Als Schwalbe 2014 den Jumbo Jim vorstellte, veränderte sich viel auf dem FATBike Reifenmarkt. Es gab neben dem Specialized Ground Control 4.6 endlich einen erschwinglichen FATBike Reifen mit ausgeglichenen Fahreigenschaften und geringem Gewicht. Neben der 4 Zoll und der übermächtigen 4,8 Zoll Variante wollte gerade Cube im letzten Jahr einen Mittelweg gehen und überzeugte Schwalbe zur Produktion eines 4.4 Zoll Jumbo Jims. Da dieses Mittelformat inzwischen auch im Einzelhandel zu finden ist, möchten wir den diesen Reifen natürlich im Detail vorstellen.

Ein FATBike steht im Walde, ganz still und stumm.

Ein FATBike steht im Walde, ganz still und stumm.

Jumbo Jim 4.4 als goldener Mittelweg?

Schon am Cube Nutrail Pro durften wir den Schwalbe Jumbo Jim* 4.4 im Test fahren. Und tatsächlich kombiniert der Reifen wichtige Eigenschaften der schmaleren und breiteren Variante. Bei der Traktionsperformance liegt der vier/vierer erwartungsgemäß, und nur in Nuancen unterscheidbar, genau zwischen dem vier/nuller und dem vier/achter. Rollwiderstand, Spurtreue und Komfort sind ebenfalls sinnvolle Kompromisse für einen guten Mittelweg. Natürlich ist der Jumbo Jim 4.4 wie die anderen Formate auch als TubelessEasy SnakeSkin sowie als LightSkin Variante erhältlich. Damit die Kaufentscheidung für das individuell richtige Format etwas leichter fällt, haben wir uns nochmal alle drei Formate als SnakeSkin herkommen und verglichen.

Tubeless easy am SnakeSkin

Tubeless easy am SnakeSkin

Schmal, aber nicht schmächtig!

Zweifelsohne ein Kandidat zum Abspecken des FATBikes, der vier/nuller bringt es in der SnakeSkin Variante auf 1.110 Gramm und windet sich behende über den Trail. Die LightSkin Version ist entsprechend leichter. Mit ca. 9,9cm Breite, gemessen zwischen den Stollen auf einer 80mm breiten Bergamont Felge, ist der vier/nuller schon FAT, aber sicher noch keine Übermacht.

Schmaler, aber dennoch erwachsener FATBIke Reifen: Jumbo Jim 4.0

Schmaler, aber dennoch erwachsener FATBIke Reifen: Jumbo Jim 4.0


Üppige Reifenfreiheit mit dem vier/nuller Jumbo Jim von Schwalbe

Üppige Reifenfreiheit mit dem vier/nuller Jumbo Jim von Schwalbe


4,0 Zoll für geringes Gewicht am Jumbo Jim

4,0 Zoll für geringes Gewicht am Jumbo Jim

Das ausgewogene Mittelformat Jumbo Jim 4.4

Mit dem neuen Format bringt Schwalbe einen gesunden Kompromiss aus Gewicht, Komfort und Traktion auf den Markt. Gerade 1.200 Gramm zeigt unsere Waage für das Mittelformat in der SnakeSkin Variante an. Mit gemessenen 10,3 cm Breite ist er etwas breiter als der vier/nuller, aber noch etwas schmaler als der vier/achter. Vorallem FATBikes, bei deren Hinterbau ein ausgewachsener vier/achter schon Platzangst bekommt, für den ist der Jumbo Jim 4.4 ein praktische Möglichkeit vielleicht doch nochmal die letzten Millimeter Reifenbreite aus dem Hinterbau raus zu quetschen.

Bestimmt nicht Mittelmaß: der Jumbo Jim 4.4 von Schwalbe

Bestimmt nicht Mittelmaß: der Jumbo Jim 4.4 von Schwalbe


10,3cm Breite bieten am Jumbo Jim 4.4 noch ausreichend Reifenfreiheit in der Bluto und am Hinterbau

10,3cm Breite bieten am Jumbo Jim 4.4 noch ausreichend Reifenfreiheit in der Bluto und am Hinterbau


Runde Sache: der Jumbo Jim 4.4 bringt 1.200 Gramm auf die Waage

Runde Sache: der Jumbo Jim 4.4 bringt 1.200 Gramm auf die Waage

Jumbo Jim im SuperFAT Format

Bereits in unserem ersten großen FATBike Reifentest genau unter die Lupe genommen ist der Schwalbe Jumbo Jim 4.8 einer der ausgeglichensten FATBike Reifen am Markt, noch immer. Neben dem vier/nuller ist das sicher auch der meist verbreitetste FATBike Reifen in Europa. Satte 10,5 cm misst die Reifenbreite zwischen den Stollen und einem Luftdruck von 0,5 Bar auf der 80mm breiten Bergamont Felge. Auch die beliebte DTSwiss BigRide Felgen sind 80mm breit. Trotz seines auch optisch wuchtigen Formates pendelt sich die Waage bei der SnakeSkin Variante bei gerade mal 1.320 Gramm ein, was ihn zu einem der leichtesten 4,8 Zoll Reifen macht.

Das dickste Ding von Schwalbe mit 4,8 Zoll

Das dickste Ding von Schwalbe mit 4,8 Zoll


Da wird's schon enger mit 4,8 Zoll beim Jumbo Jim

Da wird’s schon enger mit 4,8 Zoll beim Jumbo Jim


Der Schwerste im Vergleich, aber trotzdem noch leicht: Jumbo Jim 4.8.

Der Schwerste im Vergleich, aber trotzdem noch leicht: Jumbo Jim 4.8.

Was bleibt?!

Der Jumbo Jim 4.4 ist im Falle von Schwalbe tatsächlich der goldene Mittelweg zwischen 4,8 und 4,0 Zoll. Er ist darüber hinaus der einzige seiner Art, denn 4,4 Zoll hat kein anderer Reifen. Die meisten Mittelformate liegen bei 4,5 Zoll. Mit geringem Gewicht und sehr ausgeglichenen Fahreigenschaften bringt der Jumbo Jim 4.4 nicht nur Einsteigern ein FATtes Grinsen ins Gesicht.

Will getreten werden, das Cube Nutrail Pro

Will getreten werden, das Cube Nutrail Pro

10 Responses

  1. Holger

    Hallo Fatbike Team
    Ich möchte mich für eure tollen und genauen Tests bedanken!
    Ich habe mir ein Fatbike mit (grausamen) 4.0 Reifen gekauft!
    Nach Studie eures ersten Reifentest vorne die 4.8 Jj draufgemacht.
    Wesentlich besser!
    Sah jetzt aber Blöd aus.
    Ist aber ein 4.0 Hinterbau.
    Jetzt nochmal euren tollen Test durchgelesen und mir die 4.6 Ground Controll Reifen gekauft.
    110 Breite aber nur 100 Höhe.
    PASST gerade so Xie Xie.Danke.
    Wegen der geringen Höhe.
    JETZT MEINE FRAGE AN EUCH
    Gibt es Alternativen?
    Die Größe des GC ist praktisch der Maßstab!
    Würde der Jj 4.4 passen?
    Würde mich über Antwort freuen!
    Mit freundlichen Grüßen
    Holger

    Antworten
    • Matt

      Hi Holger,

      danke für Deinen Kommentar und das Lob. Die Maße für die Breite des JJ haben wir im Artikel. Bei der Höhe bin ich gerade nicht ganz sicher, da müssen wir nochmal messen. Was für Felgen (Innenbreite) hast Du?
      Den JJ haben wir gerade mit der neuen “Addix” Mischung im Test. Vielleicht wartest Du noch, bis wir den Test veröffentlichen 😉

      FATte Grüße

      Matt

  2. Micha

    Hallo Dan!
    Sind die Angaben zur Reifenbreite korrekt?
    4,8″ 105mm und 4,4″ nur 2mm schmaler?
    Mein Jumbo Jim 4,8″ (LiteSkin) auf 80mm Felge hat 112mm!
    MfG
    Micha

    Antworten
    • Dan

      Hey Micha, wir haben die Breite ohne Stollen gemessen, sicher ist das schon der Unterschied! Aber in der Tat waren wir auch etwas von den minimalen Unterschieden überrascht, auch wenn es optisch schon sehr deutlich ist, da der Reifen ja auch jeweils entsprechend höher ist. FATte Grüße, Dan

    • Micha

      Okay – und dennoch Reifen vorne UND hinten ohne Stollen 112mm mit Stollen 115mm (auf 80mm Felge).
      Vielleicht wurde der Aufbau von Schwalbe zwischenzeitlich überarbeitet. Meine JJ4,8″ sind schon “älter” , Anfang 2016 erworben und keine Ahnung wann produziert…
      Wenn die aktuelle Serie offensichtlich ca. 10mm schmaler baut, kommen eben auch deutlich mehr Rahmen (evtl. auch mit 170er Hinterbau) zum Nachrüsten in Frage; sehr interessant!
      Danke für die prompte Antwort und FATe Grüße zurück!
      Micha

    • Dan

      Was noch zu beachten ist: die Reifen fahren sich mit der Zeit platt, d.h. sie werden breiter. Dieses Phänomen hatten wir schon bei Schwalbe und Specialized Reifen festgestellt. Vielleicht auch ein kleiner Beitrag zum Unterschied.

  3. jockie

    Habe gerade den 4.8er vorne und hinten auf meinem Panzer. Bergauf sehr schön, aber bergab wird der JJ bei Geschwindigkeit doch arg schwammig. Selbst schon bei 40 km/h auf Waldautobahnen walkt und hebelt es vom Hinterrad vertrauenshemmend. Ketzerische Aussage: Bergab fand ich sogar den Juggernaut Sport 4.5 besser.

    Antworten
    • Florian

      komisch auf dem NuTrail Race finde ich den 4.4er super ausgewogen und gerade bei hohen Geschwindigkeiten auch noch deutlich schneller als 40 km/h auf dem Forstweg sehr spurtreu und sicher, liegt vielleicht eher an der Kombi mit dem Panzer?

    • jockie

      Ich meine den 4.8er. Dass der 4.4er weniger hebeln wird als der 4.8er ist wahrscheinlich.
      Dennoch muss ich meine Aussage doch etwas relativieren: Bin vor der gestrigen Ausfahrt wieder etwas mit dem Druck auf (0.55 Bar v/h) hoch und dann war der JJ 4.8 wieder deutlich ruhiger. Irgendwo fiel schon mal der Begriff „Druck-Diva“.
      Etwas mehr Dämpfung wäre nett, aber von einem so leichten Reifen (SnakeSkin) kann man halt auch nicht alles verlangen.

    • Matt

      Hi Jockie,

      danke für Deinen Kommentar. Die Dämpfung kommt zu einem großen Teil von der Karkasse – der Juggernaut Sport mit seiner groben und an den Seiten dick mit Gummi beschichteten 60tpi Karkasse ist da – ganz unketzerisch – wirklich sehr gut unterwegs. Im eher downhill-lastigen Einsatz ist der Juggernaut Sport daher sogar ein top Reifen. Aber nur, so lange man den Berg nicht aus eigener Kraft rauf fahren muss…

      FATte Grüße

      Matt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.