Mit Norco und deren FATBikes hatten wir schon einige Berührungspunkte, und sehr angenehme noch dazu. Vielleicht erinnert ihr euch noch an unseren Ithaqua Test auf den wunderbaren North Shore Trails im schönen Vancouver, wo wir auch den Vergleich zum B+ Bike gewagt haben. Nun stößt Norco in elektrifizierte Gefilde vor und schiebt den FATBike Markt damit nochmal kräftig an.

In Deutschland bietet Norco 2020 das Bigfoot VLT 1 mit Manitou Mastodon Federgabel an, während dessen im Heimatland der Überseemarke zusätzlich noch das Bigfoot VLT 2 mit Aluminium Starrgabel im Laden steht. Aber nicht nur die Gabel macht den Unterschied.

Shimano Motor am Norco FATBike (Quelle: Norco.com)
Shimano Motor am Norco FATBike (Quelle: Norco.com)

Herzstück eines E-FATBikes ist neben den breiten Reifen natürlich der Motor, der vom integrierten Akku angetrieben wird. Mit 630 Wh steht dem Bigfoot VLT 1 reichlich Saft zur Verfügung, um den Shimano Steps E-8000 Motor für eine ausgedehnte Tour durch die Rockies, oder hilfsweise auch durch die deutschen Mittelgebirge, zu befeuern. Im in Kanada erhältlichen VLT 2 stehen nur 500Wh zur Verfügung. Sowohl Motor als auch Akku sind fließend und formschön im Rahmen beziehungsweise Unterrohr untergebracht. Damit bleibt Platz für 2 Flaschenhalter am Rahmen.

Innenverlegte Züge für aufgeräumte Optik (Quelle: Norco.com)
Innenverlegte Züge für aufgeräumte Optik (Quelle: Norco.com)

Für 4.999 EUR darf der VLT 1 Käufer in Deutschland eine SRAM NX-Eagle Schaltgruppe mit 1×12 Gängen erwarten. Gebremst wird mit der Guide T, ebenfalls von SRAM. Damit es bei E-FATBike typisch schnellerer Gangart nicht zu ungemütlich wird, werden die 4,6 Zoll Cake Eater Reifen von Terrene an der Front durch die massive Manitou Mastodon mit 100m Federweg unterstützt. Der Aluminium Rahmen schluckt am Hinterbau bis zu vier/achter Reifen, wem die vier/sechser nicht reichen sollten. Norco zieht die serienmäßigen Terrene Reifen auf SUN/Ringle Mulefut Felgen auf, die sich um KT-Naben drehen. Tubeless Aufbau ist damit also auch problemlos machbar.

(Quelle: Norco.com)
(Quelle: Norco.com)

Bei den Anbauteilen setzt Norco auf eine bunte Mischung von Komponenten aus eigenem Hause sowie von Samox, SDG und WTB. Die DropperPost von TransX bietet je nach gewählter Rahmengröße zwischen 100-130mm Hub. Mit 405mm hat die Rahmengröße S das kürzeste Sitzrohr, beim XL sind es 510mm.

Lebt auf großem Fuß (Quelle: Norco.com)
Lebt auf großem Fuß (Quelle: Norco.com)

Mit einem Lenkwinkel von nur 68° steckt das Trailgen auch im elektrifizierten Bigfoot VLT 1. Mit dem nur 50mm kurzen Vorbau wird die Wendigkeit nochmals unterstrichen und ein durchaus aggressiver Charakter angestrebt.

Im Schnee fühlt es sich am besten (Quelle: Norco.com)
Im Schnee fühlt es sich am besten (Quelle: Norco.com)

Was bleibt?!

Wir bleiben, bleiben dran! Norco, Norco bleibt auch dran, am FATBike. Sind wir schon zu zweit! Mit E geht dem kanadischen Hersteller hoffentlich auch die Puste nicht so schnell aus. Schade ist, dass ein wirklich beeindruckendes LineUp nicht vollständig in Deutschland angeboten wird und damit ein Großteil der Modelle den Nordamerikanischen Märkten vorbehalten bleiben. Das Norco Bigfoot VLT 1 E-FATBike ist aber erhältlich hier zu Lande.

One Response

  1. Stefan

    Salü,
    schön das es das Rad nun doch nach Europa schafft. Ich wollte es kaufen, aber vor sechs Monaten schrieben sie noch: kein Support. Gut so, denn das der Akku nicht entnehmbar ist, war für mich sowieso nicht akzeptabel. Bin gespannt wann ich es in echt sehen werde.
    Gruß Stefan

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