Sneak Preview: Specialized S-Works FatBoy Carbon.

6

Specialized S-Works FatBoy Carbon

For english version click here!

Sieht schonmal geil aus!

Sieht schonmal geil aus!

Vor ein paar Tagen hatte wir Euch ja bereits einen Einblick in die Specialized FATBikes 2016 gegeben. Aber was ist schon eine Pressemappe… Bikes sind zum anfassen und fahren da, also nichts wie auf zu Specialized! Wir haben das ganze 2016er Programm genau unter die Lupe genommen und sogar einen Hellga Testride gemacht. Also machen lassen… Klar, oder?

ABER… Das hat alles Zeit! Jetzt gibt es Wichtigeres! Wir widmen uns heute dem absoluten Leckerbissen, dem Stolz der Familie, dem ultimativen Specialized FATBike: dem S-Works FatBoy Carbon!

Her mit der Kohle Teil eins!

XX1 Shifter, Guide RS Bremse und jede Menge Carbon

XX1 Shifter, Guide RS Bremse und jede Menge Carbon

S-Works bildet schon seit jeher die Speerspitze im Programm von Specialized. Unter diesem Label wird gebaut, was machbar ist. Wer erinnert sich noch an das legendäre Specialized S-Works Ultimate mit seinen auf Titanmuffen verklebten Carbonrohren…? So schreibt man Bikegeschichte.

Und so ist auch der S-Works FatBoy ein rollender Superlativ. Es gibt Carbon, soweit das Auge reicht. Rahmen, Gabel, Lenker, Sattelstütze, Bremshebel (kommen wir gleich noch zu), Sattelstreben, Kurbeln und sogar die Felgen sind aus dem edlen Material geschnitzt. Klar, aus Kohlenstoff könnte man auch Diamanten herstellen… Aber wer braucht sowas?!?

Lecker im Detail. Nicht nur „sogar“ sondern „vor allem“!

Ein Blick auf's Ganze. Die Liebe steckt aber vor allem im Detail!

Ein Blick auf’s Ganze. Die Liebe steckt aber vor allem im Detail!

Schaut man sich den S-Works FatBoy im Detail an, zeigt sich seine wahre Schönheit. Alle Züge und Leitungen sind im Rahmen und sogar in der Gabel (!!) verlegt. Die H.E.D. Carbonfelgen wurden mittels hauchdünner 1.6mm Speichen an die DT Naben gebunden. Dank verschraubter Steckachsen stört kein Schnellspanner die saubere Optik und das Farbkonzept aus mattem Carbon gepaart mit rot, weiß, grau und schwarz in Hochglanzoptik ist einfach zeitlos.

Hier ist noch Platz für Dropper Post und Umwerfer!

Hier ist noch Platz für Dropper Post und Umwerfer!

Und ganz nebenbei findet man selbst Teile, die sonst immer aus dem Specialized Programm kommen und diesmal doch ein anderes Logo tragen. Beispielsweise überträgt am S-Works FatBoy ein Syntace Vorbau die Lenkbefehle an die Gabel.
Kein Teil am Specialized S-Works FatBoy wirkt, als wurde es verbaut, weil es nicht anders ging – nein, alles wirkt wie für dieses Bike gemacht!

Ach ja, und entgegen unserer ersten Vermutungen ist tatsächlich Platz für 4.6er Reifen – wie zum Beweis waren genau DIE am Ausstellungsbike montiert.

Präzision vorprogrammiert.

DT Nabe, Guide RS Bremse, XX1 Kassette, H.E.D. Felge. Herrliche Aussichten!

DT Nabe, Guide RS Bremse, XX1 Kassette, H.E.D. Felge. Herrliche Aussichten!

Die Technik am S-Works FatBoy folgt derselben Logik. Alles ist vom Besten und wirkt wie aus einem Guss. Die Sram XX1 ist komplett. Noch Fragen? Brems- und Schalthebel teilen sich dieselbe Befestigung. Und apropos Bremse! Hier wartet eine der angenehmsten Überraschungen: am S-Works FatBoy findet sich tatsächlich eine FATte Sram Guide RS Carbon Bremse mit vier Bremskolben und 200/180er Scheiben! Für uns ist das die größte Innovation – endlich finden wir mal eine wirklich kompromisslos anständige Bremse an einem Bike!

Und nochmal aus einer anderen Perspektive.

Und nochmal aus einer anderen Perspektive.

Aber auch im nicht sofort sichtbaren Bereich überzeugt der S-Works FatBoy. Vorn ist eine 150er Steckachse verbaut und damit der Weg zur Federgabel frei. Sogar entsprechende Anschlagpuffer finden sich bereits am Unterrohr.  Und am Tretlagergehäuse gibt es eine Wartungsklappe, um ohne Demontage des Innenlagers an die innen verlegten Züge zu kommen.
Typisch für Specialized ist auch das SWAT Toolkit, welches unterwegs Notreparaturen erlaubt.
Dass sich an den Race Face Next SL Kurbeln nur ein Kettenblatt findet ist ganz sicher dem Gewicht geschuldet – und doch der einzige technische Wermutstropfen am S-Works FatBoy. Für uns sind „one-by“ Schaltsysteme an FATBikes sowas wie eine Ming Vase: nett anzuschauen, aber nicht wirklich zu gebrauchen. Nach unseren Erkenntnisse wird man aber via Adapterplatte einen Umwerfer installieren können, um so zu einem vollwertigen Racebike zu kommen. Die nötigen Aufnahmen und Kabelführungen sind vorhanden. Derzeit klären wir noch ab, ob und wie sich das umsetzen lässt.

Das finale Gewicht steht noch nicht 100% fest, wird sich mit 4.0er Fastrack Reifen aber wohl um 11kg einpendeln. Wobei das bei der Konstruktion laut Specialized nur eine untergeordnete Rolle gespielt hat – im Vordergrund stand die Belastbarkeit des Bikes.

Ein Fall für zwei? Wir denken schon!

Ein Fall für zwei? Wir denken schon!

Her mit der Kohle Teil 2

Organisch und aus einem Guss...

Organisch und aus einem Guss…

Okay, dass bei einem Bike vom Schlage eines Specialized S-Works Preisdiskussionen in etwa so sinnvoll sind, wie beim lokalen Bentley Händler, liegt auf der Hand. Wir wollen es dennoch erwähnen. Denn das Feuerwerk an Material, Ausstattung und Verarbeitung hat seinen Preis. Um stattliche 6.999,- Euro wird die dick gefüllte Brieftasche erleichtert, wenn man mit einem S-Works FatBoy und einem breiten Grinsen vom Hof des garantiert nicht weniger breit grinsenden Specialized Dealers rollt.
Das schmerzt, gibt dir aber das gute Gefühl, dass dir Geld nichts bedeutet und du lieber mit einem der edelsten FATBikes unterwegs bist, das Geld derzeit kaufen kann.

Was bleibt?

Das kleine Schwarze für Männer!

Das kleine Schwarze für Männer!

Der S-Works FatBoy gehört zur Creme de la Creme der FATBikes. Er ist ein einziger Superlativ, kompromisslos bis ins Detail und bestückt mit allem, was Rang und Namen hat.
Braucht man ihn? Vermutlich nicht, zumal man sich vom Kaufpreis eines S-Works FatBoy gleich ein paar andere FATBikes kaufen könnte. Aber das ist gar nicht der Punkt. Wer braucht schon ein Cabrio – ein 10 Jahre alter Golf fährt auch. Wer braucht eine Schweizer Luxusuhr – das Handy misst die Zeit viel genauer. Aber diese Dinge sind irgendwie geil und machen das Leben schöner.

Leider hängen an den schönen Dingen des Lebens oft viel zu große Preisschilder. Aber manchmal ist es einfach an der Zeit, sich selbst für etwas zu belohnen.

6 Responses

  1. Werner Schick

    Hi, ich fahre seit einem Jahr einen Fatboy – von der Ausstattung sehr ähnlich dem S-Works und wiegt ziemlich genau 11kg. Eure Meinung zu 1-Fach kann ich nicht teilen! Ich bin mittlerweile bei einigen Mtb Marathons (u.a. 83km/2000hm) an den Start gegangen – hatte Spaß und war auch nicht Letzter 😉 – bin allerdings auch kein Fan von „Schnickschnack“ am Bike, d.h. ein Umwerfer + Zubehör, eine Bluto oder eine versenkbare Sattelstütze bleibt außen vor … auch wenn es manchmal das Leben erleichtern würde.
    Fatte Grüße und macht weiter so
    Werner

    Antworten
  2. Hauke

    Sieht sehr lecker aus, gscheide Bremsen find ich auch epochal gut. Gott sei Dank hab ich nicht so viel Geld, sonst müsst ich mich über das einsame Kettenblatt ärgern.

    Love

    Hauke

    Antworten
    • Matt

      Hi Hauke,

      danke für Deinen Kommentar. Ja, manchmal ist das Leben einfach hart ;). Aber ich denke, wir könnten uns am Ende irgendwie mit dem S-Works Carbon „abfinden“…

      FATte Grüße

      Matt

  3. Michael

    Ein definitiv sehr schönes, tolles fatbike!!
    Allerdings – gemessen an dem vermuteten Preis – nicht wirklich leicht wenn es sich bei rund 11kg ohne Pedale einpendelt. Im Vergleich z.B. zu einem Canyon Dude 9.0 unl. gesehen…
    Der S-Works Sticker ist vermutlich der grosse Preistreiber daran.

    Was bleibt?
    Das wirklich tolle Gefühl, dass das Thema Fatbike endlich die ihm gebührende Fahrt aufnimmt. Wenn sich grosse, etablierte Hersteller diesem Thema in dieser Art und Weisse annehmen, hat das – denke ich – Signalwirkung.
    Während in Labors von Fachzeitschriften und Herstellern die diversen neuen Reifenformate schöngerechnet werden um sie irgendwie zu rechtfertigen, liegt das Ergebnis längst auf der Hand:
    26 Zoll für Kleine Menschen
    29 Zoll für Grosse Menschen
    Fatbike für alles was dazwischen liegt, darüber hinaus und JEDEN der Spass haben will jenseits vom Diktat anderer. Die ideale Ergänzung zu herkömmlichen MTB’s.

    Antworten
    • Matt

      Hi Michael,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Wie schon geschrieben, war das Gewicht bei der Konstruktion des Bikes nicht das führende Kriterium. Sagt Specialized. Ob man am Ende ein S-Works und ein Canyon wirklich vergleich kann, ist sehr schwer zu sagen. Am Ende weiß man erst nach vielen Jahren hartem Einsatz, ob sich der Mehrpreis für ein High End Produkt wirklich gelohnt hat – das gilt nicht nur für FATBikes.
      Am Ende hast Du völlig Recht: der Name bestimmt den Preis. Aber dagegen spricht nichts. Specialized hat sehr lange hart daran gearbeitet, dass „S-Works“ ein Name wie Donnerhall wird. Dafür sollen sie mal ihren Lohn bekommen, sie haben es sich verdient.

      Sehr schön finde ich Dein „was bleibt“ – hätten wir nicht besser sagen können! Danke dafür!

      FATte Grüße

      Matt

  4. Andre

    Danke. Was ein tolles bike.
    4.6 reifen sind moglich, so die Carbon Comp gehe ich mir kaufen

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.