MeinFATBike: Specialized FatBoy Expert von Jürgen

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 Jürgen und sein Specialized FatBoy Expert

Jürgens FatBoy Pro in seiner vollen Schönheit! (Quelle: Jürgen B.)

Jürgens FatBoy Expert in seiner vollen Schönheit! (Quelle: Jürgen B.)

FATBikes sind Eure Leidenschaft? Dann seid Ihr hier richtig! Unsere Rubrik MeinFATBike stellt FATBikes unserer Leser vor und zeigt, mit wieviel Kreativität, Hingabe und Liebe so manches FATBike aufgebaut wird.

Diesmal stellt Jürgen seinen FatBoy Expert vor und erzählt seine Geschichte vom Umbau des Bikes – die wohl so einigen von Euch zumindest in ähnlicher Form bekannt vorkommen dürfte. Und los!!!

Liebe auf den ersten Blick

FATter Doppelpack. (Quelle: Jürgen B.)

FATter Doppelpack. (Quelle: Jürgen B.)

Es war so etwas wie Liebe auf den ersten Blick, als ein Freund von mir vor etwa einem Jahr mit diesem schwarz-roten FatBoy an kam. Gleich bei unserer nächsten Tour durfte ich das dicke Ding auf einem schönen Trail Probe fahren.
Es war, glaube ich, am nächsten Tag als ich zum Händler fuhr und mir auch eins bestellte. Nach einem Monat ungeduldigen Wartens kam es endlich an. Dann ging die Umbauerei auch schon los: zu den schwarzen Specialized Flat Pedalen gesellte sich ein 50 Millimeter Vorbau statt dem originalen 70er, wegen der damit besseren Handlichkeit des L-Rahmens.

Abwärts! (Quelle: Jürgen B.)

Abwärts! (Quelle: Jürgen B.)

Im April hatten wir dann ein viertägiges Freeride-Camp im Vinschgau gebucht. Drei Tage fuhren wir mit unseren Enduros mit, aber einen Tag lang wurden die FatBoys über die Trails gejagt in der Hoffnung an den anderen Enduros dran zu bleiben. Das gelang stellenweise auch, allerdings ließen unsere Dickerchen ein paar Federn dabei.
Erst wurde meine hintere Felge bei einem Durchschlag etwas „kalt verformt“ und kurz danach hatte ich meinen ersten Plattfuß hinten. Der FatBoy meines Freundes wehrte sich an diesem Tag gleich mit zwei Platten gegen das hohe Tempo.

Kein Stein blieb auf dem anderen…

Schwarz auf weiß: FatBoy rockt! (Quelle: Jürgen B.)

Schwarz auf weiß: FatBoy rockt! (Quelle: Jürgen B.)

Als Fazit dieser längeren Abfahrten wurde daheim bei meinem die total überforderte Deore Bremsanlage gegen eine Saint mit 203/180mm Bremsscheiben getauscht. Über die Sommersaison mit Gardasee-, Vinschgau- und Allgäu-Trails musste das Rad sich noch einige Änderungen gefallen lassen.
Ein breiterer Lenker mit 780 Millimetern kam dran, dann eine verstellbare Sattelstütze von KS mit 150 Millimeter Hub. Nachdem einige Teile am Rad von schlechter Qualität waren (Ritzelpaket, Kette, Nabenlager) wurden sie auch gegen Höherwertige getauscht. Dann brach die Aluachse der Hinterradnabe und wurde durch eine Stahlachse ersetzt.

Pimp my ride mit der Rock Shox Bluto

Jürgen hat mit seinem FatBoy schon echt schöne Touren erlebt... (Quelle: Jürgen B.)

Jürgen hat mit seinem FatBoy schon echt schöne Touren erlebt… (Quelle: Jürgen B.)

Jetzt lief mein FatBoy wieder top, doch das reichte mir irgendwie noch nicht. Ich hatte gesehen, dass Rock Shox eine Federgabel für Fatbikes anbot. So musste eine Bluto mit 120 Millimetern Hub her, allerdings passte die originale Vorderradnabe nicht in die Gabel.
Specialized hatte eine Nabe mit 135 Millimetern und Schnellspanner verbaut, doch für die Bluto braucht man eine Nabe mit 150 Millimetern Breite und 15 Millimeter Steckachse. Also bestellte ich eine Hope Fatsno Nabe und probierte sie selbst einzuspeichen. Das klappte dann, zu meiner eigenen Verwunderung, sogar recht gut. Positiv vermerkte ich, dass die Original Speichen beibehalten werden konnten.

Mein FatBoy fuhr sich jetzt gleich viel ruhiger und die Handgelenke wurden auch schön geschont. Verschiedene Reifen wurden natürlich auch ausprobiert. Die Ground Control waren nicht schlecht, aber der Lou vorne drauf brachte noch eine ganze Ecke mehr Grip.

Für den Winter wurden dann 45NRTH Dillinger 5 mit Spikes montiert, die fuhren sich hier im Allgäu bei viel Eis und Schnee sehr gut. Jetzt habe ich die 45NRTH Vanhelga drauf und vor kurzem in der Pfalz beim Dahner Fatbike Camp gleich mal ausprobiert. Was soll ich sagen, ich finde sie echt Klasse!

 Gesamturteil: FAT!

Piazza della FatBoy! (Quelle: Jürgen B.)

Piazza della FatBoy! (Quelle: Jürgen B.)

Übrigends habe ich seit etwa einem viertel Jahr Freeride Schläuche mit nur 185 Gramm pro Stück statt den Original Schläuchen mit 550 Gramm in den Laufrädern. Also ich finde der FatBoy fährt sich wirklich gut und ist trotz der schwereren Teile wie verstellbarer Sattelstütze und Federgabel mit seinen 14,8 Kilogramm auch nicht sehr schwer.

Es war für mich ein tolles „fättes“ Jahr und ich würde mich nur ungern von meinem FatBoy trennen , aber ein neues Projekt ist schon in Sicht: da ich gerne rumpelige Trails fahre bilde ich mir jetzt ein Fully-Fatty ein.

Was bleibt?

Was für eine Aussicht... (Quelle: Jürgen B.)

Was für eine Aussicht… (Quelle: Jürgen B.)

Jürgen war nicht nur einer der erste FatBoy Expert Piloten sondern auch einer unserer ersten Leser. Um so mehr freuen wir uns, ihn und sein Bike heute hier vorstellen zu können. Abgesehen vom bekannten Optimierungspotenzial des FatBoy Expert hat Jürgen sein Bike aber auch sauber auf seinen Einsatz auf Trails und schnelle Downhills zugeschnitten.
Auf die Fully Idee freuen wir uns schon und drücken die Daumen! Vielleicht können wir bald das erste MeinFATFully vorstellen!

 

Ihr möchtet Euer Bike hier vorstellen? Dann her damit! Dabei ist es völlig egal, ob Ihr auf einem lange ersehnten Bike im Serienzustand sitzt oder einen komplette Custom Aufbau habt! Schreibt uns an mail@fat-bike.de

6 Responses

  1. Oliver Schaaf

    Kristian und ich haben heute einen Schraubertag eingelegt und die f13 in 26″x3.00 Freerideschläuche verbaut. War schon ein mulmiges Gefühl die Reifen aufzupumpen.
    Wir stellten uns ständig die Frage“ Wann platzt er denn nun“.
    Hat aber alles gehalten.
    Uns ist aber aufgefallen das sich die Freerideschläuche bei gleichem Luftdruck etwas härter anfühlen. Einbildung ??? .
    Mal sehen was die erste Fatbiketour mit den neuen Schläuchen für Erfahrungen mit sich bringt.
    Da Kristian an seinem Bike eine Rock shox Reverb verbaut hat, wollte ich auch so etwas haben, ist bei mir aber eine Kind Shock Lev mit 125 mm Hub geworden. Schönes Teil.

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  2. Kristian

    danke für die Antwort. Die Schläuche sind bestellt und mit etwas Glück am Wochenende drin 😀

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  3. Jürgen

    Ja , es sind die 26×3,0″ F13 und ich hatte sie auch schon in den Ground Control 4,6 und im Lou 4,8 da haben sie auch gehalten.
    Bei einem Freund ist einer aber schon beim aufpumpen geplatzt.
    Scheinbar hatte ich bisher Glück damit.

    Gruß Jürgen

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  4. Kristian

    Sind das die f13 in 26″x3.00″ ? Größere hab ich nicht gefunden. Kann man die problemlos in 4.6″ -4.8″ fahren?
    Ansonsten ein netter Hobel.
    Gruß
    Kristian

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  5. Jürgen

    Servus Chris

    Da hatte ich noch die 550g schweren Specialized Schläuche drin mit etwa 0,4Bar.
    Jetzt habe ich schon seit 5 Monaten die 13F Freeride-Schläuche mit 185g montiert und seither keinen Platten mehr. Warum die dünnen Schläuche das bei mir aushalten , weiß ich allerdings auch nicht .

    Gruß Jürgen

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  6. Chris

    Hallo,
    schöner Bericht und schönes Bike!
    Mich würde interessieren ob die Platten im Vinschgau mit Schlauch passiert sind oder tubeless?
    MfG Chris

    Antworten

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