Moonlander, das FATBike von Surly

Surly, das Urgestein unter den FATBike Herstellern, wartet gleich mit drei Modellen auf. Wobei, eigentlich hat Surly sogar noch ein weiteres in petto. In der Kategorie OmniTerra bietet Surly vom Pugsley, über das Pug Ops bis hin zum Moonlander drei Ausstattungsvarianten an. Das vierte Bike der Riege ist das Surly ECR, ein 29er Tourenbike mit 3 Zoll Reifen. Es zählt aber, wenn man es richtig nimmt, nicht wirklich zur Gattung FATBikes, viel mehr ist es etwa ein Hybrid.

Moonlander FATBike von Surly

Der Urspung des Fatbiking

Was viele neue FATBike Fans vielleicht nicht wissen: Auf den Erfahrungen von Surly und den damaligen Entwicklungen, die bis 1999 zurück reichen, basieren die meisten heutigen FATBikes.Das original Surly Pugsley spielt dabei die entscheidende Rolle. Für die benötigte enorme Reifenbreite musste sich Surly schon damals etwas einfallen lassen, vorallem auch um eine sinnvolle Kettenlinie erreichen zu können.Eine 3-Fach MTB-Kurbel mit 100mm Innenlager kombiniert mit den 3,7 Zoll breiten Surly Endomorph Reifen war eine Aufgabe für sich. Surly löste das Problem mit einer 170mm breiten Hinterradnabe. Dieses Maß findet auch heute noch bei FATBikes erfolgreich Anwendung. Um noch breitere Reifen jenseits der 4 Zoll zu nutzen, muss auf 2-fach oder 1-fach Kurbeln umgesattelt werden, wie es heute auch einige Hersteller tun. Wer eigene Berechnungen hinsichtlich der möglichen Reifenbreiten anstellen möchte, kann sich auf der Surly Website eine handliche Tabelle als PDF herunterladen, mit geometrischen Angaben zu Reifen und Rahmen.

Breitere Reifen hat keiner!

Alle Surly FATBike Rahmen sind aus doppelt konifizierten CroMoly-Stahl Rohren gefertigt, typisch für Surly, und werden in fünf Größen angeboten. Das kleine Dreieck hinter dem Sitzrohr ist in jedem Fall nicht nur Stabilisierung des Rahmens für lange Sattelstützen, sondern viel mehr ein Erkennungsmerkmal der traditionsreichen Marke. Auch die Gabel ist für alle drei FATBikes identisch aus CroMoly gefertigt. Die beiden günstigeren Modelle Pugsley und Pug Ops sind jedoch jeweils mit 3,8 Zoll FATBike Reifen von Surly auf 82mm breiten Felgen ausgestattet, während unser favorisiertes Topmodell Moonlander gewaltige 4,8 Zoll Reifen auf fetten 100mm Reifen zu bieten hat. Aber nicht nur bei den Reifen ist das Moonlander den anderen Modellen von Surly voraus.

Durch Sand und Schnee

Die robusten Laufräder des Moonlander mit Shimano XT-Nabe bzw. Surly New Disc Nabe vorn, eingespeicht mit 2,0mm DT-Speichen in Surly Alufelgen. Bereift ist der Stahl-Bolide mit Bud und Lou. Sicher unempfindlicher für Temperaturschwankungen bei Ausritten in die Wüste oder den Schnee, warum Surly aber mechanische Scheibenbremsen verbaut bleibt unklar, auch wenn diese zugegebener Maßen wirklich gute Bremsleistung vorweisen können.

Robuste Ausstattung am Surly Moonlander

Bei der Schaltung baut Surly auf die 2×10 Kombination, ein guter Kompromiss aus Haltbarkeit, Wartung und Übersetzungsbreite. Der Mix aus SLX und XT wirkt solide. Canecreek Steuersatz, Avid Bremshebel passend zur BB7 und in Kaloy Vorbei eingespannter Salsa Lenker, sicher nicht High-End, solide sind diese Parts allemal und erfüllen damit sicher auch die Erwartungen eines FATBike Kunden. Selbst die Farbe des Surly Moonlander suggeriert Haltbarkeit. Das FATBike kommt in zeitlosem Metallic Sand, anders als Pug Ops und Pugsley, die in Canvas Green und Real Blew geliefert werden.

Fazit

Mit der Traditionsmarke Surly darf der Käufer FATBike Erfahrungen erwarten, wie es nur bei wenigen anderen Herstellern kann. Für das Topmodell Moonlander gibt es dank der enormen Reifenbreite kaum Alternativen. Das filigrane Surly Moonlander aus Stahl ist ein FATBike, wie es seines Gleichen sucht.

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