MeinFATBike: Specialized FatBoy Custom von Daniel

FATBikes sind Eure Leidenschaft? Dann seid Ihr hier richtig! Unsere Rubrik MeinFATBike stellt FATBikes unserer Leser vor und zeigt, mit wieviel Kreativität, Hingabe und Liebe so manches FATBike aufgebaut wird.

Der Specialized FatBoy ist hierzulande sowas wie der Liebling der FATBiker – vor allem der FATBike Tuner! Mit Daniels FatBoy Custom kommt ein weiteres, sehr lecker aufgebautes Custom Projekt auf FatBoy Basis dazu. Natürlich stellen wir Euch das nur zu gern vor. Gebürstete Aluminiumoberflächen gepaart mit lila Komponenten? Sehr, sehr geil! Also, Bühne frei!

Specialized FatBoy Aufbau von Daniel

Specialized FatBoy Aufbau von Daniel

Wie bin ich zum FATBike gekommen?

„Unsere Firma Tcp-xpower hat zwei Bikes bekommen, welche wir ausführlich getestet haben. Nach einiger Zeit haben wir uns entschieden in Wagrain eine FATBike Test Tour zu machen und haben uns kurzerhand noch zwei weitere FatBoys zum Verleihen besorgt. Die Kunden waren begeistert von dem Fahrverhalten und Vortrieb der Bikes. Da auch ich an diesem Wochenende mein Specialized Enduro daheim gelassen habe, bin ich sehr viel zum FATBike fahren gekommen und habe dabei bemerkt, dass das Ganze mit einer 120mm Federgabel sehr viel Potenzial hat. Wieder zurück daheim wurde mein Enduro direkt verkauft und der Erlös in das FATBike investiert.“

Rahmen abgestrahlt, und violette Anbauteile verbaut. (Quelle: Daniel F.)

Rahmen abgestrahlt, und violette Anbauteile verbaut. (Quelle: Daniel F.)

Die ersten Umbauten: keine Zeit verlieren!

„Was mich am meisten gestört hat waren die Bremsen (Drako 2 von der Firma Tektro) und der etwas schmale Lenker. Sie wurden vorerst durch Sram XX Bremsen mit 200/180 HS1 Scheiben ersetzt. Eine Command Post aus der Teilekiste war auch schnell dran. Danach stand der Federgabel-Umbau an. Doch zwei Monate Lieferzeit für die Bluto und ausverkaufte 150mm Naben haben es schwer gemacht etwas kurzfristig umzubauen.

Daniels FatBoy im Ursprungsfarbe (Quelle: Daniel F.)

Daniels FatBoy im Ursprungsfarbe (Quelle: Daniel F.)

Schnell habe ich bemerkt, dass der Europäische Markt noch jung ist und sich das ganze erst aufbauen muss.

Nach einigen Recherchen habe ich Sören Speer (Hope Dealer Deutschland) angeschrieben, welcher mir innerhalb einer Woche meinen Laufradsatz umgespeicht hat. Währenddessen habe ich auch einen Händler gefunden der mir eine Bluto liefern konnte. Als der Laufradsatz und die Gabel endlich da waren und ich es aufgrund des FAT-Bike.de Berichts kaum erwarten konnte, die Kombi „fette Reifen und Federweg“ zu testen musste ich feststellen, dass der Steuersatz hinüber war. Also nochmal eine Woche auf einen Cane Creek 40 Steuersatz gewartet und schon bin ich wieder im Wald spielen gewesen. Da der Umbau relativ lang gedauert hatte habe ich Zweifel gehabt, ob ich jemals weitere Umbauten tätigen werde. Aber letztendlich konnte ich nicht ohne Handeln zusehen wie viele ihre Custom Fatboys bauten (Vorgestellt auf FAT-Bike.de).“

Daniels FatBoy Front (Quelle: Daniel F.)

Daniels FatBoy Front (Quelle: Daniel F.)

Weiter aufrüsten – den ersten Defekten seid Dank…

„Nach 500km war es dann soweit, dass mir Kette, Kettenblatt und Kassette eingegangen sind…

Nach kurzem Überlegen habe ich mich entschlossen auf 1×10 umzubauen da 1×11 noch sehr teuer war (X01/XX1). Nun besteht der Antrieb aus einer Sram PG1050 Kassette inkl. Oneup 42 + 16er Ritzel, Sram X0 Schaltwerk und -hebel und Shimano XTR Kette. Dann bin ich auf das nächste FATBike Problem gestoßen: die Kurbel. Hmm… Welche Einbaubreite? Welche Firma? Nach langen Nächten in amerikanischen Foren wurde es dann die Race Face Chinch 170mm Einbaubreite inkl. Direct Mount 32 Zähne Kettenblatt.“

Steering Comitee (Quelle: Daniel F.)

Steering Comitee (Quelle: Daniel F.)

It’s all about the color!

„Mittlerweile waren 1.000km vergangen und die Saison stand in den Startlöchern. Nach kurzem Umsehen nach stärkeren Bremsen habe ich die neuen Hope Tech 3 E4 in Lila entdeckt. Die Farbe gefiel mir in Kombi mit der CNC Optik sehr gut – und da wusste ich schon in welche Farbrichtung mein FATBike gehen wird.

Da nun die Hope Kurbel auch in FATBike-Version verfügbar ist und mir nach einem schlammigen Wochenende das Innenlager nach sagenhaften 2.000km stecken geblieben ist habe ich beschlossen, alle Komponenten abzubauen und und zu servicen. Gleichzeitig viel mir auf, dass der Lack ziemlich gelitten hat. Ein Farbkonzept war schnell gefunden. Alu gebürstet mit Lila Decals. Nach zweitägigem Lack abbeizen und abschleifen war der Rahmen soweit, dass ich ihn bürsten konnte. Inzwischen waren auch die Decals geliefert. Nach Rücksprache mit einem Metallarbeiter habe ich mich entschieden, ein klares Schutzspray für Alu Oberflächen gegen Oxidation zu verwenden. Das abbeizen und Bürsten hat fast 4 Wochen gedauert und werde ich nie wieder machen ;).

Nachdem der Rahmen fertig war habe ich die Kurbel + 100mm PF 46 Lager von Hope geliefert bekommen. Auch eine Rock Shox Reverb Sattelstütze hat ihren Platz am Bike gefunden da ich einen Vergleich zur Command Post haben will.

Nach Fertigstellung vor zwei Wochen haben wir direkt ein Saalbach Wochenende gebucht welches einen perfekten Sommer Saison Abschluss darstellte.“

…und warum ausgerechnet an dieses Bike?

„Nun ja, weil uns nur Specialized zur Auswahl stand und weil wir nur Specialized bevorzugen würden – einfach weil sie eine unglaublich gute Geometrie haben.“

Quelle: Daniel F.

Quelle: Daniel F.

…wo und was fährst du am liebsten/meisten?

„Mein FATBike war bis jetzt schon viel in den Alpen unterwegs, angefangen vom Schotterweg bis hin zum hochalpinen Wanderweg auf über 2.000 Metern. Allgemein bevorzuge ich aber möglichst lange Downhills mit der richtigen Mischung von Flow und Technik.
Weiters hab ich es dieses Jahr in Sibiu (Rumänien) bei unserem Trailride Camp (in Cooperation mit Trailrock) gefahren. Im Winter konnte ich es bislang noch nicht richtig austesten, aber da bietet sich dieses Jahr sicher die eine oder andere Gelegenheit.“

…hast du andere Bikes und wo siehst du die Vorteile deines Fatties?

„Wie oben schon beschrieben habe ich mein Enduro verkauft, da ich nur mehr am FATBike fahren bin. Ich fühle mich auf dem FatBoy einfach wohl. Kann selbst nicht genau beschreiben was es ist, aber allein schon die Sicherheit, die die breiten Reifen mit sich bringen. Am meisten sehe ich aber den Vorteil darin, dass es das perfekte Bike für alles ist. Es begleitet mich in den Park über die Downhill Strecke bis hin zum steinigen Single Trail – und wenn’s mal klappt direkt über die Skipiste ins Tal :D“

Kurbeln an Daniels Fatty (Quelle:  Daniel F.)

Kurbeln an Daniels Fatty (Quelle: Daniel F.)

Was bleibt?

Ihr möchtet Euer Bike hier vorstellen? Dann her damit! Dabei ist es völlig egal, ob Ihr auf einem lange ersehnten Bike im Serienzustand sitzt oder einen komplette Custom Aufbau habt! Schreibt uns an mail@fat-bike.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.