen Mitternacht ging es zurück auf den Trail. Ich wusste, dass Peter es bis zur nächsten Cabin schaffen wollte. Aber die Temperaturen waren immer noch bei null Grad. Und das nachts. Mein Ziel war es ebenfalls bis zur nächsten Schutzhütte zu radeln, merkte aber schon bald, dass es wegen des weichen Trails auf schieben rauslaufen würde. Gut 10 Meilen von Ophir entfernt traf ich dann auf Peter, der sein Zelt aufgeschlagen hatte. Also machte auch ich hier auch einen weiteren Stopp.

Die Bedingungen wurden auch durch den Schneefall, der eingesetzt hatte, nicht besser. Und in drei Tagen sollte ein Blizzard über Alaska hereinbrechen. Ich jedoch stand vor einer schwierigen Entscheidung. Mittlerweile machte mir mein Knie ernsthafte Probleme. Schieben war nur noch mit Schmerztabletten möglich, radeln ging wegen des weichen Trails nicht. Die Region, die vor mir lag, war abgeschieden und völlig leer. Wo sollte die Reise hingehen? Nach vorne ins risikoreiche Ungewisse, oder zurück Richtung Ophir wo ich zumindest wusste, dass da jemand ist? Kann ich die Knieschmerzen noch 600 Meilen bis Nome aushalten oder ist es sinnvoller abzubrechen?

Auch wenn es schwerfällt, aber manchmal Muss man die sportliche Motivation, die Abenteuerlust hinter den gesunden Menschenverstand stellen. Der Trail ist ja nächstes Jahr auch noch da. Oder in fünf Jahren. Somit fällte ich gut 20 Meilen außerhalb von Ophir die Entscheidung, das ITI abzubrechen.

Der Traum ist geplatzt. Aber die Entscheidung war richtig und auch wichtig. Nach gut 5 Stunden schieben kam ich mit letzter Kraft in Ophir an. Mein Knie machte mir starke Schmerzen. Ein Abwinkeln war nicht mehr möglich. Dass die Menschen im tiefen Alaska eine ganz andere Art von Zusammenhalt haben wurde mir hier deutlich bewusst. Als sie mich ankommen sahen und merkten, dass etwas nicht stimmt und nahmen sie mich sofort wieder bei sich auf. Vor einem anderen Problem stand ich aber noch. Wie komme ich von hier zurück nach Anchorage? Manchmal braucht man aber mehr Glück als Verstand, denn als ich tags drauf mir die Frage stellte sich heraus, dass alle hier Piloten sind und teils mit ihren Maschinen hergekommen sind. „Wir fliegen eh nach Anchorage, da kannst leicht mitfliegen. Ob einer mehr oder weniger spielt für uns hier keine Rolle.“

Einfach unglaublich. Diese Menschen kannten mich gerade einmal ein paar Stunden, und schon boten sie mir einen Rückflug nach Anchorage an. „Wenn jemand Hilfe braucht, dann wird geholfen. So läuft das hier draußen…
„Was es aber heißt aus dieser abgelegenen Region der Welt rauszufliegen, das bekam ich dann voll zu spüren. Wegen des Blizzards konnten die Maschinen nicht fliegen. Ganze acht Tage waren wir von der Außenwelt abgeschnitten. Fliegen war zu gefährlich. Auch als die Meldung einging, dass ein Flugzeug abgestürzt sei meinten sie nur: „Wir brauchen nicht los. Wir riskieren nicht unseren Arsch dafür, dass einer meint bei schlechtesten Flugbedingungen zu fliegen. Und vor allem wo suchen? Das Areal hier ist zu groß. Die bekannte Stecknadel im Heuhaufen“.

Die acht Tage wollte ich aber nicht einfach so rumsitzen und die Gastfreundschaft genießen. Je nachdem wie es mein Knie zuließ habe ich mich bei den täglichen Arbeiten am Checkpoint beteiligt. Heißt Hunde versorgen, deren Schlafplätze reinigen und füttern. Solches einbringen zählt da draußen mehr als Geld. Während dieser Zeit kamen immer wieder Sportler, die den Iditarod Trail aus eigener Kraft machen wollten. Viele sahen wir tags darauf wieder. Ebenfalls Abbruch. In diesen acht Tagen konnte ich vieles über die Lebensweise in der Wildnis Alaskas lernen, viele Geschichten hören und ein Stück Gelassenheit zurückbekommen. Dies alles ist aber privater Natur und hat hier nichts verloren.

Nach acht Tagen dann ging es zurück nach Anchorage. Ich möchte mich auf diesem Weg nochmals sehr herzlich bei der gesamten Checkpointcrew Ophir für ihre Gastfreundschaft und Hilfe bedanken. Diese Zeit mit euch werde ich nie vergessen.

Oft wurde ich nach meiner Zeit in Alaska gefragt, ob ich traurig oder enttäuscht bin, dass der Traum, die 1000 Meilen nach Nome, nicht in Erfüllung gegangen ist. Ehrlich gesagt nein. Ich habe wie schon so oft eine wahnsinnige schöne Zeit gehabt. Und alleine nur die acht Tage Ophir war eine Zeit, welche ich nicht missen will.

Und wie schon gesagt: „Der Trail läuft mir nicht weg…“ 😉

2 Responses

  1. Klein Andy

    Wo issn der Gefällt-mir Button, wenn man einen braucht? 🙂
    Nee, schöner Bericht, gefällt mir sehr gut! Die Tage bis zum Abbruch habe ich auf der Karte mitverfolgt.

    Antworten
    • Matt

      Servus Andy,

      nachdem wir fast 500 Beiträge geschrieben haben fragst Du JETZT nach einem „Gefällt-mir“ Button?!? Wir machen was falsch, hahaha. Nein, Spaß beiseite, danke für den Kommentar. Flori liest hier mit, wird ihn freuen!

      FATte Grüße

      Matt

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