Surly FATBike Reifen – Fette Schlappen vom Marktführer

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Surly FATBike Reifen – Teil 2 unseres Reifenspecials

Schon im ersten Teil unsere großen FATBike Reifen Specials habe ich angedeutet, dass Surly FATBike Reifen allein einen ganzen Teil der Serie füllen werden. Surly hat nicht nur massig Erfahrung im FATBike Sektor, Surly hat auch massig FATBike Reifen im Angebot. Zwar gibt es auch 29er Versionen der Surly FATBike Reifen, aber wir beschränken uns auf das Gardemaß 26 Zoll. Yeah! Wir geben Euch einen Überblick über die beiden Reifenfamilien mit 3,8 bzw. 4,8 Zoll Breite und am Schluss gibt’s noch einen ganz besonderen Reifen für alle, die auch sonst gern mal mit einem Monstertruck über den Nürburgring brettern!

Surly FATBike Reifen – die 3,8er Range

Los geht’s mit dem 3,8 Zoll Programm. Nachdem das FATBike Reifen Urgestein Surly Endomorph nicht mehr produziert wird, tummeln sich hier Knard (Ihr erinnert Euch an den Erstgeborenen…), Larry und Nate. Letzteren gibt es auch als „Nate Tan“ mit schicker brauner Seitenwand! Surly verbaut diesen Reifen am herrlichen Pug Special Ops Ltd. (siehe Titelbild).

Surly Knard

Quelle: Surlybikes.com

Knard ist der „racigste“ der drei 3,8er Surly FATBike Reifen- seine vielen kleinen Stollen sorgen für Gripbei geringem Rollwiderstand. Dazu passend gibt es eine relativ leichte 120tpi Kevlar Version, die nicht mal 1,3 kg auf die Waage bringt (Standard ist der 27tpi Drahtreifen mit über 1,6 kg Lebendgewicht).

Surly Larry

Quelle: Surlybikes.com

Larry ist eher ein Reifen fürs Vorderrad, seine Noppen sind ähnlich dem alten Smoke Dart von Panaracer angeordnet und damit klar auf Spurtreue auf weichen Untergründen ausgerichtet. Auch hier gibt es die oben erwähnten Ausführungen mit sehr ähnlichen Gewichten.

Surly Nate

Quelle: Surlybikes.com

Nate ist im Gegensatz zu den anderen beiden 3,8ern Surly FATBike Reifen gespickt mit aggressiven Noppen, die bis weit in die Flanken des Reifens gezogen sind. Ein echtes Stachelschwein, bei dem Traktion in allen Lebenslagen klar im Fokus der Designer stand. Einen Nate hält nichts auf – außer dünne Waden. Dicke Waden braucht man auch deshalb, weil die auch bei diesem Reifen erhältlichen zwei Ausführungen schwerer ausfallen als bei Knard und Larry.

Surly FATBike Reifen: die 4,8er Range

Wie sagt es Surly selbst so schön: „Traction, Jackson!“. Traktion und Dämpfung fetter 4,8 Zoll Walzen sind kaum zu überbieten. Bei der Wahl der Felgen sollte man hier aber nicht geizen – 65 mm sind Minimum, optimal sind natürlich breite 100 mm Felgen! Der erste Vertreter der 4,8er Surly FATBike Reifen Serie ist eigentlich ein 4,7er, dem Big Fat Larry. Und dann wären da noch Bud und Lou, die 4,8 Zoll breite Spuren in den Schnee malmen.

Surly Big Fat Larry

Quelle: Surlybikes.com

Der Big Fat Larry ist die FATte Version des Larry. Perfekt fürs Vorderrad wenn der Schnee weich und der Schlamm tief sind! In dieser Breite entfällt die schwere 27tpi Karkasse, es bleibt der 120tpi Faltreifen mit guten 1,4 kg Kampfgewicht.

Surly Bud

Quelle: Surlybikes.com

Bud ist ebenfalls ein Reifen fürs Vorderrad, verfügt allerdings über sehr aggressive und hohe (bis 7 mm) Noppen, die sich selbst in tiefem Schnee und Schlamm gnadenlos festbeißen. Auch hier gibt es nur noch die 120tpi Version: 1,6 kg geballte Bissigkeit.

Surly Lou

Quelle: Surlybikes.com

Lou ist Bud’s bester Kumpel am Hinterrad, und die breiten Quernoppen (auch hier meinen wir wieder ein Stück Geschichte zu erkennen: den Panaracer Smoke!) lassen keinen Zweifel daran, dass Lou sich in alles verbeißt, was sich ihm bietet. Mehr Vortrieb hat nur noch ein Kampfpanzer! Die übrigen Werte sind ähnlich denen des Bud. Preislich liegen die Surly FATBike Reifen auf dem Niveau guter Autoreifen – leider bei FATBike Reifen im Moment noch der Normalzustand. So wird z.B. ein 3,8 Zoll Nate mit ca. 130,- Euro gelistet, ein Bud oder Lou mit satten 150,- Euro. Im „echten Leben“ bekommt man die Surly FATBike Reifen aber i.d.R. für etwas weniger Schotter auf den Schotter. So kann man Bud und Lou durchaus schon für um die 100,- Euro ergattern. Wie immer gilt aber: solche Angebote gibt es natürlich immer dann, wenn man sie gerade NICHT braucht. Zuschlagen lohnt also, der nächste Winter kommt bestimmt.

Und wie sich Bud und Lou im Alltag schlagen, lest Ihr in unserem großen FATBike Reifentest!

On the road again?

Surly Black Floyd

Quelle: Surlybikes.com

Von unseren Cruisern kennen wir das Thema schon: minimal profilierte Ballonreifen verbinden solide Motorradoptik mit geringem Rollwiderstand. Aber am FATBike? Na, aber sicher doch! Ab und an verschlägt es den modernen FATBiker ja doch auch mal auf die Straße. Und für alle, die mit Hornlenker und Reifen im Format einer Wiener Wurst nichts anfangen können hat Surly den Black Floyd im Programm. Ein immerhin 3,8 Zoll dicker Reifen mit rillenartig angeordnetem Profil für minimalen Rollwiderstand bei maximaler Optik. Dank super leichter 60tpi Faltkarkasse kommt der Black Floyd auf fast unglaubliche 1.050 Gramm. Das gepaart mit hohem Druck (also jenseits von 1 bar) erlauben es, auch lange Straßentouren locker durchzustehen ohne auf sein geliebtes FATBike verzichten zu müssen.

Fazit: FATBike Reifen – für jeden etwas!

Zusammenfassend stellen wir erfreut fest, dass inzwischen ein solides Angebot an passenden FATBike Reifen vorhanden ist. Die Auswahl wird langsam größer und die Preise sinken, und es ist Slick bis zum 4,8 Zoll Spike für jeden etwas dabei. Entscheidend für die Reifenwahl ist neben persönlichem Geschmack und geplantem Einsatzzweck vor allem, wo die Grenzen des Bike liegen. Längst nicht jedes FATBike schluckt einen 4,8 Zoll breiten Reifen. Und selbst wenn Rahmen und Gabel hier genug Platz bieten können Kurbeln und Naben schnell einen Strich durch die Rechnung machen. Wir werden den Markt im Auge behalten und weiter über FATBike Reifen berichten.

One Response

  1. Matthi

    Hey FATties,

    Ich fahre bud&lou und bin absolut begeistert! Montiert habe ich die beiden Rowdy’s lenkungsoptimiert. Hat jemand schon beide Varianten getestet? Ist der Unterschied zwischen Lenkung und Vortrieb wirklich spürbar?

    Gruß Matthi

    Antworten

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