Vee Tire Co. Eine kleine Geschichte voller Gummi.

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Vee Tire Co.? Oder doch Vee Rubber? USA oder Thailand? Verwirrend… Oder?
In unserer „Behind the Scenes“ Mission haben wir uns mal wieder auf Spurensuche begeben, um Euch Menschen und Geschichten hinter euren geliebten FATties vorzustellen. Heute ist „Vee“ dran, die Marke, die uns zuverlässig mit den breiten Walzen versorgt, die unsere FATties erst so richtig FAT machen.

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Hier gehts rein! Werktor der Vee Rubber Co. LTD (Quelle: Vee Rubber Co. LTD)

Hier gehts rein! Werktor der Vee Rubber Co. LTD (Quelle: Vee Rubber Co. LTD)

Unser erster Kontakt mit Vee war ein Bulldozer, montiert auf einem 2015er Rocky Mountain Blizzard. Schrecklich… Rollwiderstand wie ein Pottwal und ähnlich agil in Kurven. Damals haben wir „Vee Rubber“ erstmal abgeschrieben. Taugt nix. Bis uns ein 2016er Blizzard in die Finger kam, und mit ihm ein neuer, völlig veränderter, agiler und präziser Bulldozer. Jetzt wollten wir es genau wissen: wer oder was steckt eigentlich hinter Bulldozer, Snowshoe & Co? Hier gibt’s die Antworten!

Herr Sukanjanapong und sein Gespür für … Gummi

Hm, es liegt wohl in der Natur der Sache, dass Gummi in diesem Artikel eine zentrale Rolle spielt – wenn wir schon über einen der innovativsten und aktivsten Hersteller von FATBike Reifen sprechen. Und so beginnt die Geschichte mit Herrn Sukanjanapong, der aus China kam, in Thailand im Exil lebte und sein Glück im Gummi fand. Genau genommen pflanzte Herr Sukanjanapong Gummibäume an und lebte vom Erlös seiner Naturkautschuk-Ernte. 1977, also vor gut 40 Jahren, gründete sein Sohn Vitorn Sukanjanapong die „Vee Rubber Co. LTD“ um aus dem Kautschuk seines Vaters Fahrradschläuche zu produzieren. Die drei Brüder von Vitorn sind ebenfalls in das Unternehmen eingestiegen und heute zuständig für die hochwertigen Produktlinien und die Produktionsbetriebe. Ihre Namen beginnen übrigens alle mit „V“ – das führte zum markanten Logo der Vee Rubber Co. LTD, welches aus vier „V“ besteht. Wer jetzt an ein traditionelles Familienunternehmen denkt, liegt vor allem eines: verdammt richtig!

Links im Bild: Logo mit vier "V" (Quelle: Vee Rubber Co LTD)

Links im Bild: Logo mit vier „V“ (Quelle: Vee Rubber Co. LTD)

Dennoch ist die Vee Rubber Co. LTD heute ein globaler Konzern mit weit über 4.000 Angestellten und einer jährlichen Produktion von über 25 Millionen Reifen aller Art – vom einfachen Fahrradreifen bis zum ausgefeilten Spezialreifen für LKW. Doch Vee Ruber Co. LTD ist sich trotz des Erfolges treu geblieben: als ein Familienunternehmen, welches sich bis heute im Eigentum der Familie Sukanjanapong befindet und nach wie vor einen Großteil seines Kautschukbedarfs über die familieneigenen Plantagen in Thailand abdeckt. Muss übrigens Kautschuk zugekauft werden, dann wird ausschließlich hochwertige thailändische Ware genommen.

Päzisionsarbeit im Formenbau (Quelle: Vee Rubber Co. LTD)

Präzisionsarbeit im Formenbau (Quelle: Vee Rubber Co. LTD)

Auch sonst ist bei Vee Rubber noch alles wie in der guten alten Zeit – so findet auch die Entwicklung in hauseigenen Laboren und R&D Abteilungen statt und die Produktion erfolgt ausschließlich in den drei eigenen Werken im Großraum Bangkok. Die Fertigungstiefe geht dabei so weit, dass selbst die Reifenformen in eigenen Werkstätten hergestellt werden.

So, genug Geschichtsstunde!

Traditionell und modern: Fertigung von Reifen (Quelle: Vee Rubber Co. LTD)

Traditionell und modern: Fertigung von Reifen (Quelle: Vee Rubber Co. LTD)

Kommen wir endlich zu dem, was uns wirklich interessiert: FATBike Reifen! Wie es dazu kam haben wir von Mario Zimmermann erfahren, der den Europavertrieb von Vee Tire Co. verantwortet. Halt, Mo-mo-moment! Jetzt doch Vee Tire Co.?!? Ja genau – und schon sind wir mittendrin!
Vee Rubber Co. LTD ist ein Unternehmen, dass weder sich noch seine Produkte zu verstecken braucht. Nur gibt es ein Problem: Vee Rubber hat von Anfang an auf brauchbare Qualität zu bodenständigen Preisen gesetzt und wird daher heute oft als „Budget Brand“ wahrgenommen, was in etwa das Gegenteil von High End ist.

In dieser entstehen Autoreifen (Quelle: Vee Rubber Co. LTD)

In dieser Form entstehen Autoreifen (Quelle: Vee Rubber Co. LTD)

Also musste eine Premium-Offensive her. Und was könnte mehr „Premium“ sein, als eine Tochtergesellschaft in den USA mit einem lässigen Namen? Und so wurde die Vee Rubber America Inc., besser bekannt als „Vee Tire Co.“ mit Sitz in Atlanta aus der Taufe gehoben. Als Markenbotschafter kam, wie sollte es anders sein, nur Vitorns Sohn Veerewat alias „Mr. Bike“ in Frage.
In etwa zur gleichen Zeit – 2013 um genau zu sein – kam der Gedanke an FATBike Reifen als neues Segment auf.

Und Veerewat sprach: „Es werde FAT!“

Den kennen wir alle...

Den kennen wir alle…

Und seine Ingenieure antworteten: „Klar Chef, mach’mer!“. Dank des vorhandenen Know-Hows, massenweise Gummi und der bereits vorhandenen Produktionsanlage für großvolumige Reifen ging die Umsetzung schnell und der eingangs erwähnte Bulldozer erblickte samt seiner FATten Brüder das Licht der Welt.
Allerdings hatten auch andere Bikerinnen und Biker ähnliche Eindrücke wie wir, und so wurde bei ein paar Gläsern Chang oder Leo (Zwei in Entwicklerkreisen sehr beliebte Biermarken, wie uns exklusiv bestätigt wurde!) gefeilt und optimiert bis Autosteering (wir nennen es „kippeln“) und Rollwiderstand in die Knie gezwungen wurden. Dazu wurden unter anderem die Silica Gummimischungen optimiert, um die Performance weiter zu verbessern. Dank der kompletten in-house Entwicklung wurden die FATten Schlappen so in nur einer Saison von ungezogenen Rüpeln zu artigen Kinden erzogen.

Qualitätskontrolle. (Quelle: Vee Rubber Co. LTD)

Qualitätskontrolle. (Quelle: Vee Rubber Co. LTD)

Inzwischen ist das FATBike Segment für die Company so wichtig, dass sie eigene Fertigungsstraßen in einem der Thailändischen Werke nutzt. Entstanden ist so eine Art Manufaktur innerhalb der regulären Produktion.

Make it your own!

Custom-FATBike von MAXX in Pink

Custom-FATBike von MAXX mit Vee Tire Reifen in Pink

Und das bringt einige Vorteile! Wir haben Vee Tire Co. ja als „innovativ“ und „aktiv“ beschrieben. Beispiel gefällig? Neben dem breiten Angebot an Reifen und der schnellen Anpassung an Kundenwünschen fertigt Vee Tire Co. Reifen in Farbe nach Kundenvorgabe. So kann man farblich abgesetzte Aufdrucke, farbige Seitenflanken oder sogar individuelle Profile realisieren.
Bei entsprechend großer Stückzahl wird das Gummi dann vollständig nach Kundenvorgabe eingefärbt und es sind eigene Aufdrucke möglich. Gut, das ist jetzt vielleicht noch nichts für den eigenen FATBike Verein – aber wie wäre es mal mit einer FAT-Bike.de Edition? Wir würden einen Satz nehmen!!!

Wie gehts weiter?

FATter gehts aktuell nicht: Vee Tire Snowshoe 2XL

FATter gehts aktuell nicht: Vee Tire Snowshoe 2XL

Wie steht es um die Zukunft des FATBikes bei Vee Tire Co.? Viel durfte Mario uns natürlich nicht verraten – nur so viel: es wird leichter, performanter und pannensicherer. Vee Tire Co. entwickelt derzeit aktiv an mehreren Projekten, welche FATBiken in Zukunft noch FATter machen werden und feilt ganz nebenbei auch an den bestehende Produkten, um diese weiter zu optimieren. Auf jeden Fall aber wird Vee Tire Co. auf absehbare Zeit eine feste Größe im FATBike Bereich bleiben. Die Ambitionen sind hoch!

Was bleibt?

Der 2016er Bulldozer PSC, für uns ein treuer Begleiter.

Der 2016er Bulldozer PSC, für uns ein treuer Begleiter.

Hört man Mario Zimmermann eine Weile zu, so bekommt man den Eindruck, dass der sympatische Schweizer den Vee Rubber Konzern irgendwie als Teil seiner Familie betrachtet.
Für uns ist Vee Tire Co. vor allem der Hersteller, der aktuell nicht nur das größte Angebot an FATBike Reifen hat, sondern sich auch immer mehr zum Marktführer in Sachen Technologie und Leistung mausert.
So hält Vee Tire Co. aber auch die Konkurrenz auf Trab, was die Entwicklung FATter Reifen ein gutes Stück voran treibt. Für uns sind Vee Tire Reifen ein fester Bestandteil unserer kleinen, FATten Welt geworden und wir werden die Entwicklung genau im Blick behalten. In diesem Sinne: gute Fahrt! Oder wie man in Thailand sagt: Nạ̀ng dī!

2 Responses

  1. Michael

    Die ist der erste Artikel von Euch, den ich nicht zu Ende lesen wollte.
    Ich habe abgebrochen weil ich diesen Werbetext nicht lesen möchte. Werbung ist etwas anderes als Information.
    Schade, dass die – unabhängige? – Information scheinbar mehr und mehr abdriftet.

    Antworten
    • Matt

      HI Michael,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Du bist ja einer unserer aktivsten Kommentatoren und wir hören vorallem bei Kritik immer gut zu. Da Dein Kommentar durchaus schwerwiegend für eine unabhängige Seite wie uns ist, möchten und müssen wir hier Stellung beziehen.
      Wir schreiben seit dem ersten Tag unabhängig und ausschließlich unsere freie, unbeeinflusste Meinung, die wir so auch zu jeder Zeit vertreten.
      Im konkreten Fall haben wir aktiv Vee Tire kontaktiert und die Informationen eigenständig recherchiert. Wir wurden in keiner Weise vom Hersteller oder seinen Vertrieben zu dem Artikel inspiriert, beauftragt oder in irgend einer Weise für die ca. 8 Stunden Arbeit, die darin stecken, bezahlt oder anderweitig entlohnt. Vee Tire gehört zu den Herstellern, die derzeit die größten Anteile an der Weiterentwicklung des FATBike Segments tragen – und dafür haben sie es aus unserer Sicht verdient, erwähnt und vorgestellt zu werden.

      Wir stehen hinter dem, was wir schreiben, weil wir von der Sache an sich und den Produkten, die wir testen überzeugt sind. Es war uns schon immer wichtig, auch Hintergrundinformationen zu liefern und das Thema FATBike greifbar zu machen indem wir Menschen und Firmen vorstellen. Da wir, siehe unsere Serie „Made in Germany“, hier niemanden bevorzugen oder bevorteilen betrieben wir „Werbung“, wenn man das so nennen mag, höchstens generell für FATBikes an sich.
      Allerdings arbeiten nicht alle Hersteller gleich engagiert mit uns zusammen – mit einigen haben wir, trotz zahlloser Kontaktversuche, gar keinen Kontakt. Das führt zwangsläufig dazu, dass man bei uns über manche Hersteller mehr, über andere weniger liest.

      Das Wichtigste zum Schluss: wir erhalten von keinem Hersteller oder seinem Vertrieb Zuwendungen dafür, dass wir Produkte vorstellen. Bei uns kann man weder Inhalte noch Bewertungen kaufen. Wir veröffentlichen keine Artikel, deren Fazit oder auch nur Tenor von Herstellern oder Vertrieben in irgend einer Weise beeinflusst wurde. Auch stimmen wir Inhalte oder Textpassagen grundsätzlich nicht vorher ab außer es dient der sachlichen bzw. inhaltlichen Richtigkeit der Texte. Entsprechende Versuche (die übrigens extrem selten vor kommen) weisen wir grundsätzlich ab und arbeiten in solchen Fällen auch nicht weiter mit dem Hersteller/Vertrieb zusammen.

      Es tut uns sehr leid, wenn unsere Unabhängigkeit und damit Glaubwürdigkeit zweifelhaft rüberkommt aber es ist gut, wenn wir darauf aufmerksam gemacht werden. Wir versuchen in jedem Artikel auch sachliche und konstruktive Kritik herauszuarbeiten, siehe FatLab, Mondraker, Lauf, etc. Bei einer Firmenvorstellung ist das allerdings kaum möglich, denn über eventuelle Kritikpunkte wie Arbeitsbedingungen oder Führungsstil steht uns kein Urteil zu.

      Vielleicht werden wir es beim nächsten Mal einfach kürzer halten 😉

      FATte Grüße

      Matt

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