Herzlich willkommen zurück – neues Jahr, neues Glück! Wir wünschen Euch ein FATtes 2020! Unser heutiger Artikel widmet sich einer Frage, die wir oft gestellt bekommen – und uns selbst auch hin und wieder stellen: „Was wurde eigentlich aus…?“. Über die meisten Parts berichten wir nur ein oder zwei mal, dabei testen wir sie oft über Monate bzw. tun sie auf Dauer ihren Dienst an unseren Bikes. Es ist also an der Zeit, mal wieder ein paar Langzeiterfahrungen aus 2019 zu teilen. Dabei haben wir selbstredend Parts heraus gepickt, die mittel- bis langfristig bei uns im Einsatz waren/sind und die uns, warum auch immer, besonders erwähnenswert scheinen.
Damit die ursprünglichen Artikel schnell zu finden sind, haben wir sie direkt in der jeweiligen Überschrift verlinkt. Einfach drauf klicken und ihr seid am Ziel!
Also, fangen wir an: was wurde eigentlich aus…

…den Sticky Fingers Lever Grips?

Keine neue Idee, aber geiler Kram!

Diese Teile haben bereits vor einigen Monaten ihre Heimat an unserem Mondraker Panzer bzw. dessen Magura MT Trail Bremshebeln gefunden. Und da werden sie bleiben. Für immer. Egal ob in der brütenden Hitze Finale Ligures oder der bisweilen regnerischen Trostlosigkeit des Thüringer Waldes: ohne auch nur einen Millimeter zu verrutschen sorgen die Sticky Fingers zuverlässig für Grip am Bremsfinger. Auch wenn’s klatschnass wird. Einziger Haken: die Bremshebel werden ein gutes Stück dicker – muss man mögen. Dennoch, für uns definitiv eines der sinnvollsten Produkte für scheißwetterliebende FATBiker, die wir je getestet haben. Wie sagt man heute so schön: mega!

…dem Fork Cork?

Kleiner Korken, große Wirkung?

Das Ding steckt nach wie vor in einer unserer Manitou Mastodon und hält den Dreck vom Schaftrohr fern. Darüber hinaus haben wir am Fork Cork* für uns leider keinen praktischen Nutzen gefunden. Was sicher auch an den kurzen Steuerrohren unserer üblicherweise eher kleinen Rahmen liegt. Dennoch: für FATBiker, die oft mit Packtaschen oder zumindest Rucksack unterwegs sind, ist zusätzlicher Stauraum im Format einer Rolle Drops meistens weniger spannend. Aber zumindest sitzt das Teil bombenfest und ist nie rausgefallen. Und man könnte vielleicht das Allernötigste, das was auf jeden Fall immer dabei sein muss selbst wenn man nackt Biken geht, auf diese Weise verpacken. Wer weiß…

…dem Schwalbe Jumbo Jim Addix?

Addix macht den Unterschied. Und was für einen!

Addix – hat sich bewährt! Der Ur-Jumbo Jim hat uns nie wirklich geflasht – rollt gut, aber gerade wenn’s kalt wurde hat er einfach zu früh verzweifelt nach Traktion gerungen… Die Schlappen mit der überarbeiteten Addix Gummimischung kamen mit vollmundigen Ankündigungen. Zu Recht: sie rollen mindestens so leicht wie ihre Vorfahren, haben aber merklich mehr Grip. Vor allem wenn das Quecksilber die „0“ nach unten durchschlägt. Die Pannenanfälligkeit der Snake Skin Version ist nicht der Rede wert, Tubeless geht perfekt. Wir waren ja nie große Freunde des „JJ“, das hat sich mit der Jumbo Jim Addix* Version grundlegend geändert: das Pole Taiga hat er vom Schneepflug in ein veritables Tourbike verwandelt.

Und wo wir gerade beim Taiga sind, was wurde denn eigentlich aus…

…dem Pole Taiga?

FATBike Romantik!

Stimmt, dazu haben wir gar nicht mehr so viel geschrieben. Es war ab und an mal auf unseren Instagram und Facebook Kanälen (heute schon „geliked“?) zu sehen, aber sonst wurde es still um den Exoten aus dem hohen Norden. Zu Unrecht! Denn: auch mega. Unter allen Fatties ist das Taiga konkurrenzlos. Seine einzigartige Geometrie macht im Alltag unglaublich viel Spaß. Es ist riesengroß, lang und ein klein wenig unhandlich. Aber man sitzt soooo bequem, tritt unglaublich effizient und das Handling… Dank des extrem flachen Lenkwinkels, kurzen Vorbaus und breiten Lenkers lässt sich das Taiga mit schlafwandlerischer Sicherheit durch wirklich alle Lebenslagen zirkeln. Und mit wenigen Modifikationen (Kettenblatt, Federgabel, Dropper Post, etc.) kann es für jeden nur erdenklichen Einsatz abgestimmt werden. SO sollte ein Bike sein. Und deshalb wird es uns auch auf unserer Join(t) FAT Tour begleiten!

…dem Vittoria Airliner?

Die Zweifel zerstreut: der Airliner

Zugegeben, hier waren wir ziemlich skeptisch. Hartschaum-Würste als Durchschlagschutz am Fatty? Geht eh nur bei Tubeless, und dann wiegt das auch noch was… Naja… Nach inzwischen über einem Jahr im Einsatz sind wir aber durchaus überzeugt, dass der Airliner zumindest für einige FATBiker das Prädikat „wertvoll“ verdient hat: nämlich für alle, die tubeless fahren und ihre Trails schnell und hart angehen. Gerade beim FATBike, dessen Reifen verglichen mit anderen Bike-Konzepten ja ausgeprägte Tiefdruckgebiete sind, kann der Airliner konzeptbedingte Nachteile wie eine hohe Anfälligkeit für beschädigte Felgen drastisch senken. Wir haben in einem Jahr trotz härtesten Einsätzen nicht ein einziges Mal die Felge erwischt. Und Tubeless Milch lässt das Material auch kalt. Fazit: sehr empfehlenswert – wenn auch nicht für jeden.

…dem Manitou Mastodon IRT Kit?

IVA (unten) versus IRT (oben)

Das IRT (Infinite Rate Tuning Kit)* für die Mastodon hat uns am Anfang total begeistert, weil man damit wirklich tolle Sachen mit dem Ansprech- und Federverhalten seiner Manitou anstellen kann. Trotzdem haben wir nach einiger Zeit wieder auf das Standart Kit „IVA“ zurück gerüstet. Warum? Es ist uns trotz endlosen Versuchen nicht gelungen, ein für uns optimales Ergebnis zu finden, sprich den „Knick“ in der Federkurve mit den Eigenschaften der Reifen in Einklang zu bringen. Das ist natürlich immer eine Frage des Geschmacks, aber wir fahren inzwischen alle unserer Manitou Mastodon Gabeln ganz klassisch mit IVA und maximaler Luftkammergröße. Für uns hat sich eine gleichmäßig progressive Federung auf Dauer im Alltag besser bewährt.

…dem Revoloop Flickzeug?

So sehen Lösungen aus!

Gut, die Vorstellung des Revoloop Flickzeug* ist noch nicht zuuuu lange her. Aber wir haben mehrere Schläuche über Monate hin mit den extrem klebrigen Patches präpariert und können bisher nur Gutes berichten: es gab keine Ausfälle. Und wir alle wissen: Reifenpannen hat man hauptsächlich immer dann, wenn man kein Flickzeug bzw. keinen Ersatzschlauch dabei hat. Und das können wir bestätigen: seit wir immer ein Päckchen Revoloop Patches im Rucksack haben, hatten wir keinen Platten. Funktioniert!

…den Wren Parts?

Logo unterm Lack, saubere Übergänge, keine Grate. Was will man mehr.

Hier ist es vielleicht noch etwas früh für ein Zwischenfazit, denn die Parts von Wren sind erst seit wenigen Monaten im Einsatz – dafür aber an mehreren Bikes. Die Upside Down Federgabel wartet im Moment darauf, ihre Endposition in unserem Specialized FatBoy Expert einzunehmen. Bzgl. der super leichten Vorbauten* gibt es bisher keine Probleme, nichts knackt oder knarzt und es gab keine Ausfälle. Auch Lenker und Sattelstützen halten bisher anstandslos. Hier brauchen wir aber noch etwas Zeit für ein abschließendes Fazit.

…den Surly Edna Reifen?

Taugt bestens für Feder- und Starrgabeln

Die Surly Edna Reifen leisten uns seit inzwischen satten 2 Jahren treue Dienste an unserer Trailrakete von Mondraker. Daher erwähnen wir sie hier auch – selten hat es ein Reifen so lange im Dauereinsatz ausgehalten ohne gegen einen anderen Reifen getauscht zu werden. Das sagt viel… Die Ednas haben sich in wirklich allen Lebenslagen als kaum zu schlagen erwiesen, glänzen mit extremer Haltbarkeit und sind unglaublich robust. Die Summe aus leichtem Abrollen und hohem Grip ist kaum zu überbieten und das bei jedem Wetter. Allerdings ist die Tubeless-Performance enttäuschend: kein anderer uns bekannter Reifen schwitzt über die Seitenwände so extrem Dichtmilch aus. Teilweise hatten wir regelrechte Pfützen unter dem Reifen. In Summe bleibt der Surly Edna* trotzdem einer unserer absoluten Lieblingsreifen und erste Wahl im FATBike Alltag.

Was bleibt?

Haben wir was vergessen? Dann schreib uns ein Mail an Mail@FAT-Bike.de und frag einfach! Ansonsten schauen wir auf ein spannendes Jahr voller interessanter und FATter Bikes und Parts zurück. Und wir schauen auf ein mindestens genauso spannendes 2020. Den offiziellen Auftakt feiern wir in nicht mal einem Monat mit unserer (inzwischen leider schon restlos ausgebuchten) Join(t) FAT 2020 Tour. Auf ein Neues!

*Partnerlinks sind, wie immer, mit „*“ gekennzeichnet. Mit der Nutzung dieser Links unterstützt Du unsere Arbeit. Vielen Dank dafür!


One Response

  1. Dirk

    Hab die Addix auch probiert, mein Popometer merkt keinen großen Unterschied. Fazit: liegt im Keller rum.

    Was mich aber besonders freut, ich bin zur Joint Fat nicht alleine mit meinem Pole.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.