Mit dem Mondraker e-Panzer 2018 ist das so eine Sache… Wie sein Name andeutet, ist er ein e-FATBike. Viele FATBike Enthusiasten rümpfen hier (leider) nach wie vor die Nase. Aber die andere Seite der Medaille ist: es ist auch das vorerst einzige Mondraker Panzer FATBike*, welches überlebt hat und sogar stattlich modellgepflegt in die 2018er Saison rollt. Das e-FATBike als Lebensretter? Mag sein, aber das ist uns für heute zu philosophisch… Wir halten es lieber wieder einfach. Panzer?!? Allein der Name!!! Völlig geil! Klingt mächtig – IST mächtig. Schauen wir uns das Ding an!

Der Mondraker e-Panzer 2018: ein Evolution eines Erfolgsmodells

Hat vor einem Jahr schon Eindruck hinterlassen!

Wenn wir ein Testbike bekommen, dann ist das jedes Mal wie Weihnachten. Als der freundlich Postbote im letzten Winter ein weißen Mondraker e-Panzer R zum Test in unserer Werkstatt abgeliefert hat sind wir wie kleine Jungs um den Weihnachtsbaum geflitzt! Am Ende des ausführlichen Tests stand ein durchaus positives Fazit, der Mondraker e-Panzer ist ein Fatty mit hohem Begeisterungspotenzial. Jedoch haben wir etliche Kritikpunkte gefunden, die dem Fahrspaß – mehr oder weniger – im Weg standen.
Als uns nun (erstmal nur) das Datenblatt des Mondraker e-Panzer 2018 in’s Haus geflattert kam hat sich das „Jetzt-nicht-Schatz-ich-lese-was“-Gesicht schnell in ein freudiges Grinsen verwandelt. Denn Mondraker hat nicht einfach nur Modellpflege betrieben! Beim e-Panzer 2018 hat Mondraker endlich kräftig nachgebessert und die alten Schwächen konsequent beseitigt.

Wer bei e-FATBikes rot sieht…

Endlich auch beim Panzer an Bord!

…ist beim Mondraker e-Panzer 2018 genau richtig. Während der Rahmen 2017 noch in edlem (aber sehr zurückhaltendem) Perlmuttweiß erstrahlte wird das Aluminium 2018 in sattem Rot eingenebelt. Schriftzüge in kontraststarkem Türkis und das Schwarz der Anbauteile finden sich zu einer selbstbewussten Ansage: Hier bin ich, schaut mich an!!! Und das sollte man auch tun, denn die wahre Evolution versteckt sich fast ein wenig.
Die wohl durchschlagendste Neuerung am Mondraker e-Panzer 2018 ist unserer Ansicht nach der Laufradsatz: endlich hält der längst überfällige DT Swiss BR2250 Radsatz Einzug. Mit dem Abgang des Mondraker eigenen Laufradsatzes endet auch die Zeit des multiplen Erbrechens – der BR2250 ist leicht, kann problemlos tubeless gefahren werden und ist von Achse bis Felgenhorn außerordentlich robust.

Schwarz-Rot – zumindest am Bike eine scharfe Kombi! (Bild: Mondraker.com)

Wenn man auf Bud Spencer in’s Tal reitet…

Der zweite Knackpunkt am 2017er Modell war die fehlende Dropper Post. Der Grund: das Mondraker Panzer ist in seinen Genen ein aggressives Trailbike, dank Motor und Akku fühlt es sich auf engen Trails aber an, als würde man auf Bud Spencer in’s Tal reiten. Die in 2018 nun endlich montierte Dropper Post mit 125mm (100 bei Rahmenhöhe S) Hub schafft den nötigen Bewegungsraum um das Bike mit vollem Körpereinsatz doch noch halbwegs schwungvoll um die Kurve zu bekommen.
Die dritte größere Änderung, welche Mondraker dem e-Panzer 2018 spendiert, ist die Schaltung. Wo bisher sich bisher ein Mix aus Shimano’s XT und SLX Gruppen getummelt hat übernimmt in Zukunft eine SRAM NX 1×11 (komplett incl. Kette) die korrekte Zuweisung der Gänge. Ob das nun eine Verbesserung ist oder nicht dürfte eine Frage des persönlichen Geschmacks sein.

Was bleibt? (am Bike)

Bremse und Motor bleiben mächtig! (Bild: Mondraker.com)

Diese Veränderungen klingen vielleicht nach wenig, dürfte das Bike aber grundlegend verändern. Und zum Glück hat Mondraker von den bisher schon reichlich verbauten Highlights die Finger gelassen. So setzt der Mondraker e-Panzer 2018* weiterhin auf die legendären Maxxis Minion Reifen im Format vier/acht, den millionenfach erprobten (wenn auch von uns nicht besonders geliebten) Bosch Antrieb und zweckmäßige und durchaus hübsche Anbauteile aus dem Mondraker-eigenen OnOff-Regal. Auch bei der Bremse gibt es 2018 keine Kompromisse, wieder packen mächtige SRAM Guide SE Vierkolben-Anker in nicht minder mächtige 200mm Bremsscheiben. Diese Bestückung kennen wir schon vom 2017er Modell und sie darf als vorbildlich gelten.
Auch der, wie bei Mondraker üblich, exzellente Rahmen kommt uns sehr bekannt vor. Ob sich hier im Detail noch Änderungen ergeben haben, werden wir im Rahmen eines ausführlichen Tests checken.

Was bleibt? (das Fazit)

Soweit es uns das Datenblatt und die Mondraker Website verraten, scheint es diesmal tatsächlich keinen „Trade-Off“ zu geben. Dass der e-Panzer 2018 200,- Euro mehr kostet, als sein 2017er Pendant kann angesichts der Verbesserungen locker verschmerzt werden.
Wer nicht bis zu unserem Test warten kann (oder will) kann den Mondraker e-Panzer 2018 für 4.199,- Euro aus dem Bikeshop* rollen.

 

*Partnerlinks sind wie immer mit „*“ gekennzeichnet!

2 Responses

  1. Florian

    Schade um die nicht elektrifizierten Panzer Fatbikes! Mondraker baut sehr schöne Rahmen und die Lackierung ist mitunter auch der Knaller. Bleibt bei Mondraker nun neben dem schönen E-Panzer (das Thema Elektroantriebe stelle ich persönlich mal zurück) mit den guten DT Laufrädern die ich selbst auch fahre noch das Thema Plus Bike (ja ich weiß schon Plus ist kein Fat). Die Mondraker Plus Bikes, ich meine vor allem die Trail Hardtails sind einen Blick wert. Leider auch hier wie bisher beim Panzer neben dem sehr schönen Rahmen eine teils magere Ausstattung. Das es anders geht beweist Mondraker bei diversen hochpreisigen Fullys und Race Hardtails.

    Antworten
    • Matt

      Hi Florian,

      danke für den Kommentar. Offenbar denken viele FATBiker wie Du, daher hat Mondraker eine Kleinserie 2018er Panzer SE aufgelegt. Wir werden dieses Bike umgehend vorstellen!

      FATte Grüße

      Matt

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