Schonmal ein Mondraker Panzer RR live gesehen? Wir auch nicht… Seltenes Ding. Schade eigentlich! Denn als wir seinen kleineren Bruder, das Mondraker Panzer R* Anfang des Jahres getestet haben, hat uns das Bike in Summe zwar nicht wirklich umgehauen. Aber der Rahmen… Dieser leckere Rahmen! Wenn Augen und Hände feucht sind, kann das nur eins heißen: müssen wir haben!
Beim Modell RR machen die Jungs aus dem Spanischen Elche dann auch so gut wie alles richtig und verbauen durchweg einen hochwertigen Teilemix.

Leider wird es den Mondraker Panzer RR in der 2017er Saison nicht geben. Dennoch wollen wir Euch das FATBike kurz vorstellen. Übrigens: Links zu unserem Partner Alex haben wir wie üblich mit „*“ gekennzeichnet.

Mondaker Panzer RR. Der Plan!

RR - der Rolls Royce unter den Panzern!

RR – der Rolls Royce unter den Panzern!

Aber warum im Oktober ein FATBike der gerade zu Ende gehenden Saison vorstellen? Na zum einen gibt es ja, wie bei FATBikes ingesamt hierzulande üblich, noch Restbestände. Und zum anderen hatten wir Dank Mondraker die Möglichkeit, einen Panzer RR aus dem Zentrallager käuflich zu erwerben, um ihn ab sofort als Arbeitstier einzusetzen!

Bisher hatten unsere „Ur-Fatties“, die Specialized FatBoy Experts, diese Rolle: als Teileträger haben wir laufend andere Räder, Reifen, Kurbeln, Schaltsysteme, Gabeln, und, und, und da rein gebaut. Wurde mal Zeit für was Neues, und genau dafür hatten wir schon länger ein Auge auf den Panzer geworfen. Und da steht das Teil nun!

Das Serienbike.

Kommt am Serienbike. Und kommt gleich weg! Race Face Aeffect Kurbel

Kommt am Serienbike. Und kommt gleich weg! Race Face Aeffect Kurbel

Alles zum Rahmen des Panzer mit seiner bissigen Geometrie könnt ihr in unserem Bericht vom April lesen. Der wesentliche Unterschied zwischen R und RR liegt in der Ausstattung. Shimano XT 1×11 (mit 11-42 Kassette), Race Face Aeffect Kurbeln, DT Swiss Laufräder und eine Rock Shox Reverb Dropper Post ergeben ein stattliches Gesamtpaket für jede Lebenslage.

Zwar nur in "Sport"-Version, aber dennoch leicht!

Zwar nur in „Sport“-Version, aber dennoch leicht!

Eigentlich sollten auch noch leichte Kenda Juggernaut Pro 4.0 Reifen montiert sein, unser Modell kam aber leider mit der gewichtigeren „Sport“ Version (Drahtreifen, ca. 1.200gr. pro Stück).
Und weil eigentlich alle, die gern schnell sind, auch gern schnell wieder langsam sind… Ach, das wird jetzt zu kompliziert. Kurz: Sram Guide – super Bremse!

120mm Federweg fügen sich perfekt in die Geometrie des Panzer

120mm Federweg fügen sich perfekt in die Geometrie des Panzer

So aufgerüstet bringt der Panzer RR gänzlich „unpanzerische“ 14.2kg (ohne Pedale) auf die Waage. Wirklich ein „Leichtgewicht“ ist er damit nicht, aber immerhin ist die Dropper Post schon dran. Und der Rahmen ist immer noch so unverwüstlich wie das Gerücht, FATBikes würden schwer rollen.

Die Rock Shox Reverb Dropper Post ist Serie!

Die Rock Shox Reverb Dropper Post ist Serie!

Dieses Paket lässt sich Mondraker allerdings auch mit stattlichen 3.599,- Euro bezahlen, wobei man aktuell sicher das eine oder andere Schnäppchen* machen kann. Insgesamt ist der Mondraker Panzer RR aber auch ein rundum-sorglos Paket mit alltagsgerechter Ausstattung.
Und wer an der leider nach wie vor wenig alltagstauglichen Shimano 1×11 Schaltung keinen Gefallen findet, kann das Mondraker Panzer RR mit überschaubarem Aufwand auf 2×11 aufrüsten oder einfach die deutlich praxisgerechtere (aber leider auch wenig sexy) 2017er XT Kassette mit 11-46 Zähnen montieren.

UNSER Bike.

Edel und bleibt: DT BR2250 Laufrad (bereits mit Fattystripper Bling Tape)

Edel und bleibt: DT BR2250 Laufrad (bereits mit Fattystripper Bling Tape)

Soviel zum Serienbike. Dass es in dieser jungfräulichen Erscheinung bei uns aber nicht zum Einsatz kommen wird, liegt bei einem Testbike nah… Daher werden wir zuerst mal die DT Swiss Laufräder auf tubeless umbauen. Die Reifen kommen auch in’s Lager und werden durch welche mit dickeren Stollen ersetzt. Außerdem werden wir Vorbau (zu kurz) und Lenker (zu uncool) gegen was Lässigeres tauschen.
Außerdem bereits auf der To-Do Liste: die zu breite Kurbel (Matt wird das Bike fahren und seine John-Wayne-mäßigen O-Beine mögen schmale Baubreiten) raus reißen und durch eine Variante ersetzen, die sich hauteng an den Rahmen schmiegt.

Der Sram Guide R Bremse verpassen wir eine größere Scheibe

Der Sram Guide R Bremse verpassen wir eine größere Scheibe

Die 180mm Bremsscheibe vorn ist uns per Definition zu klein (Bremsleistung ist wie Biergeld – kann man nie genug von haben!), Pedale fehlen ja auch noch und irgendwann muss ein zum verwöhnten Hintern passender Sattel drauf. Wir haben einiges vor.
Dabei werden wir fast ausschließlich auf Teile zurück greifen, mit denen wir bisher wenig bis keine Erfahrungen gesammelt haben.

Naja, dann wiegen wir das Kunstwerk, fahren eine Weile damit rum und fummeln alle Nase lang neue Parts dran. Und dann wissen wir bereits von ein paar sehr spannenden 2017er Produkten, die ganz sicher ihren Weg an dieses Bike finden werden.

Was bleibt?

PANZER FAHR'N!!!

PANZER FAHR’N!!!

Mit dem Mondraker Panzer RR bekommen wir mal wieder ein sehr spannendes und wenig bekanntes Bike in die Garage. Wir sind gespannt, wie wir auf Dauer mit der rassigen, stark Trail-orientierten Geometrie klarkommen und freuen und schon darauf, an allen Ecken und Enden den Schraubenschlüssel anzusetzen.
Das Coolste haben wir uns aber für den Schluss-Satz aufgehoben! Denn ab sofort können wir auf die Frage, was wir im Alltag fahren, antworten: EINEN PANZER!!!! 🙂

10 Responses

    • Matt

      Hi Micha,

      nein, keine Chance. Ist zwar üppig Platz, aber für den Snow Shoe 2XL reicht es (mal wieder) nicht…

      FATte Grüße

      Matt

  1. Octavian

    Hab mein rr in einem spanischen online shop für knapp unter 2k geschossen.
    Geliefert wurde das vorne mit dem Kenda Jgnt Pro vorne und dem Sport hinten…
    Also ist das immer ne wundertüte was man bekommt 🙂
    Der Rahmen ist fantastisch ( davor probegefahren Specialized, S-works und Bergamont deer Hunter) verarbeitet und lackiert. Leider hat der Praktikant die Grafiken gestaltet und so harmonieren die Gelbtöne der Logos weder untereinander noch mit dem im Grunde sehr schönen Blauton. Und auch wenn Mondraker ein cooler Name ist, da muss man nicht den gesamten Rahmen mit vollpflastern (acht Brandings nur am Rahmen…) Die Decals sind unter einer Klarlackschicht (wie gesagt die Verarbeitung ist top), also wer sich wie mich daran stört ( bin selber Grafiker darum gehe Ich auf diese Details so ein) wird um eine Neulackierung nicht herumkommen.
    Ich plane mir ein Decalset aus refektierender Folie zu plotten und überzukleben…

    Der mitgelieferte Aluminium Lenker wurde durch ein syntace ausgetauscht, ebenso der Vorbau durch einem 10 mm längeren und Griffe die mehr Durchmesser haben. Die Qualität der mitgelieferten Originalteile (onoff/ Hausmarke) ist voll in Ordnung, ich hatte das Zeugs nur rumliegen bzw billig in der Bucht geschossen.
    Hauptmotivation war mehr bling und minimal verbesserte Geometrie.
    Das wichtigste/sinnvollste Upgrade war jedoch für mich vorne auf ein 34t kettenblatt zu gehen damit man auch im Flachland mal vorwärts kommt. Vielleicht wer den das vorne sogar 36t werden…der Tausch der Kettenblätter vorne ist unproblematisch mit dem passendem Werkzeug.
    Als nächstes steht der Umbau auf tubeless an und Reifenwahl für den Winter in Norwegen. Aktuell hab Ich jumbo Jim 4.4 mit Schläuchen drin.
    Zur rahmengrösse: Ich bin 1,81 klein und habe die empfohlene rahmengrösse L genommen. Mit dem extrem kurzem Vorbau ist die geometrie sehr gut, Ich frage mich aber ob rahmengrösse M und ein längerer Vorbau nicht etwas spritziger im gelände wäre.

    Bin sehr auf eurem Kurbelumbaubericht gespannt.

    Antworten
    • Matt

      Hi Octavian,

      vielen Dank für Deinen ausführlichen Erfahrungsbericht! Den Vorbau haben wir auch sofort geändert, jetzt ist ein 50mm Answer Teil montiert (Artikel zu den Umbauten folgt), ein 34er Kettenblatt (samt Hope Kurbel, Umbaubericht kommt kurzfristig) ist auch schon dran.
      Wegen Winter – schau mal unter den Artikel zum Vee Tire Snow Shoe 2XL, da haben wir in einem Kommentar ein paar Winterreifen erwähnt. Das ist sicher interessant für Dich – denn der 2XL passt leider definitiv nicht in den Panzer…

      FATte Grüße

      Matt

  2. Hermann Rose

    hey…bei mir ist es ein Stevens Mobster…eigentlich zufrieden mit den engeschraubten Werksteilen….das einzige was ich die Tage dran ändere sind die Bremsen es kommen dann die Magura MT7 dran und hinten eine 4,8 Decke …Optik …da mehr ein Asphaltbike… HALT SCHON FAST EIN OPA….

    Antworten
    • Matt

      Hi Hermann,

      ui, MT7! Das ist ein fieser Anker! Falls Du mal eine senkrechte Wand runterfahren musst wird Dich die MT7 trotzdem sicher zum stehen bringen! Viel Spaß damit! Wir testen demnächst den Fattyslick von Vee Tire. Könnte für Dich interessant sein!

      FATte Grüße

      Matt

  3. Florian

    sensationell ist die blaue Farbe des RR Rahmen find ich 🙂 das kommt das senfgelb des neuen R nicht mit. Das RR hat mir auch zugesagt aber dann wurde es bei mir zum Fat-Einstieg doch ein Cube… Das neue R hat aber wie es aussieht auch wieder die Race Face Kurbel als einfach montiert? Mal schauen ob ich meine Race Face am Nutrail Race auch tauschen werde da die meisten echt breit baut – bin gespannt was Ihr so an Eurem Panzer montieren werdet…

    Antworten
  4. Olli

    Hallöchen.
    Toller Bericht, war Klasse zu lesen. Was ich aber nicht verstehe: Wenn Ihr doch fast alles am Bike ändert (Reifen, Felgen, Kurbel, Scheiben, Lenker, etc.), warum habt ihr dann das RR Modell gekauft und nicht das günstigere R Modell? Es ging doch im Prinzip nur um den Rahmen.
    Gruß Olli

    Antworten
    • Matt

      Hallo Olli, hallo Rainer,

      vielen Dank für eure Kommentare, die wir einfach beide zusammen beantworten. Natürlich habt ihr recht – den Aufbau eines individuellen Bikes beginnt man am einfachsten mit dem nackten Rahmen.
      Wir hätten aber viele Teile vom Panzer RR sowieso verbaut – XT Schaltung, DT Räder, Reverb Stütze, Guide Bremse, etc.
      Sogar die Juggernaut Pro wären erstmal drauf geblieben, wenn sie verbaut gewesen wären.
      Außerdem bauen wir auch nicht alles gleich um, wir müssen die Teile noch final auswählen und besorgen. So lange schreiben wir über das, was dran ist – eine Race Face aeffect Kurbel hatten wir z.B. noch nicht in den Fingern.
      Am Ende verbauen wir viele Testparts nur vorübergehend, daher ist es sinnvoller ein komplettes Bike zu nehmen und öfter mal was umzuschrauben.
      So in Summe macht das dann auch wieder Sinn.

      FATte Grüße

      Matt

  5. Rainer

    und war es nicht möglich sich einfach nur einen Rahmen zuzulegen, wenn man am Ende eh fast alle Teile austauscht?

    Antworten

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