Erste Etappe beim Snow Bike Festival: done

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Wir waren total gespannt, wie der Zulauf zum Rennen ist und wie viele Fahrer starten würden. Knapp 100 Teilnehmer waren es am ersten Tag des Snow Bike Festival, aus ingesamt 18 Nationen angereist. Die Erfahrungen aus dem bekannten Cape Epic kommen den Organisatoren zu Gute, alles ist professionell aufgezogen, inklusive Fahrerbriefing am Vorabend jeder Etappe.

Daniela auf der Hellga, Dan und Matt auf S-Works

Daniela auf der Hellga, Dan und Matt auf S-Works

Wo ist eigentlich Susi?

Für uns hieß es heute ready to race, als unsere FatBoys am Startbogen nervös mit den Hufen kratzten, während unsere eigenen durch die eisigen -13 Grad fast schon in der Startzone angefroren waren. Susi, unser Joker, ersparte sich die Kälte heute noch und konzentriert sich ganz auf die zweite und dritte Etappe, da er erst heute Abend aus den USA anreist. 

Kurz vor Start

Kurz vor dem Start

Go for it!

Um genau 9:35 Uhr fiel dann endlich der Startschuss für die 30km Etappe mit 1.000 Höhenmeter. Ständig angestachelt vom Beschleunigungswillen der S-Works, reihten wir uns letztlich brav in die Einführungsrunde durch den gemütlichen Ortskern von Gstaad ein. Als das Führungsquad dem Starterfeld dann den Weg frei machte, hatten wir Mühe, uns selbst bei all den ambitionierten FATBikern  zu entschleunigen, und unseren Ansatz einer gemütlich Schnee-Tour nicht zu vergessen.

S-Works mit Namensschild?!

S-Works mit Namensschild?!

Ups and Downs

Die Strecke verlief anfangs in der Ebene etwas wellig neben einem Bachlauf entlang und wurde dann zum großen Anstieg auf einer kleinen, verschneiten Nebenstraße geführt. Spätestens hier hatte sich dann das Feld auch auseinander gezogen und jeder hatte sein eigenes Tempo gefunden. Nach gut einem Drittel des Anstieges warteten warmer Tee und gut gekühlte Bananen an einer Verpflegungsstation auf uns. Ein Schluck Tee, und ab in den ersten kleinen Downhill, bevor wir uns dann direkt auf dem letzten Stück eine Skipiste (Talfahrt) bergauf quälen mussten. Durch das wunderbare Wetter und das tolle Bergpanorama vergaßen wir punktuell die Anstrengung. Und wieder trat uns das S-Works ins Kreuz und spornte uns zu Höchstleistungen an. Der Gipfel rückte in greifbare Nähe, Füße und Hände waren oben dann mittlerweile auch eisfrei.

Uphill auf der präparierten Skipiste

Uphill auf der präparierten Skipiste

Oben angekommen

Kurzer Jubel von den Zuschauern, und hoch-  fast schon übermotiviert – ging es in die lange Anfahrt, wie alles andere auch das auf Schnee. Wunderbar gezogene Kurven und beste Bedingungen im Sonnenhang, wir  ließen den Dicken ihren freien Lauf, Serpentine kurz angebremst, im Powerdrift herumgezirkelt und wieder auf’s Gas. Wahnsinn, was die Nummer für ein Grinsen in unsere Gesichter gezaubert hat. Dabei waren wir mit zwei verschiedenen Bereifungen unterwegs, einmal auf Specialized GroundControl 4.0, und auf unserem zweiten Bike mit dem neuen Specialized FastTrak 4.0, der sich im Schnee beachtlich festgekrallt hat. Als wir dann bereits den Kommentator hörten, waren wir fast etwas überrascht: wie, schon zu Ende?

Feinste Sonne, traumhafte Bergpanoramen

Feinste Sonne, traumhafte Bergpanoramen

Wir haben’s dann auch erstmal

Zieleinlauf

Zieleinlauf

Die Zieleinfahrt im Ort war dann aber doch irgendwie erleichternd. Auch wenn es eigentlich eine recht kurze Runde war, spürte man doch die Kälte in den Knochen. Natürlich haben wir uns gefreut, das wir doch nicht so schlecht abgeschnitten hatten wie gedacht. Für zwei untrainierte FATBiker wie uns sind die Platzierungen 22. und 26 doch ganz ok. Damit hatten wir uns zumindest eine heiße Dusche im Hotel und das Mittag im Fahrerlager verdient.

Auf ins Hotel, dort wartet die heiße Dusche

Auf ins Hotel, dort wartet die heiße Dusche

Was bleibt?!

Das Grinsen im Gesicht, und die unbändige Lust, direkt wieder auf’s FATBike zu steigen und zu fahren. Mit den erreichten Zeiten sind wir happy, denn um die ging es im Grunde ja gar nicht. Auch wenn man sich dem Rennfieber nicht ganz entziehen kann, war das heute eine wunderbare Tour für uns. Heute Abend steht noch das come-together im Fahrerlager und das Fahrerbriefing auf dem Programm. Dann nur noch einmal Schlafen, und wir sitzen endlich wieder auf dem FATty, zur zweiten Etappe des Snow Bike Festivals.

9 Responses

    • Dan

      Hehe, so identisch sind die gar nicht. Wir haben es gehandhabt wie bei unserer FATBike Transalp 2014. Matt hat schwarze, und ich rote Ventilkappen 😉
      FATte Grüße,
      Dan

    • Dan

      Hey Sebi, Glückwunsch, du hast den Fehler in unserem Suchbild gefunden 🙂 In der Tat ist uns das direkt nach dem Shot aufgefallen, aber wir wollten nur noch ins Hotel unter die heiße Dusche.

  1. Günter Liebscher

    Hy Fans
    Sicher sind die 4″ Reifen optisch vor allem von der Frontansicht durch die breiten Rahmen nicht ganz stimmig ! Dennoch bieten die Reifen bezüglich Renneinsatz klare Vorteile . Falls es anders ist werden wir in den nächsten Tagen sicher noch aufgeklärt.
    Ich bin mir sicher das es in Zukunft Rahmen für 4″ Reifen geben wird. Mit schmalen Kettensteben und Q-Faktoren .
    Tatsächlich ist es ab jetzt mit dem juggernaut pro möglich fatbikes unter 9kg aufzubauen!
    Und das ist for allem für Fahrer unter 70kg ein anderer Level.
    Von dieser Maßnahmen werden vor allem Frauen mit schmalen Becken und unter 60kg profitieren. Spätestens nach 1000hm verstummt dann alle Kritik, wenn Frau davonzieht !
    Als Trost: Auch ein schöner Rücken kann entzücken .

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    • Matt

      Hallo zusammen,

      danke für die Kommentare und die Kritik! Lesen wir gern, denn wir selbst sind ja bekannt als Vollblut-VierAchter… Aber hier müssen wir mal eine Lanze brechen. Denn: der S-Works FatBoy ist unter den FATBikes eine Ausnahme. Er ist eine reinrassige Rennmaschine. Manche behaupten ja, da wäre schon ab Werk eine Startnummer dran… In genau diesem Einsatzbereich haben wir das Bike während des SnowBikeFestival genutzt, und ganz ehrlich gesagt bedeutet „kastrieren“ dann, einen 4.6er oder 4.8er Reifen mit Schlauch aufzuziehen. Das funktioniert natürlich auch, aber leichte 4.0er Reifen, idealer Weise ohne Schlauch montiert, lassen so ein aggressives Bike überhaupt erst richtig von der Leine. Für sportliche Einsätze (XC-Rennen, Marathon, etc.) stehen wir hinter diesem Setup.

      Vom 4.0er Ground Control waren wir allerdings auch eher enttäuscht, denn auch wir haben ihn mit fast identischem Gewicht zum 4.6er gewogen. Der Fast Trak ist dagegen mit knapp über 1.200 Gramm über 200 Gramm pro Stück leichter. Vom Juggernaut Pro ganz zu schweigen, wobei der Fast Trak sicher belastbarer ist.

      Bei unseren anderen Bikes werden 4.0er Reifen allerdings (außer zu Testzwecken) mal eher keinen Weg finden. Im Nicht-Race-Bereich bleiben wir unserer SuperFAT Philosophie treu und freuen uns schon auf den Vee Tire Snowshoe 2XL. Nebenbei genießen wir dann aber auch die brachiale Beschleunigung und das messerscharfe Handling des 10kg-Dampfhammers 😉

      FATte Grüße

      Matt

      P.s. das hat uns keine Ruhe gelassen und wir haben nochmal nachgemessen – der Fast Trak 4.0 ist gerade mal 6mm schmaler und etwa ähnlich flacher als ein Ground Control 4.6 (auf einer 80mm Felge). Die eigenwillige Optik kommt vor allem von der Chisel Carbongabel, welche schlanke Gabelscheiden mit den Maßen einer Bluto verbindet… Von vorn sieht der Reifen da etwas verloren aus…

  2. Jürgen

    Sorry , aber ich finde auch das Ihr aus lauter Gewichtswahn mit diesen dürren Reifen Eure Fatty`s zu arg Kastriert habt 🙁

    Gruß , Jürgen

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  3. Michael Knö

    Auch der auf meinem neuen S- Works Fatty serienmäßig montierte Groundcontrol 4.0 fuhr sich echt enttäuschend. Der Wechsel auf Groundcontrol 4.8 brachte echt eine unglaubliche Verbesserung bei gerade mal 40 Gramm Mehrgewicht ( gewogen) pro Reifen.

    Antworten
  4. SLuette

    Jungs, auf dem letzten Bild kommen die KENDA JUGGERNAUT 4.0 PRO ja mal Richtung zur Geltung. Der Reifen mag ja ganz toll sein, aber … Das ist max. PLUS Bereifung! Sorry, wenn Fatbike dann auch entsprechende Reifen 🙂 !

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