Ständig berichten wir für euch von unseren eigenen Erfahrungen mit FATBikes, und das mit großer Freude! Aber: auch unseren Lesern möchten wir die Gelegenheit bieten, sich die Begeisterung über FATBikes von der Seele zu schreiben und haben dafür vor Jahren die Kategorie „MeinFATBike“ geschaffen. Wir freuen uns sehr über die Einsendung von Roberto, der sich 2016 mit dem FATBike Virus infiziert und seine Sucht seither stetig zugenommen hat. Roberto, the stage is yours!

Meine FATte Geschichte: Wie ich zum Fatbike Fan wurde und mittlerweile vier fatte Boliden mein Eigen nennen darf

Ja, es gab wohl tatsächlich eine Zeit vor Fatbike, ich erinnere mich aber nur noch dunkel daran… Ich bin schon immer viel Radgefahren, sei es mit Mountainbikes, Tourenräder, Triathlon Bikes oder Rennräder. So kommt man schnell mal zu fünf verschiedenen Bikes (gleichzeitig!), man braucht ja für jeden Verwendungszweck ein anderes. Bisher habe ich mich, in meinen 47 Lebensjahren, an und mit 19 Custom Bikes ausgetobt. Um die Bikes so leicht und schnell wie möglich zu machen, habe ich viel daran rumgeschraubt sowie selbst zusammengestellt und aufgebaut. Seit einigen Jahren fahre ich täglich, egal bei welchem Wetter, 20 km in die Arbeit und dann auch wieder zurück. Für diesen Zweck hatte ich mir ein Tourenrad mit Rohloff zusammengestellt. Da ich im Winter öfter Probleme mit Bronchitis hatte, spielte ich schon länger mit dem Gedanken mir ein E-Bike zuzulegen, um meine Lunge zu entlasten. Dann sah ich zum ersten Mal im Leben ein Fatbike (Scott Big Ed). Ich war begeistert. Aber ich dachte, das ist wohl nichts für mich, denn wie sollte man mit solchen Reifen schnell fahren können? Aber das Aussehen des Fatbikes ließ mich trotzdem nicht mehr los.

Für alle Bedingungen gerüstet mit unterschiedlich bestückten Laufradsätzen.

E-Bike oder Fatbike?

Das war nun 2016 für mich die Frage. Die Lösung war beides in einem! Haibike oder Cube? Das Cube war zwar Preisleistungssieger, aber hatte eine deutlich längere Lieferzeit, als das Haibike FatSix Rc. Da Geduld nicht gerade meine Stärke ist, musste es das Haibike FatSix sein. Diese Entscheidung war auch unabhängig von der Lieferzeit, auf jeden Fall die Richtige für mich, ich würde es wieder so machen. 

Der Beginn einer langen Liebe: Roberto fand zum FATBike

Nun hatte ich also mein erstes Fatty! Natürlich konnte ich es nicht so lassen, wie es war. Es musste abspecken und zu „meinem“ werden. Rock Shox Bluto, Magura MT7, DT Swiss BR 2250, Syntace Vorbau, Lenker und Stütze aus Carbon. Nun trug es meine Handschrift.

Customized mit edlen Parts, für noch bessere Performance und geringeres Gewicht

Nachdem ich 2 Wochen begeistert damit rumgefahren bin, dachte ich, das ist so geil, sowas brauche ich auch ohne Strom. Schon kurz darauf bestellte ich das Canyon Dude. Wow, was für eine Rennmaschine!

Das zweite Pferd in Robertos Stall, der Canyon Dude

Durch die neue Fatbike-Liebe wurde mein Idworx Racing Ti Rohler (Titan Racing MTB mit Rohloff) zum Tourenbike (für Radurlaube) degradiert. Es bekam einen Gepäckträger, Ständer, Schutzbleche und rollt nun auf immerhin 29 x 2,6 Reifen (breiter geht leider nicht).

2018 wollte dann ein Freund, dass ich mal für ihn nach einem gebrauchten Fatbike schaue. Das Ende der Geschichte war, dass er immer noch überlegt und ich aber ein weiteres Fatbike kaufen musste. Ich fand den orangenen Fatboy Knaller mit mintfarbenen Reifen und musste es unbedingt haben. Es sollte mein neues Tourenbike werden.

Der FatBoy von Specialized verdrängte Robertos bisheriges Tourenbike

Es war klar, dass es optimiert werden musste, so bekam es eine Race Face Turbine Kurbel mit 36 Zähne, XT Schaltung und Bremsen, mit passendem Vorbau und Sattel. Zudem wurden ein paar Teile gelb gepulvert und ein paar schicke Tune Schnellspanner hinzugefügt. So war das neue Touren-Fatty, nachdem sich wirklich alles umdreht, erstmal fertig. Schön zu sehen, dass es so vielen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Dickes Cockpit am FatBoy!

Da das Fatboy keine Federgabel hatte und es trotzdem genial war, sollte auch das Canyon Dude ein weiteres Update bekommen. Ziel war es, das Fatty noch leichter und noch schneller zu machen. Durch die Carbon Starrgabel, Kuroshiro-Radsatz mit Tune Naben (natürlich Tubeless, wie mittlerweile alle meine Räder), Hope Kurbel mit 36 Zähnen (die Next war natürlich meine erste Wahl, diese hat aber mit meinen breiten Füßen nicht harmoniert), Schmolke TLO Sattelstütze, Carbon-Lenker Tune und Syntace Vorbau wurde das Fatty zum „Rennrad Jagdbomber“. Schon einige Rennradfahrer (natürlich keine durchtrainierten Elite Fahrer) sind vom Glauben abgefallen, als ich sie damit überholte. Wahrscheinlich fragen sie sich noch heute, wo ich Motor und Akku versteckt hatte.

Robertos Dude in freier Wildbahn

Dann hörte ich was von der Sram XX1 AXS und ich fand es genial, Schalten ohne Kabel! Ja das war die letzte Krönung für das Dude und ich bin wirklich mehr als begeistert davon. Die cleane Optik und die extrem schnelle Schaltperformance sind überragend! So wiegt das Bike jetzt fahrfertig 9,9 kg.

Edel aufgerüstet, der Dude mit Hope-Kurbel und der elektronischen Schaltung SRAM XX1 ASX

Mittlerweile verlor das Original Hinterrad des Fatboy seine Lauffähigkeit. Ein neuer Radsatz sollte her. Ziemlich leicht, stabil und sehr haltbar waren meine Wünsche. In 135 x 190, ist das gar nicht mehr so leicht von der Stange zu bekommen, merkte ich. Also, wer macht gute Laufräder? Ich bin dann bei der Suche auf german-lightnes.de gestoßen. Thomas Wilhelm schien mir sehr kompetent und ich orderte bei ihm einen Radsatz mit Tune Naben, Mulefüt 80 SL V2 Felgen und Sapim CX-Ray Speichen mit Alu Nippeln. Aber Tune Naben gab es schon keine mehr in schwarz und in der Größe, so dass mir Thomas die Hope Naben empfahl. „Die sind eine sicherere Bank, als Tune.“

Auch der FatBoy geht nicht leer aus: Upgrade mit SRAM XX1 ASX und Hope Naben

Dazu stellte sich mir natürlich die Frage, ob dann gleich ein Sram Rotor und die Sram AXS drauf sollen. Ist aber ganz schön teuer für einen Tourer! Egal, es schaltet einfach genial! Gesagt, getan.

Nun hat das Haibike tatsächlich schon 24.000 km drauf. Aus diesem Grund schaute ich mich mal nach einem neuen zweiten E-Fatty um. So habe ich im Winter auch die Möglichkeit, ein E-Bike mit Spikes und eins ohne griffbereit zu haben. Bisher fuhr ich ab November bis Ende Februar sicherheitshalber durchgängig mit Spikes, obwohl sie eher selten notwendig gewesen wären. Auf der Suche nach einem neuen E-Fatty, habe ich mir mal übers Wochenende das E-Lom (Carbon) ausgeliehen. Aber die Tatsache, dass kein Rad Shop in der Nähe was mit MPF anfangen könnte, wenn etwas an der Elektronik kaputt gehen würde, war es leider raus.

Quartett komplett?! Farblich abgestimmt, für jedes FATBike einen eigenen Helm.

Beim Urlaub 2019 in der Nähe von Rosenheim war ein Besuch bei Maxx ein Muss. Ein sehr sympathischer Laden mit kompetenten Mitarbeitern! Dort bin ich das Huraxdax ELS Probe gefahren, ein geiles Monster! Aber für meine Art von Fahren, hauptsächlich auf der Straße und auf Forstwegen, wäre ein Fully doch völlig übertrieben und unnötig schwer gewesen.

Neues Jahr, neues Modell

Wie der Zufall es wollte, war das Haibike FatSix 2019 Modell im Internet runtergesetzt und wartete förmlich auf mich. Wer hätte es gedacht, auch hier habe ich meine persönliche Handschrift hinterlassen. Zum Einsatz kam die Secialized FatBoy S-Works Gabel, mit ihren 600g (gekürzt) inklusive Achse ist sie genial leicht. Optisch wurde es als Limited Edition etwas knalliger. Einen haltbaren und leichten Radsatz hat mir Thomas Wilhelm mit Hope Naben, DT-Swiss Felgen und Sapim CX-Ray Speichen mit Alunippeln gefertigt. Dazu kamen noch meine Lieblingsbremse XT als Vierkolben Version, MCFK Carbon Sattelstütze, Syntace Vorbau, Tune Carbon Lenker und mein Sattel. Die Schaltung wurde auf Shimano 10-Fach mit XT Schaltwerk und Hebel umgerüstet. So fahre ich es auch auf dem Haibike 2016 und es funktioniert super für mich.

Antriebsstrang am elektrisch beschleunigten Boliden

Da ich sehr oft im Dunkeln unterwegs bin sind an den E-Bikes Lupine SLF (F=Fernlicht) mit dem Antriebs-Akku verbaut. Für die Anderen habe ich eine variable Lupine SLAF (Akkuversion). Für hinten ist an jedem Sattel ein Sattelstrebenhalter für das Rotlicht von Lupine dran. Ein Rücklicht für alle Bikes. Das ist mega praktisch, schick und die Lampen sind wirklich richtig hell.

Vorläufig sind meine vier Fatbikes so für mich perfekt, aber man weiß ja nie was noch kommt…
Schade, dass dieser kurze Trend nicht mehr Anhänger gefunden hat. Ich kann und will mir eine Welt ohne Fatbike nicht mehr vorstellen!

Fatte Grüße Moonbiker (Roberto)

Keep on rollin‘!

Was bleibt?!

Roberto hat sich dem FATBike trotz anfänglicher Zweifel vollständig hingegeben. Mit vielen täglichen Kilometern auf der Uhr sind die FATBikes ein wichtiger Teil von Robertos Leben geworden. Wir freuen uns mit dir, Roberto! Danke für die Story!
Wer auch Lust hat, seine eigene FATte Geschichte zu erzählen, kann sich einfach per E-Mail an uns wenden: mein@fat-bike.de.
Kette rechts und happy trails!

One Response

  1. marci

    wunderschöne Geschichte, wunderschönes Touren-Fatty! Danke für den tollen Bericht 🙂 Da fühlt man sich gleich nicht mehr so alleine 🙂

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