Skyline Test: Der FATBike Laufradsatz von Tune

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Ende letzten Jahres hatten wir im Rahmen unserer Laufradserie auch den Tune Skyline FAT Laufradsatz vorgestellt und bringen nun den versprochenen Skyline Test. Die extrem leichten Räder haben wir mit den ebenso leichten Kenda Juggernaut Pro bespannt und alles im S-Works FatBoy verpackt einmal quer durch die Wälder gejagt.

Leichtfüßig: S-Works FatBoy mit den Tune FAT Skyline Test Laufrädern

Leichtfüßig: S-Works FatBoy mit den Tune FAT Skyline Test Laufrädern

Die Skyline Test Vorbereitungen

Da der Tune FATBike Laufradsatz Skyline mit „normalem“ 10/11-fach Freilauf ausgeliefert wurde, konnten wir uns zu allererst mal am Umbau des Freilaufes probieren. Dank des speziellen Werkzeugsets von Tune war das Wechseln des Freilaufes kein Problem und der neue XD Freilauf von Tune konnte gefühlvoll aufgesteckt werden. Da Tune die Laufradsätze aber auf Bestellung individuell aufbaut, kann sich der Kunde natürlich auch gleich den richtigen Freilauf montieren lassen.

Tune Fat Kong im Skyline FAT Laufradsatz mit Kuroshiro Carbon Felgen

Tune Fat Kong im Skyline FAT Laufradsatz mit Kuroshiro Carbon Felgen

Die Bremsscheiben und die Kassette vom S-Works FatBoy waren auch schnell umgeschraubt. Einzig die Belüftung der verwendeten Kenda Juggernaut Pro Reifen war zumindest Tubeless nicht ganz problemlos. Laut Kuroshiro, der Hersteller der edlen Carbon Felgen im Skyline Laufradsatz, sind selbige durch die perfekt in Speichenrichtung gebohrten Speichenlöcher ohne Felgenband tubeless-ready. Das konnten wir zumindest beim Skyline Test Laufradsatz nicht bestätigen, das mag aber evtl. auch an der dünnflüssigen Dichtmilch liegen, die wir verwendet haben. Hier werden wir nochmal Alternativen ausprobieren und dazu berichten.

Tune Fat King Vorderradnabe im Skyline FAT Laufradsatz

Tune Fat King Vorderradnabe im Skyline FAT Laufradsatz

Bei den Achsen verwenden wir im Skyline Test übrigens vorn die 150mm Steckachsversion der Tune Fat King und am Hinterrad mit der Fat Kong eine 197mm Steckachse. Erhältlich ist der Laufradsatz aber auch in allen anderen erdenklichen FATBike Achsbreiten mit 135mm vorn und 170 und 177mm sowie 190mm hinten. Hier mal eine Übersicht aller möglichen Kombinationen, die wir netterweise von Tune zur Verfügung gestellt bekommen haben.

Konfigurationsmöglichkeiten der Tune FAT King Vorderradnabe

Konfigurationsmöglichkeiten der Tune FAT King Vorderradnabe

Konfigurationsmöglichkeiten der Tune FAT Kong Hinterradnabe

Konfigurationsmöglichkeiten der Tune FAT Kong Hinterradnabe

Rollt leicht wie auf Wolken

Im Specialized S-Works FatBoy fühlten sich die Tune Laufräder bei unserem Skyline Test direkt pudelwohl, beide sind mit reichlich Carbon auf Gewicht getrimmt. Mit gerade mal 1.600g wiegen beide Tune FATBike Laufräder zusammen weniger als die meisten MTB-Laufradsätze. Entsprechend behend ließ sich der FatBoy mit dem Skyline bewaffnet beschleunigen. Durch die extrem leicht laufenden Tune Naben FAT King und FAT Kong hat man fast das Gefühl auf einem perpetuum mobile zu sitzen.

Kuroshiro Carbon Felge im Tune Skyline FAT

Kuroshiro Carbon Felge im Tune Skyline FAT

Die doch sehr breite Kuroshiro Felge nimmt es mit ihren 100mm Breite aber lieber mit 4,8 Zoll als 4,0 Zoll Reifen auf. Das Lenkverhalten wird bei eher schmaleren Reifen etwas eckig, man gewöhnt sich allerdings auch sehr schnell daran. Speziell das geringe Gewicht führt zu minimierten Rotationskräften und sorgt damit auch für agiles Lenkverhalten. Die Sapim CX-Ray Messerspeichen bringen in unserem Skyline Test reichlich Steifigkeit in die FATBike Laufräder von Tune.

Tune Fat Skyline mit Fat King, Fat Kong und Kuroshiro Carbon Felgen

Tune Fat Skyline mit Fat King, Fat Kong und Kuroshiro Carbon Felgen

Auffallen statt Aufhalten

Drei Sperrklinken aus feinstem Titan gefertigt sorgen an der Tune Fat Kong Hinterradnabe für ein angenehmes Knattern beim Freilauf, mit dem man sich die Klingel am Lenker sparen kann, die wir sowieso nicht haben ;-). Aber nicht nur klanglich, sondern auch optisch hat der Skyline Test überzeugt. Auffällig an den verbauten Kuroshiro Felgen ist das ZickZack-Muster in der Mitte und die hälftig weiße beziehungsweise schwarze Farbgebung. Das Flackern der Laufräder während der Fahrt macht süchtig.

Auffälliges Zick-Zack-Muster auf dem Tune Skyline FAT Laufradsatz

Auffälliges Zick-Zack-Muster auf dem Tune Skyline FAT Laufradsatz

Was bleibt?!

Tune setzt mit dem Skyline FAT Maßstäbe beim Laufradbau für FATBikes. Wir können nicht leugnen, das der Laufradsatz unseres Skyline Test mit ca. 2.700 EUR Kaufpreis ein halbes Vermögen kostet, aber wer die Kohle locker machen kann, den erwartet ein traumhafter Laufradsatz, der das FATBike nicht nur extrem leicht, sondern auch etwas lauter, steifer und schöner macht.

Tune-FAT-Skyline-Test-Laufrad-FATBike-6

9 Responses

  1. Matthias Grossmann (Matt aus Nordhausen)

    ich habe mir die Bilder grad nochmal angeschaut und die Felgen sehen natürlich schon echt geil aus. Das haben sie dem HED Laufradsatz echt voraus.

    LG
    Matt

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  2. Matthias Grossmann (Matt aus Nordhausen)

    Servus Walter,

    ich hoffe Du bist es (Walter Brunner)??? Wenn ja, hast Du Deine Felgen auch auf Tubeless umgebaut und falls ja hat es so funktioniert wie diskutiert?

    LG Matt aus Nordhausen

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    • walter

      Servus Matt… Ja ich bin der walter brunner… Ich hoffe bei dir ist alles im gruenen Bereich… Dein fatty ist schon sauleicht. Echt der Wahnsinn… Respekt… Mein dude wiegt in groesse L tubeless mit 4,8er JJ absenkbarer stuetze Bluto und pedalen 14,3… Viel sparen kann Ich nicht ohne die funktion einzuschränken… die laufraeder hab ich so umgebaut wie du beschrieben hast. Hat perfekt funktioniert! Ich Mail dir wieder mal… Lass es dir gut gehen… Servus walter

  3. Matthias Grossmann (Matt aus Nordhausen)

    Moin Jungs, an sich cooler Laufradsatz und in jedem Fall danke für jede Eurer Tech Reports aber der Preis ist schon recht irre. Ich habe die originalen HED Felgen vom Fatboy mit CX Ray und Tune Naben ausgestattet VR: 782 Gramm, HR: 874 Gramm und das hat mich ca. 730€ extra gekostet – Problem die HED Felgen bekommt man nirgends zu kaufen, ausser man kauft sich ein Fatboy.
    Damit komme ich mit den 4.8er Schwalbe SnakeSkin tubeless auf total 10,2kg (Fatboy Expert Carbon). Natürlich hat das Bike noch ein paar andere Modifikationen, welche hier und da ein paar Gramm bringen. Da ist mir dann doch der „FATte“ Reifen lieber als die 4.0er.
    Die beiden Reifen haben so um die 1400 Gramm und wenn man die von Euch gemessenen 830 Gramm für die Juggernaut Pro mal hernimmt müsste ich auf knapp über 9kg kommen. Das war von Matt am Anfang bezweifelt worden aber irgendwie gehts dann doch. Wenn Ihr Interesse habt kann ich ja, wenn ich den Hobel vom Schlamm befreit habe, ein paar PIcs schicken.

    LG und fat forward
    Matt

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  4. walter

    Servus… Du hast es eh schon geschrieben… Laufraeder machen einfach sauviel aus… Beim Gewicht und bei der Beschleunigung… Und dann tubeless und du hast schon mal ein anderes Gerät unterm Hintern… Servus walter

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  5. Martin Schmidt

    Huh 🙂 Ein Traumgewicht. Und ein Traumlaufradsatz. Mein „Rennrad Singlespeed Fuji Feather“ aus Stahl wiegt bereits 10.5kg und kommt mir unglaublich leicht vor. (Allerdings hat es auf eine Rennradfelge eingespeichten Shutter Nabendynamo mit B&M Lichtanlage). Würde mich schon interessieren, wie ein 10.2 kg FATbike abgeht. Erwähnte ich, dass mein Stevens Mobster „nackt“ 15 kg und mit „Kram“ wie Lampen, Klingel, Schutzblechen ganze 16 kg wiegt. Habt ihr Tipps für Lowcost Gewichtstuning? Laufradsätze sind ja schon ein guter Punkt …

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    • Dan

      Hey Martin, in der Tat sind die Laufräder am FATBike das Ding, wenn du Gewicht sparen willst. Allein mit anderen Reifen und Umbau auf tubeless kannst du bis zu 2,5kg sparen. Auch bei den Laufrädern selbst ist oft reichlich Potential, wenn in Serie massive Alufelgen ohne Ausfräsungen und dicke 2.0er Speichen verbaut wurden. Außerdem ist Gewichtstuning an den Laufrädern doppelt effektiv, da du nicht nur Gewicht sparst, sondern durch geringere Rotationsmasse wesentlich an Agilität gewinnst, beim Beschleunigen und auch beim Lenken. FATte Grüße, Dan

  6. walter

    Servus… Immer wieder tolle Teile die ihr da testet… Mich wuerd interessieren wo denn dann das gesamtgewicht eures fattys liegt… Habt ihr es zufällig gewogen? Danke im voraus… Servus walter

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    • Dan

      Hey Walter, Danke für dein Lob! Der S-Works FatBoy wiegt so wie hier abgebildet knappe 10,2kg, schlauchlos kommt man dann auf ca. 9,5kg. FATte Grüße, Dan

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