Trek Farley 2015: zweite Auflage in zwei Varianten

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Nach dem wunderschönen aber leider in Deutschland praktisch nicht erhältichen 2014er FATBike Modell von Trek kommt nun das Trek Farley 2015 in zwei Varianten. Wir haben uns beide Modelle mal genauer angesehen und das Wichtigste für euch zusammengefasst.

Trek Farley 2015, hier das Farley 8

Trek Farley 2015, hier das Farley 8, Quelle: trekbikes.com

Trek Farley 2015: Farley 6 und Farley 8

Ähnlich wie es Felt mit seinen FATBikes handhabt, kommen auch von Trek 2015 zwei FATBikes. Die Trek Farley 2015 Modelle 6 und 8 unterscheiden sich im Grunde bei Federung und Schaltung, der Rahmen ist bis auf die Farbe identisch. Aber auch am Laufrad und anderen Anbauteilen gibt es Unterschiede. Aber jetzt mal ins Detail.

Trek FATBike ab 1.499,- EUR

Das kleinere der Trek Farley 2015er Modelle, die „6“, kommt mit einem Verkaufspreis von 1.499,- EUR nicht ganz an die neue und attraktive 1.200 EUR FATBike Klasse heran, von der Ausstattung her ist es aber durchaus vergleichbar. Trek setzt wie gewohnt auf Teile aus eigenem Hause und stattet das Farley 6 mit Anbauteilen der Tochtermarke Bontrager aus. Gerade beim Laufradbau hat Bontrager in den vergangen Jahrzehnten innovative Arbeit geleistet. So rollt das Trek Farley 6 auf 3,8 Zoll breiten Bontrager Hodag FATBike Reifen, die auf 80mm breiten SUNringlé Felgen aufgezogen sind. Für Leichtlauf am Farley 6 sorgen die Bontrager FATBike Naben, welche vorn mit 135 mm und hinten mit 170mm Einbaubreite daherkommen. Gerade am Hinterbau verwendet Trek seine sogenannten „Closed Convert Drop Outs“, welche mit verschiedenen Nabensystemen und Einbaubreiten kompatibel sind.

Trek Farley 6 aus 2015

Trek Farley 6 aus 2015, Quelle: trekbikes.com

Mit der Aluminium Starrgabel an der Front schnuffelt das schwarze Farley 6 gemächlich den Uphill rauf. Was aber hier genauso stört wie an FATBikes anderer Hersteller in dieser Preisklasse: der wilde Schaltkomponenten-Mix. Mit SRAM, Shimano, Race Face und KMC in Kombination kann einfach kein Schaltkomfort aufkommen. Die Gänge gehen rein, ja, aber „smooth“ ist anders. Gerade unter Last beißt sich der Antrieb sprichwörtlich fast die Zähne aus. Wir können diese Philosophie beim „Specen“ der Bikes nicht nachvollziehen. Aber wir sind ja auch kein Hersteller. Gestoppt wird das Dicke von Trek mit Avid DB-1 Scheibenbremsen. Dass diese bereits hydraulisch sind ist in dieser Preisklasse noch längst keine Selbstverständlichkeit.

2015 kommt auch Trek gefedert

Rock Shox hat den Markt, besser gesagt den FATBike Markt, ziemlich im Griff für 2015. Auch im Trek Farley 8 ist die Bluto von Rock Shox zu finden und unterstützt damit die Federung der 3,8 Zoll breiten Bontrager FATBike Reifen. Der Bontrager Laufradsatz des Farley 8 ist etwas hochwertiger und wartet mit einem ganz besonderen Schmankerl auf: er ist tubeless ready! Bisher eher stiefmütterlich behandelt ist Tubeless eine sehr interessante Entwicklung im FATBike Bereich. Wir selbst sind auch an diesem Thema dran, aber dazu an anderer Stelle mehr.

Trek Farley 8 aus 2015

Trek Farley 8 aus 2015, Quelle: trekbikes.com

Neben der Gabel ist die Schaltgruppe der wesentlichste Unterschied zum kleinen Bruder. Das große Trek Farley 2015 ist mit einem sortenreinen SRAM XX1 Antrieb ausgestattet. Für den Preis von 2.699,- EUR darf der Fahrer dann auch sauberen Schaltkomfort erwarten. Auch mit den Bremsen geht Trek eine Liga rauf und verpasst dem Farley 8 immerhin eine Avid DB-3 Scheibenbremse.

Da hat jemand mitgedacht!

Die cleane Optik der Trek Farley 2015 Modelle wird im Wesentlichen auch durch die innen verlegten Züge unterstützt. Selbst die Vorbereitung für eine verstellbare Sattelstütze ist innen liegend. Reichlich integrierte Gewindeösen sorgen für guten Halt von Schutzblechen oder Gepäckträgersystemen für die große Antarktis-Expedition. Das konische Steuerrohr erlaubt das einfache Nachrüsten einer Federgabel auch im Modell 6. Damit auch jeder sein passendes Farley findet, bietet Trek ganz fünf Rahmengrößen an.

Trek Farley 2015 auf Schnee in Action

Trek Farley 2015 auf Schnee in Action, Quelle: trekbikes.com

Was bleibt?

Gerade das Trek Farley 8 kann mit Top Ausstattung zum moderaten Preis überzeugen. Das günstigere der beiden Trek Farley 2015 Modell hat im Felt DoubleDouble oder Stevens Mobster scharfe Konkurrenz. Punktabzug gibt es von uns für die „schmalen“ 3,8 Zoll Reifen, da geht doch mehr?! Aber das ist natürlich Geschmackssache. Wir stehen eben auf FAT.

6 Responses

  1. Tim Schneider

    Hallo Daniel,

    danke für deine Antwort. Nun, zum harten Einsatz kam es wohl noch nicht. Aber, ich kann definitiv feststellen, dass FATBike fahren bei mir noch Luft nach oben hat. Bei jeder Tour nehme ich eine Schwierigkeit mehr in mein Repertoire auf und sehe noch lange kein Ende. Alles in allem eine der besten Entscheidungen, mich auf das FATBike einzulassen. Sollte ich dennoch einmal Probleme mit der Schaltung bekommen, werde ich es euch wissen lassen.
    Ich hätte noch eine große Bitte. Wenn ihr den Vergleichstest mit den Reifen macht, könntet ihr relevante Testergebnisse den „Dickeren“ entgegen stellen, sodass man Vor- und Nachteile erkennen kann? Ich bin schon gespannt auf die Tipps, die sich aus eurem Test ergeben.

    Gruß Tim

    Antworten
    • Schneiderlai

      Hey Tim,
      den Vergleich zu den Super FATs werden wir sicher ziehen beim Test der „schmalen“ FATBike Reifen.
      FATte Grüße,
      Daniel

  2. Tim Schneider

    Hallo,

    als erstes ein großes Kompliment an eure Seite, denn diese und eure Begeisterung für Fatbikes hat mich meine letzten Zweifel ausräumen lassen und ich habe den Schritt gewagt auch ein „Fatbiker“ zu werden. Zugelegt habe ich mir das Trek Farley 6. Normaler Weise fahre ich Rennrad und ich denke, extremer kann der Unterschied nicht sein. Ich bin total begeistert vom Trek Farley und fahre seitdem auch nur noch damit rum. Ja, es stimmt schon, man wird definitiv süchtig und es ist der absolute Hammer.
    Aber, jetzt kommt noch ein Punkt, den ich anmerken möchte. Ihr schreibt, dass der Komponentenmix beim Trek Farley 6 zu hackeligem Schalten führt. Das kann ich so nicht stehen lassen.:-) Ich habe ja den Vergleich vom Rennrad und auch vom Mountainbike und ich muss sagen, dass ich die Schaltung super finde. Bisher hatte ich noch keine Probleme. Deshalb möchte ich wissen, habt ihr so ein Bike getestet? Falls ihr eines getestet habt, wie seht ihr dieses Bike im Vergleich zu euren Bikes?

    Wie auch immer, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr mir antwortet und ich warte schon auf den Reifentest der „unter 4-Zoller“.

    Fette Grüße aus dem Odenwald:-)

    Antworten
    • Schneiderlai

      Hi Tim,
      Danke für deinen Comment und das Lob! Es freut mich, das wir wieder einer mehr sind in der FATBike-Bewegung. Deine Begeisterung über FATBikes kann ich teilen 😉
      Echt cool das Trek. Leider hatten wir noch nicht die Gelegenheit, das Trek Farley 6 im Gelände zu fahren. Da wir aber mit dem gleichen Schaltungsmix bereits unsere Erfahrungen gemacht haben, konnten wir auch auf den Schaltkomfort beim Farley schließen. Auch das natürlich subjektiv. Ich selbst fahre ja beim Mountainbike Rohloff und/oder XTR, Matthias ist auch ausschlielich mit Sortenreinen Kombis unterwegs. Im „Normal“ Einsatz ist der Schaltungsmix am Farley sicher ausreichend, wenn es heiß her geht dann kommt das System schnell an die Grenzen. Aber umso besser, das du diese Probleme für dich nicht siehst.
      Ich wünsche dir viel Spaß auf deinem neuen Farley! Reifentest „unter 4 Zoll“ kommt wie versprochen, dauert aber sicher noch einige Wochen.
      Dicke Grüße zurück,
      Daniel

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