Specialized FatBoy SE. Der schlanke Einstieg in den FATten Auftritt!

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Specialized FatBoy SE. Volle Kraft voraus!

Specialized FatBoy SE in Schwarz-Braun (Quelle: Specialized)

Specialized FatBoy SE in Schwarz-braun

Es gibt Tage, da wachst du auf und weißt: heute passiert was Großes. So ein Tag war der Tag der Eurobike 2013 – der Tag, an dem der Specialized FatBoy in unser Leben getreten ist. Der Specialized FatBoy war nicht nur eine beeindruckende Erscheinung. Er war auch eines der ersten – wenn nicht DAS erste – regulär flächendeckend erhältliche FATBike in Deutschland. Zum ersten Mal konnte der FATBike Jünger praktisch ungehemmt in den Bikeshop laufen und sagen: „Spec’s Riesen bitte, Frau Lange!“.

Am Ende war das auch einer der Gründe, warum wir die FATBike Transalp auf zwei FettJungs abgespult haben. Und seitdem hat sich viel getan!

Die Regel ist einfach: Pionier sein allein reicht nicht, um dauerhaft erfolgreich zu sein. „Nachlegen“ heißt die Devise! Und so wurde aus den zwei FatBoy Modellen in 2013 inzwischen ein ganzer Streichelzoo. In guter alter Specialized-Manier wurde das Portfolio Ende 2014 aber erstmal konsequent nach oben erweitert und der Specialized FatBoy Pro auf die kaufwütige Meute losgelassen. Die anvisierten 3.699,- Euro sind allerdings, trotz edler Ausstattung, ein Brocken, der erstmal verdaut sein will…

Doch völlig überraschend serviert Specialized pünktlich zum Weihnachtsgeschäft ein deutlich mundgerechteres Häppchen: den Specialized FatBoy SE. Und die schönste Weihnachtsbotschaft steht zwischen den Zeilen: der vierte FatBoy im Bunde zusammen mit den ersten regulär erhältlichen Kids-FATBikes kann nur eines heißen: FATte – äh, VOLLE – Kraft voraus im Hause Specialized!

Was drin steckt

Ein leichter Alurahmen, FATte 4.6er Pellen auf 90 mm breiten Felgen, Specialized Naben – bekannte Kost für FatBoy Besitzer. Allerdings hat am Einstiegsmodell König Rotstift das Zepter geschwungen und so finden sind am hochwertigen Rahmen vorwiegend Parts aus dem Budget Regal. Na gut, das dürfte jetzt nicht wirklich eine Überraschung sein!

So beschleunigt der FatBoy SE Pilot das Bike mit Custom Samox Kurbeln, staucht die Geschwindigkeit mit mechanischen Tektro Scheibenbremsen wieder zusammen und schaltet sich im Wesentlichen mit einer Sram X5 durchs Leben. Auch unsere alten Bekannten, die Sunrace Kassette samt KMC Kette, haben es wieder an den Specialized FatBoy SE geschafft. Leider musste auch die wunderbare FACT Carbongabel weichen und Platz für eine aus Alu zusammengebrutzelte Version schaffen. Und die geilen Specialized „Bennies“ Alupedale sucht man am Specialized FatBoy SE auch vergeblich.

Sagen wir es so – der Specialized FatBoy SE ist ganz klar als Einsteiger FATBike konzipiert und da steht nunmal die Funktionalität im Vordergrund. Und das matte Schwarz-Braun, in welches Rahmen und Gabel im fernen Taiwan eingenebelt wurden, bringt dann auch noch eine satte Portion Style an den SE.

Was drauf steht

Das Preisschild des Specialized FatBoy SE fällt – für eine Specialized FatBoy – erstaunlich schmal aus: für gerade mal 1.399,- Euronen wird der SE vom lokalen Bikedealer zum Kauf feil geboten. Das ist ein anständiger Abstand von 400,- Euro zum nächsthöheren Modell.

Aber ist es auch ein anständiger Preis? Naja, hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen! Denn gerade an den Stellen, bei denen es wirklich drauf ankommt, ist der Specialized FatBoy SE alles andere als Budget. Der Rahmen ist erstklassig und findet in dieser Preisklasse kaum Konkurrenz. Immerhin bekommt man hier die gleiche Basis, auf der auch der edle FatBoy Pro steht.
Die Laufräder samt Reifen haben sich bereits im Dauereinsatz bewährt, wobei anfängliche Probleme mit Lagern und Achsen inzwischen der Vergangenheit angehören dürften. Und die verbauten Specialized Komponenten (Sattel, Stütze, Vorbau und Lenker) finden sich so auch an den höherwertigen FatBoys.

Und der Rest? Naja, ist ein Anfang. Vermutlich werden die Alugabeln der meisten SEs irgendwann gegen Blutos getauscht und auch die Schaltungen bzw. Bremsen nach und nach aufgerüstet werden. Also Haken dran, reicht für den Einstieg. Locker!

Was bleibt?

Mit dem FatBoy SE betritt Specialized – ziemlich überraschend – die Bühne die Einsteiger-FATBikes. Der Specialized FatBoy SE richtet sich vor allem an diejenigen „Fatty Novizen“ die eigentlich schon überzeugt sind aber trotzdem erstmal nichts überstürzen wollen.

Wie ich das meine? Nun, den FatBoy SE kaufst du dir nicht, um „nur mal auszuprobieren“. Der FatBoy SE hat Zukunft. Den kaufst du, weil du Fatties jetzt schon total geil findest, aber (noch) nicht dein mühsam aufgepeppeltes Sparschwein dafür schlachten möchtest. Die schlechte Nachricht fürs Sparschwein: das kommt noch! Und dann wird der klasse Rahmen Stück für Stück zum individuellen Dickschiff aufgerüstet. Wett’mer?

4 Responses

  1. Günter Liebscher

    Fahre das se seit September 2015 . Ab November hab ich die Felgen gegen enso 685 ersetzt. Statt 16kg waren auf Anhieb nun 13kg auf der Waage . Die originalen ground Control Sport haben sich dabei als tubeless tauglich erwiesen, hielten sogar mit den kuroshiros einige Ausfahrten ohne dichtmilch . Nach je 100ml ist das laufradsystem jetzt alltagstauglich.

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  2. Alex

    Ich hab das 2015er in Orange.
    Fahr seit Anfang November schon durch jedes Schlammloch und über jede Wurzel. 🙂
    Überlege eben gerade auf eine Reverb oder Ähnliches aufzurüsten, darum ist es mir aufgefallen.
    Bisher wurde von mir nur die Bremse gegen eine Zee getauscht.
    Und sonstige Umbauten sind auch noch geplant.
    Leider wirds nicht so spektakulär wie die beiden Exemplare auf eurer Seite.

    Gruß

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  3. Alex

    Auf der Herstellerseite steht, dass die Sattelstütze des Fatboy SE einen Durchmesser von 27,2mm hat?
    Wenn das wirklich so ist, ist ein Upgrade auf eine verstellbare Stütze schwer.
    Eine Carbongabel haben die auch angegeben, was ich aber nicht wirklich glaube.

    Habt ihr genauere Infos von den Daten?

    Ich hab mir schon das Fatboy bestellt. Somit ist es für mich nicht mehr relevant, aber für Unentschlossene wärs denke ich mir schon interessant.

    Gruß

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    • GrossMatt

      Hi Alex,

      danke für Deinen Kommentar und: gut aufgepasst! Es sind tatsächlich noch ein paar Fehler auf der Page des Herstellers aber die arbeiten schon daran. Der Rahmen ist der gleiche wie bei allen FatBoys in Deutschland und hat daher auch die 30.9 mm Sattelstütze.

      Und Glückwunsch zum bestellten FatBoy. Welches hast du geordert?

      Grüße

      Matt

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